Vorweg: Ich bin ein aboluter Cooper-Fan und daher nur mit Einschränkungen objektiv. Demenstprechend habe ich mir das Buch sofort besorgt.
Wem "das "fünfte Flugzeug" gefallen hat, muss ohnehin zugreifen; für alle anderen gilt:
Cooper schreibt amerikanisch: schnell, präzise, bildlich; für einen "Bildungsbürger" (schrecklicher Begriff) bisweilen primitv und platt. Gleichwohl schöpft er aus der bildichen Dynamik, Humor und Ironie eine Sprachgewalt, die dem Genre alle Ehren macht. Die Dialoge sind fetzig, überaus witzig und bringen den Plot auf die Spitze. Letzterer ist (noch) besser gelungen, als im fünften Flugzeug. Die Variation zwichen "Vorhersehbaren" und "Überraschendem" fesselt gekonnt; steigert den Lesefluss ins fast schon hastige und sprengt das Tempolimit des schlappen deutschen Literaturbetriebs. Sollte hinter dem Pseudonym Cooper tatsächlich ein deutscher Autor stecken, dann brauchen wir einen deutschen Begriff für "pageturner" um dem Rechnung zu tragen, was Cooper hier an Schnelligkeit zu bieten hat. Wer sich für Nuancen und Details interessiert, der sollte zu einem beliebigen Historienroman greifen. Wer sich Intellekt zuschreibt, sollte es mit der unsäglichen Hegemann versuchen. Wer sich jedoch mit guter Unterhaltung zufrieden gibt oder gar Verschwörungsfreak, Hacker oder Comicfan ist, kommt an diesem Werk nicht vorbei.
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!!