Wohnen, sich in den vier Wänden wohlfühlen, zu Hause sein, die Wohnverhältnisse anderer Völker zu betrachten ist in den unterschiedlichsten Jahrgangsstufen mit differenzierter Schwerpunktsetzung Unterrichtsthema, das zu fächerverbindendem Lernen einlädt.
Pearson beschränkt sich dem Titel gemäß in seinem Buch auf die Betrachtung von mobilen Wohnstätten der Nomadenvölker, deren Grundrisse stets von einem Rund ausgehen. Er beschreibt zunächst den ursprünglichen Lebensraum der Bewohner von Tipis bzw. Jurten früher und heute, erläutert die speziellen Anforderungen an die Behausung und erklärt die handwerklichen Fertigkeiten sowie den Materialeinsatz, die zu deren Herstellung notwendig sind. Es folgen Berichte von Nomaden sowie ausführliche Beschreibungen von modernen Jurten- und Tipikonstrukteuren aus den USA und Europa, die in Anlehnung an historische oder noch heute existierende originale Bauformen transportable Rundhütten in neuen Zusammenhängen konzipieren: als Gemeinschaftsprojekt, für Meditationszwecke, Ferienunterkünfte, Schulzimmer oder als alternatives Wohnprojekt zum dauerhaften Wohnen.
Insbesondere Kinder (und anscheinend nicht nur diese...) sind von diesen Urformen des Wohnens fasziniert. Sie verbinden mit Jurten und Tipis Abenteuergeschichten, ungezwungenes Leben in und mit der Natur. Leider umfasst der Teil mit praktischen Tipps zum Nachbauen nur 12 Seiten. Anhand der Zeichnungen werden die verschiedenen Fertigungsstadien, die Zuschnittformen und die spätere Innenraumnutzung deutlich. Die Vielzahl der Arbeitsschritte macht offenkundig, welch Muße und technische Fertigkeiten der Nachbau einer wirklich funktionierenden, transportablen Rundhütte erfordern. Für die Schüler ab Jahrgangsstufe 4 könnten die Zeichnungen zum Anfertigen eines Modells im Kleinformat dienen oder als Anregung für einen exotischen Hüttenbau.