Ein Planet, eine Währung – eine WeltverschwörungNach dem großen Erfolg seines Politthrillers über die Verschwörungen des 11. Septembers (»Das fünfte Flugzeug«) stürzt John S. Cooper seine Leser und die Helden Max Fuller und Nick Larson erneut in ein konspiratives Abenteuer, dessen Brisanz und Aktualität dem internationalen Terrorismus in nichts nachstehen: die globale Geld- und Finanzkrise.Was der Journalist und verhinderte 9/11-Aufklärer Max Fuller eines Morgens in seinem E-Mail-Fach vorfindet, liest sich auf den ersten Blick wie ein hysterisches Ammenmärchen: Eine anonyme Layla1990 behauptet, der öffentlichkeitsscheue Multimilliardär Robert Cuttler habe seinen Sohn David ermorden lassen – weil David und seine New-Age-Kommune eine digitale Ersatzwährung geschaffen hätten, den Zero, der das globale Bankensystem ein für alle Mal aus den Angeln zu heben droht.Fuller glaubt keine Sekunde lang an einen Scoop, nimmt aber gern die Gelegenheit wahr, vor seiner besorgten Freundin Liz nach Kalifornien zu flüchten. Bei seinem Pflichtbesuch in der Zero-Kommune spricht er mit Layla und glaubt weiterhin nicht an eine Story. Doch dann bemüht er sich um einen harmlosen Termin mit Cuttler senior und bekommt statt einer Zusage umgehend Besuch von finster entschlossenen Mördern. Da begreift Fuller, dass er in die Ausläufer einer Verschwörung geraten ist, die weit mehr zum Ziel hat als nur eine neue Weltfinanzordnung. Und die Verschwörer sind keine mittellosen Terroristen, sondern gehören zu den einflussreichsten Männern der Welt ...
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"Ein Roadmovie auf Leben und Tod. Thriller, Satire und Polit-Groteske in einem, sofort und unmittelbar verfilmbar." Yassin Musharbash, SPIEGEL ONLINE über "Das fünfte Flugzeug"
Über den Autor
John S. Cooper, Historiker und Archivar, lebt in Vermont, USA. Sein spätes Debüt erlebte er mit dem Thriller »The Fifth Plane« (dt. »Das fünfte Flugzeug«, KiWi 1001, 2007). »Zero« ist sein zweiter Roman.
Vorweg: Ich bin ein aboluter Cooper-Fan und daher nur mit Einschränkungen objektiv. Demenstprechend habe ich mir das Buch sofort besorgt. Wem "das "fünfte Flugzeug" gefallen hat, muss ohnehin zugreifen; für alle anderen gilt:
Cooper schreibt amerikanisch: schnell, präzise, bildlich; für einen "Bildungsbürger" (schrecklicher Begriff) bisweilen primitv und platt. Gleichwohl schöpft er aus der bildichen Dynamik, Humor und Ironie eine Sprachgewalt, die dem Genre alle Ehren macht. Die Dialoge sind fetzig, überaus witzig und bringen den Plot auf die Spitze. Letzterer ist (noch) besser gelungen, als im fünften Flugzeug. Die Variation zwichen "Vorhersehbaren" und "Überraschendem" fesselt gekonnt; steigert den Lesefluss ins fast schon hastige und sprengt das Tempolimit des schlappen deutschen Literaturbetriebs. Sollte hinter dem Pseudonym Cooper tatsächlich ein deutscher Autor stecken, dann brauchen wir einen deutschen Begriff für "pageturner" um dem Rechnung zu tragen, was Cooper hier an Schnelligkeit zu bieten hat. Wer sich für Nuancen und Details interessiert, der sollte zu einem beliebigen Historienroman greifen. Wer sich Intellekt zuschreibt, sollte es mit der unsäglichen Hegemann versuchen. Wer sich jedoch mit guter Unterhaltung zufrieden gibt oder gar Verschwörungsfreak, Hacker oder Comicfan ist, kommt an diesem Werk nicht vorbei. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!!
"Zero" hat alles, was ein guter Thriller haben muß, er ist nicht nur einfach spannend, sodass man das Buch kaum weglegen kann, sondern spielt auch auf einem brisanten politischen Hintergrund, der letztlich jeden betrifft: Geld. Genauer: die Finanz-und Währungskrise. Der Gründer einer Kommune, die ein alternatives Zahlungsmittel in Umlauf gebracht hat wird ermordet und bei der Jagd nach den Tätern stellt sich heraus, dass "Wall Street" dahinter steckt - ein Gruppe von Milliardären, die diese visionäre Idee eines neuen Geldes pervertiert hat und die US-Regierung erpresst. Als die "Detektive" - ein Investigativ-Journalist, ein Computerfreak und ein Professor - das herausfinden geraten sie gehörig in die Klemme. So entspinnt sich eine actionreiche Handlung, die einen mit Spannung und rasanten Dialogen fesselt - und an deren Ende man nicht nur ein bißchen außer Atem ist, sondern sich auch Gedanken darüber macht, ob so ein Alternativgeld nicht wirklich eine Lösung für viele Probleme wäre. Und ob es nicht tatsächlich eine Schattenregierung von milliardenschweren Dunkelmännern gibt, die das erfolgreich verhindert.
Ich bin kein absoluter Cooper Fan und das ist mein erstes Buch von ihm. Bis jetzt bin ich eher verärgert. Besonders nervig und auffällig ist die Werbung für verschiedene kommerzielle Produkte, die den Text dermaßen überlagern, dass man sich fragt, warum man nicht doch lieber Werbung guckt oder auch wieviel Geld der Autor von verschiedenen Unternehmen für Schleichwerbung bekommt? Ein typischer Auszug aus dem Buch lautet ungefähr so:
"Nicks iPhone klingelte, er hatte einfach für alles eine App und dann noch einen ganz besonderen Klingelton, der über tausend verschiedenen Klingeltönen. Da sprach Max zu ihm, der gerade im Starbucks seinen Kaffee trank und sein Macbook rausholte, was am vorherigen Tag von DHL geliefert wurde..., vor dem Starbucks stand der Smart seines Freundes - eines der umweltfreundlichsten Auto überhaupt -..."
Es ist einfach ein Graus mit so viel Werbung so billig bombadiert zu werden, da mutiert das iPhone zum eigentlichen Protagonisten und wird teilweise mehrmals auf der selben Seite erwähnt. Das macht die ganze Geschichte sowas von unglaubwürdig und billig, dass ich mir ernsthaft überlege, ob ich das Buch überhaupt noch zuende lesen soll! (Ich bin erst auf Seite 150 von 365 Seiten angelangt.)