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Zeitzeuge Tod [Sondereinband]

Gunther Geserick , Klaus Vendura , Ingo Wirth
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Sondereinband
  • Verlag: Militzke (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861892316
  • ISBN-13: 978-3861892311
  • Größe und/oder Gewicht: 22,3 x 14,7 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 393.563 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Berühmte Fälle des ältesten gerichtsmedzinischen Instituts in Deutschland.
Archivbücher eines Instituts für Rechtsmedizin sind eine spannende Lektüre. In denen der Berliner Charit , im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts Leichenschauhaus genannt, stößt der Leser auf eine Reihe bekannter Namen wie Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Walther Rathenau oder Tote der Köpenicker Blutwoche 1933. Ebenso finden sich hier die Namen von Berliner Juden, denen nur der Freitod blieb, um der Deportation zu entgehen. Man begegnet auch den Opfern des 17. Juni 1953 oder denen der Berliner Mauer.
Die Autoren, international anerkannte Kapazitäten, bereiten die berühmtesten Fälle des ältesten gerichtsmedizinischen Institutes Deutschlands für ein breites Publikum auf, ordnen sie in die Geschichte des 20. Jahrhunderts ein und erörtern ausgewählte gerichtsmedizinische Aspekte. Sie untersuchen die spektakulären Selbstmordfälle von Vincenz Müller und Dean Reed. Nicht zuletzt widmen sie sich den Verbrechen von Serienmördern wie Karl Großmann oder Paul Ogorzow.
Die Fortschritte bei der Entwicklung des Faches werden von den Autoren ebenfalls überzeugend vermittelt. Sie zeigen beispielsweise den Weg von der einstigen Unterscheidung von Menschen- und Tierblut bis zur DNA-Analyse. Weitere Arbeitsgebiete wie die Aufklärung von Vergiftungen, besondere Formen der Gewalt und die Bewertung von Obduktionsbefunden werden auf interessante und zugleich bildende Weise vorgestellt.

Über den Autor

Prof. Dr. med. Gunther Geserick, geboren 1938 in Luckenwalde/Mark Brandenburg, Studium der Medizin an der Charite, Humboldt-Universität zu Berlin, dort seit 1962 als Gerichtsmediziner tätig. Buch-Veröffentlichungen und Arbeiten zu klassischen Themen der Gerichtsmedizin sowie zur Forensischen Genetik und Spurenkunde. Er ist Herausgeber der deutschen Fachzeitschrift "Rechtsmedizin" und Co-Editor internationaler Fachzeitschriften.Dr. med. Klaus Vendura, geboren 1959 in Berlin, Studium der Medizin an der Charite, Humboldt-Universität zu Berlin, Facharzt für Rechtsmedizin (Schüler von Prof. Dr. Geserick), 1996 Promotion zu Verletzungen durch Schreckschußwaffen, beteiligte sich als Autor an mehreren Fachpublikationen, seit 1997 Gerichtsarzt am Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin Berlin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
44 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von anlisi
Format:Sondereinband
Ein Buch, das man an einem Abend nicht aus der Hand legen kann, so viele hoch interessante Informationen über Kriminalistik, ohne Langeweile. Liebevolle Recherche, sachliche Darstellungen ohne Effekthascherei und doch voller Spannung. Jeder Fall eine abgeschlossene Geschichte, angefangen vom Tathergang, über die kriminalistische Feinarbeit bis zu Erklärungen der Pathologischen Berichte. Ein Diskurs nicht nur über die Geschichte der Pathologie sondern auch über den gesellschaftlichen Umgang mit Mord. Aber nichts für schwache Nerven.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Sondereinband
Die hier versammelten Fälle sollen den Lauf des zwanzigsten Jahrhunderts aus Sicht von Kriminal-Geschichten beschreiben. Das tun sie in erstaunlicher Form, nämlich -- in den Worten der Autoren -- „etwas protokollarisch" oder anders gesagt, ohne jedes Geschrei. Sero-News-LeserInnen (denen ich die Autoren auch nicht näher vorstellen muss) finden das erfreulich; der allgemeinen Leserschaft wird die recht emotionsfreie Art härter lesbar erscheinen.

Unterteilt sind die Fälle in die Abteilungen Serien-, politischer und Selbst-Mord. Bei den Selbst-Morden horcht der Wessi natürlich auf, da es ja zumindest in der DDR-Zeit angeblich keine Suizide in Ost-Berlin gegeben haben soll. Und wirklich: „In den Archiv-Büchern des gerichtsmedizischen der Humboldt-Universität sind einige der prominenten Namen [von Suizidenten] nicht zu finden", stimmt auch das Buch teils zu. „Meist wurde der Mantel des Schweigens darüber gedeckt, was in einem System umfassender Zensur der Medien kein Problem darstellte."

Das Schweigen galt aber weder für alle Suizide noch für alle unbequem Verstorbenen -- und es galt vor allem auch nicht für die Mauer-Toten. Der damalige, parteilose Institutsdirektor Professor Prokop (der im Buch nur kurz und unerkennbar als „Prof. P." auftaucht) und seine Mitarbeiter waren aber wohl tatsächlich nicht in der richtigen Position, um in politischen Fällen anderes zu tun als leichenzuschauen. Politisch ging es beispielsweise auch zu, in dem sich der U.S.-Künstler Dean Reed 1986 in der DDR umbrachte: Von der SED wurde es als Unfall hingestellt. Welche anderen spannenden Fälle sich abgesehen von diesem unter den gut sechzigtausend Sektionen von Professor Prokop und Mitarbeitern noch verbergen mögen, bleibt vorläufig weitgehend unberichtet.

Der historische Streifzug des Buches führt auch in den Schau-Trakt des Berliner Leichenschau-Hauses, in dem zu Beginn des Jahrhunderts hinter Glas-Scheiben gekühlte Tote zur allgemein zugänglichen Identifizierung aufgebahrt waren. Das führte zu einem riesigen Anstrom von Neugierigen, so dass man 1930 froh war, neue Labor-Methoden zur Identifizierung anwenden und dem Trubel ein Ende bereiten zu können. Man trifft im Buch auch „Volks-Schädlinge", den Serienmörder Großmann und liest unter anderem über die Fälle Liebknecht/Luxemburg (beide ermordet 1919) und das Attentat auf Walther Rathenau (ermordet 1921). Auch die Nacht der langen Messer und der angebliche Fenster-Sturz des jüdischen Schauspielers Hans Otto (1933) werden geschildert. Dass bei einem ein Jahrhundert überspannenden Bogen keine kontinuierliche Zeitgeschichte, sondern eher eine Reihe interessanter Schlaglichter entsteht, versteht sich da von selbst.

Obwohl das Buch den Serien-Tätern insgesamt viel Platz einräumt, was an einen journalistischen Schwerpunkt der 1990er Jahre anschließt, unterscheidet sich Zeitzeuge Tod doch von praktisch allen anderen Fall-Sammlungen dadurch, dass es zugleich und sehr offensichtlich ein kleines rechtmedizinisches Lehrbüchlein darstellt. In kursiv abgehobenen Passagen gehen die Autoren an passender Stelle beispielsweise auf die Stichworte defensive Leichenzerstückelung, Sturz aus der Höhe, Druck-Geschwüre, Hals-Schnitt, Leichenveränderungen, aber auch auf Mord-Merkmale, Schuldfähigkeit usw. ein. So gesehen handelt es sich hier erstmals um einen Pitaval, der weniger erzählerisch als aufzählerisch und dabei erklärend ist. Auch kommende Krimi-Autoren werden diese seltene Hilfe gewiss dankend annehmen.

Im übrigen ist das Buch fehlerfrei, angemessen schwarz-weiß bebildert und reiht sich pflichtweise in die Regale aller Kriminalfall-SammlerInnen.

(Mark Benecke, Kriminalbiologe, in: SeroNews

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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Oberflächlich 4. Juli 2006
Format:Sondereinband
Die Darstellung der gerichtsmedizinischen Fälle bleibt leider weitgehend oberflächlich, eingebunden in eine oft ausufernde populäre Geschichtenerzählerei, die den Verdacht des Reisserischen nicht los wird.

Ein großer Teil des Buches widmet sich dem Thema der Serienmorde, die detailiert in ihrem Hergang beschrieben werden, ohne dass klar wird, wie der Autor zu diesen Einsichten kommt(verm. auf Grund der Vernehmungsprotokolle). Die gerichtsmedizinischen Fakten illustrieren hier nur, stehen nie im Mittelpunkt. Noch schlimmer wird dies im Kapitel über Politische Morde, das zwar - sehr oberflächlich - einige interessante politische Situationen des vergangenen Jahrhunderts beleuchtet - die "gerichtsmedizinische Grundlage" beschränkt sich aber des öfteren auf eine Aktennotiz über das Vorhandensein eines Leichnams.

Einzig von mäßigem Interesse in diesem Buch sind die in Kursivschrift eingestreuten Hintergrundinformationen zu gerichtsmedizinischen Zusammenhängen, deshalb noch 2 Sterne für ein ansonsten ärgerliches Buch.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Sehr spannend!
Das Buch schildert Vorgänge und Verbrechen aus Sicht der beteiligten Gerichtsmediziner. Hinterlegt mit nüchternen Fakten und Sachverhaltsschilderungen, so dass man... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Sternflocke veröffentlicht
Rechtmedizin
Die original Fälle sind spannend und hoch interessant.
Alles wird bis in kleinste Detail ausgearbeitet und
erzählt. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Sabine I. veröffentlicht
Nicht wirklich interessant
Der Titel verspricht mehr als er halten kann. Oft fehlt die tiefe Recherche. Dazu medizinisch-technische Erklärungen die nicht wirklich verständlich sind. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. September 2009 von Eine Meinung
Die Wahrheit über Obduktionen
Wer Obduktionsberichte lesen will, muss mitunter hart im Nehmen sein. Wer aber daran interessiert ist, ist hier richtig, da in diesem Buch fachliche Berichte in verständlichen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Juli 2009 von KP
Hmmm...
Hatte ich mir anders vorgestellt.
Sehr viel Geschichtliches über die Pathologie in Berlin.
Veröffentlicht am 18. Mai 2009 von Melwin
lesenswert
Ich hatte keine grossen Erwartungen an das Buch gestellt,eine einfache Lektuere waehrend ich mich auf meinen Stepper sportlich betaetige. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. August 2006 von dante
Früchte der Prokop-Schule
Die sprachlich einwandfreie und didaktisch überlegte Darstellung 14 spektakulärer Kriminalfälle aus der ehemaligen Reichs- bzw. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2004 von Dr. Andreas Kämmerer
Hier tun sich menschliche Abgründe auf!
Diese detaillierten Schilderungen aus der deutsch-deutschen Gerichtsmedizin zeigen die abscheulichsten Seiten des menschlichen Miteinanders auf. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. September 2002 von "delphinabianca"
Gute Darstellung von sehr interessanten Fällen
Mir hat das Buch gut gefallen. Es wird für den Laien gut dargestellt, wie die Arbeit der Gerichtsmediziner in Berlin aussieht und wie die Gerichtsmediziner in der... Lesen Sie weiter...
Am 14. Dezember 2001 veröffentlicht
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