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Zelig [UK Import]
 
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Zelig [UK Import]

Woody Allen , Mia Farrow , Woody Allen    Nicht geprüft   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Woody Allen, Mia Farrow, Garrett Brown, Stephanie Farrow, Will Holt
  • Regisseur(e): Woody Allen
  • Format: Import
  • Sprache: Deutsch (Mono), Italienisch (Mono), Englisch (Mono), Französisch (Mono), Spanisch (Mono)
  • Untertitel: Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • Studio: Twentieth Century Fox
  • Erscheinungstermin: 19. August 2002
  • Produktionsjahr: 1983
  • Spieldauer: 76 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00006BT6B
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 52.745 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Video Jakob Kurzinhalt

Ein rätselhaftes Chamäleon verwirrt die amerikanische Öffentlichkeit in den 20er und 30er Jahren: Leonhard Zelig, ein Mann ohne eigenes Ich, der beim Zusammentreffen mit anderen Menschen stets deren jeweilige Identität annimmt. Zelig ist ein Monster der Anpassungsfähigkeit, ein Individuum, welches in Gesellschaft von Dicken dick, von Schwarzen schwarz und von Psychiatern selbst zum Analytiker wird. Der Super-Konformist wird schließlich zum Superstar der 30er Jahre, der nach allen Regeln der Kunst vermarktet wird. Wie in einer Dokumentation porträtiert er seinen Charakter aus Erinnerungen und phantastisch imitiertem "Wochenschau"-Material.

VideoMarkt

Leonard Zelig aus dem New York der 30er Jahre ist ein menschliches Chamäleon, d.h. er kann sich innerlich wie optisch binnen weniger Sekunden jeder Umgebung vollständig anpassen. Geht Zelig in eine Jazzkneipe, wird er zum Musiker, sitzt er zum Mittagessen beim Chinesen, mutiert er zum Asiaten. Als ihm nach kurzfristigen Ruhm in der Heimat Verfolgung droht, emigriert er nach Nazi-Germany, wo er gar zum SA-Mann wird. Seine Geliebte, die Psychologin Dr. Fletcher, läßt darauf nichts unversucht, ihr Chamäleon aus Adolfs Klauen zu befreien.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Konformist als Medienstar 23. Dezember 2008
Von christine TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
1983 drehte Woody Allen "Zelig", für mich einer seiner besten Filme.
Zur Handlung: In einer fiktiven Dokumentation (eine Idee, die Allen in "Sweet and Lowdown" noch mal aufnimmt) berichten "Zeitzeugen" über das Phänomen Leonard Zelig (Woody Allen). Im Jahre 1928 wird dieser in die Psychiatrie eingeliefert, da er anscheinend unbegrenzt anpassungsfähig ist und von Meinungen bis hin zur äußeren Gestalt alles annehmen kann, um nicht aufzufallen. Ein "menschliches Chamäleon". Während Dr. Eudora Fletcher (Mia Farrow in ihrem zweiten Allen-Film) ihn zu therapieren versucht, wird er zum Medienstar, dem Songs und Filme gewidmet werden. Mehrere Rückschläge (eine tödliche Romanze seiner Schwester mit einem Stierkämpfer, mehrere Frauen beschuldigen ihn der Bigamie) führen dazu, dass der Jude Zelig ausgerechnet als Mitläufer in Nazi-Deutschland untertaucht (Konformität als ideale Basis für Diktaturen). Nur Fletchers unendliche Liebe kann ihm schließlich aus dem Schlamassel helfen.
Die "Dokumentation" besteht aus Wochenschauen, in deren Bilder Zelig hineinmontiert wurde. Die Aufnahmen mit Zelig und Fletcher sind verwackelt und mit Dropouts versehen, so als seien sie Aufnahmen der 20er und 30er Jahre. Unterbrochen werden die "historischen" Aufnahmen durch Interviews mit Saul Bellow, Susan Sontag, Bruno Bettelheim und anderen, die über die Person Zeligs reflektieren. Zelig habe die Leute berührt, aber wohl auf eine Weise, die den Menschen unangenehm gewesen sei, meint Bellow. Tatsächlich kommt die Therapie zu keinen großen Erkenntnissen, der Original-Zelig ist keine Geistesgröße. Eine Erkenntnis aus der Hypnose ist, dass er Dr. Fletchers Kochkünste verabscheut: Der Arzt als hilfloser Helfer. Natürlich wäre "Zelig" kein Allen-Film, wenn er nicht auch noch Themen des Allenschen Mikrokosmos verarbeitete: Die grotesk verzerrte, unglückliche jüdische Kindheit, seine Beschäftigung mit Freud (es habe zwischen Zelig und Freud ein Zerwürfnis gegeben, da Zelig den Penisneid nicht auf Frauen beschränkt wissen wollte) usw.
Aber: Wer hier den Stadtneurotiker sucht, wird in diesem Film nicht fündig. Zelig bleibt eine tragische Figur: Er erkennt, dass er in seinen vielen Identitäten Taten gegangen hat, zu denen er als geheilter Patient nicht mehr stehen kann. Der Volkszorn führt dazu, dass ihm Taten angedichtet werden, mit denen er aber überhaupt nichts zu tun hat. Der Jude als Sündenbock, "legitimer" Antisemitismus macht sich breit. Der Zwang zur Assimilation als Trauma und tragischer Irrweg.
Ein besonders schöner Einfall ist, die "Zeitzeugen" über den Wahrheitsgehalt eines Spielfilms über Zelig räsonieren zu lassen. Die Spielfilmillusion ist perfekt. Zelig ist ein geistreiches Vexierbild: Können wir den Bildern glauben, die wir sehen? Können Bilder irgendetwas beweisen? Sind sie nicht eher Teil der Lüge? Gedanken, denen Allen auch in "The purple Rose of Cairo" nachspürt.

Neben den bestechend echt wirkenden "Originalaufnahmen" überzeugt der Film vor allem durch seine Toneffekte. Der Ton ist so verfremdet als seien die Dialoge Tonaufnahmen der 30er Jahre. Dick Hymans Kompositionen zum "chameleon man" fügen sich nahtlos an die Originalsongs und ergeben einen üppigen Klangteppich der Jazz- Ära. Mia Farrow hat die mit Abstand sympathischste Rolle: Eine emanzipierte Frau, die durch ihre Liebe ihren Patienten heilt (oder ist es Zelig selbst, der sich für einen Arzt hält?).
Als Extras gibt es nur den Trailer. Untertitel u.a. in Deutsch und Englisch für Hörgeschädigte.

Tragisch. Komisch. Allen at his best. Sehr empfehlenswert!
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Wolfgang
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Zelig ist bestimmt einer der besten Woody Allen Filme
(schwache Filme gibt es von ihm ohnehin nicht)!
Vorallem durch die besondere Erzählweise sticht der Film aus Allens Gesamtwerk hervor. Zelig wird wie eine Dokumentation erzählt, mit Originalszenen aus "Wochenschau Filmen" aus den 20ern und 30ern. Die Szenen mit Mia Farrow und Allen sind tricktechnisch beigefügt worden.
Zelig erzählt die Geschichte eines Mannes der sein Aussehen verändern und seinem Umfeld anpassen kann.
Woody Allen sucht wieder einmal nach dem Sinn des Lebens und bezieht(wenn auch nur sehr dezent) auch politisch Stellung.
Ein geniales Meisterwerk von zeitlosem Charakter!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Juwel !!! 4. Januar 2008
Von Mad Circus TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD
Eine Menge Filme werden hier rezensiert, die wirklich uninteressanter sind und überinterpretiert werden und ich war verwundert nur eine Rezension über Zelig vorzufinden.
Zelig ist ein kleines filmisches Juwel, welches durch seine visuelle und erzählerische Besonderheit und Experimentierfreudigkeit besticht, die ich eigentlich nur in wenigen Filmen so technisch gut erzählt und umgesetzt gesehen habe. Der Film ist Woody Allen's elfte Regiearbeit und wird hauptsächlich durch manipuliertes Archivmaterial von original Wochenschauen, gestellten Interviews, verfremdeten Rückblenden und pseudodokumentarischem Filmmaterial erzählt. Der Kontrast zwischen Gegenwartserzählung und Rückblenden erfolgt durch den Einsatz von farbigem Bildmaterial für die Gegenwart und schwarzweißem Bildmaterial für die Vergangenheit.
Anhand der Hauptfigur Zelig macht sich nun Woody Allen erneut auf die Suche nach dem menschlichen Ich und seiner Konstruktion und entwirft eine Idee von menschlicher (Schein)Identität die unmittelbar an die gesellschaftspolitischen Anforderungen und sozialen Imperative geknüpft ist und sich diesen anpasst. Der Grund dieser Anpassung und dieses Opportunismus ist gesellschaftliche Anerkennung und Liebe. Dieser Zwang zur Konformität ist bei Zelig nun so ausgeprägt, dass er letzendlich einem charakterlosen, menschlichen Chamäleon gleicht und somit in jeder geschichtlichen Epoche und unter jeglichem politischen Herrschaftssystem seinen Platz findet. Schon allein die Idee den Film so anzulegen, lässt erahnen, welches gesellschaftskritische Potential in dem Film Zelig steckt und dass er ein Lehrmaterial ist, besonders wachsam vorallem gegenüber seinen eigenen Anschauungen zu sein. Gerade diesem Film entspricht in vielerlei Hinsicht der Sinnspruch: " Die meisten Menschen glauben, dass sie denken, dabei verschieben sie nur ihre Vorurteile neu ! "
Fazit: Unbedingt anschauen und mitdenken !
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