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Die Idee des ZEN-Gartens ist ebenso faszinierend wie einfach. Mit der gleichen HTML-Vorlage als Ausgangspunkt, darf sich unter www.csszengarden.com jeder CSS-Designer probieren und damit die Vielfalt und die Vielzahl der möglichen Designs, das Potenzial von CSS und vor allem das eigene Können aufzeigen.
Dave Shea und Molly E. Holzschlag haben ihr Buch als eine Mischung aus Anschauungsmaterial, Werkzeugkasten und Ausgangslage für eigene Designs am Beispiel konzipiert. Das setzt zwar eine Portion CSS-Praxiswissen voraus, um das ganze Potenzial des Buchs auszuschöpfen, doch auch als Einsteiger motivieren die verschiedenen Lösungen ungemein und beim Versuch, mit zu entschlüsseln, was gemacht wurde, wächst man leicht über sich hinaus.
Die Grundlagen sind im ersten Kapitel kurz gehalten: vorgestellt wird die Garden-Site und die Basis des Designs. Dann folgt ein Kapitel zum Design fürs Web: Farbtheorie, Proportion und Positionierung, Schrift und Fotografie bis hin zum Photoshop-Einsatz für CSS. Es folgen technische Layoutgrundlagen für CSS, Bilder, Typografie und Spezialeffekte. Zuletzt dann das umgekehrte Aufbauen: bestehende Seitenlösungen werden rekonstruiert und Schritt für Schritt wieder hergestellt und dabei das erlernte Wissen der vorhergehenden Kapitel angewandt.
Zen und die Kunst des CSS-Designs ist ein ansprechendes, schön gemachtes Buch, das jedoch mehr bietet als schöne Bilder. Die Idee der Garden-Macher geht auch im Druck auf: Lernen am Beispiel mit einer gemeinsamen Ausgangsbasis. Anschaulicher geht es kaum. --Wolfgang Treß -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Das Buch hat aber auch einen großen Nachteil - nicht die von anderer Seite bemängelte sparsame Ausnutzung der Seiten. Vielmehr werden zahlreiche wichtige und interessante Dinge angesprochen und in Boxen auch sehr gut kenntlich gemacht. Nur, wenn man sich nicht gerade die Seite merkt oder gar Zettel anheftet, dann wird man hinterher das Buch durchblättern müssen, wenn man den Punkt noch mal betrachten möchte. Es gibt einfach keinen vernünftigen Index!
Das finde ich einen so großen Nachteil, dass ich dafür einen Punkt abziehe.
Ansonsten ist es aber ein durchaus lohnenswerter Kauf. Allerdings mit einer weiteren Einschränkung, denn es geht ganz klar nicht in die Richtung "Einführung in CSS" und wer das erwartet, der wird schwer entäuscht werden. Man muss schon gute bis sehr gute Vorkenntnisse mitbringen, um die Ideen für sich anwenden zu können.
Trotzdem ein sicherer Kauf. Ich würde allerdings noch ein paar weitere Bücher, z.B. von Eric Meyer und Rachel Andrews empfehlen. Dann kann nix mehr schief gehen :-)
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