Man wundert sich zunächst, dass zum Thema Zeitmaschinen keine Physiker berichten, sondern ein Zeitgeist-Journalist und eine ehemalige Playboy-Redakteurin, beide mit geistes- statt naturwissenschaftlichem Hintergrund, aber das von den beiden vorgelegte Buch hat dadurch nur gewonnen. Nicht umsonst heißt es, der Vorteil der Geisteswissenschaften sei, dass man sich damit in die unterschiedlichsten anderen Themen einarbeiten könne. Und das tun die beiden gekonnt: Zeitmaschine, das heißt für sie eben mehr als eine technische Apparatur, um das Jahrhundert zu wechseln. Zu diesem Thema gehören für sie ebenso Astralreisen in die Vergangenheit, Superstrings und schwarze Löcher, das mittelalterliche Leben der Amish People, irritierend moderne Fundstücke aus frühhistorischen Epochen, Life-Action-Roleplaying in Fantasy-Kostümen, psychedelische Drogen, die TV-Serie „Stargate“, Merlin und Ufos. Sie berichten über offensichtlichen Unfug, wie etwa Zeitreisegeräte, die per Katalog angeboten werden, aber auch über vieles aus der Grauzone, bei dem man schon nicht mehr weiß, ob es sich um pseudowissenschaftliche Versponnenheiten oder um wegweisende genial-kühne Gedankenentwürfe handelt. Dies alles wird auch Laien unter den Lesern eingängig sowie mitunter humorvoll und witzig erklärt. Das Quellenverzeichnis mit seinen Literatur- und Internetangaben läd zum Weiterforschen ein. Insgesamt hat das Buch meine Erwartungen voll erfüllt.