Kurzbeschreibung
Vor einem Jahr schaffte es der Österreicher Gilbert zunächst mit der Midtempo-Single Doch ich wein; und dann mit seiner Lady Lay (warst meine Sternenfängerin), einer ganz behutsamen Gitarrenpop-Nummer, auf die vordersten Plätze der Hitparaden und behauptete sich dort über Wochen!
Auf dem Grundstein, den sich Gilbert gemeinsam mit seinem neuen Team mit Lady Lay gelegt hatte, wurde mit dem neuen Album konsequent weitergebaut. Im klanglichen Mittelpunkt der Produktion steht die Akustik-Gitarre, die den zwölf Songs die Attitüde großer Singer/Songwriter gibt, mit denen sich Gilbert durchaus identifizieren kann. International konkurrenzfähiges musikalisches Gespür liegt hier vor, daran gibt es keinen Zweifel. Aber die Nonchalance, die Selbstverständlichkeit, der Charme das kommt vermutlich doch aus Österreich. Teils rockig, teils verträumt sind Gilberts Songs. Das kann man ruhig kombinieren, auch wenn es erst mal mutig erscheint. Letztlich repräsentiert es den Facettenreichtum des Lebens, den zu betonen Gilbert wichtig ist. Und damit sind wir bei den Texten. Vielschichtiger könnten die kaum sein. Das Thema Zeit spielt (wie der Albumtitel verrät) eine zentrale Rolle. Das Leben im Hier und Jetzt und die Blicke zurück und nach vorne das alles steht im Zentrum des Albums. Vom Sommerfeeling in der ersten Single 32 Grad im Schatten über die zerreißende Angst vor dem Untergang einer Beziehung in der edlen Midtempo-Nummer Ich wachte auf ist hier das gesamte emotionale Spektrum von Lovesongs vertreten..
Gilbert bleibt aber auf dem Album Zeitsprung nicht bei Beziehungsweisen. Der kritische Blick auf unsere Zeit und Gesellschaft blitzt immer wieder durch.
Ohne Zweifel eine der interessantesten, ehrlichsten, authentischsten und liebevollsten Produktionen des Jahres 2011.