Wie kann man trauernden Kindern hilfreich zur Seite stehen? Der Amerikaner Alan D. Wolfelt gibt dazu 100 Anregungen. Das Büchlein ist schnell gelesen, und es ist ganz auf die Praxis angelegt. Manches im Buch klingt wie selbstvertändlich, doch dürfte klar sein, dass einem in Extremsituationen wie der Trauerzeit bisweilen der Sinn für Selbstverständliches abhanden kommt, so dass es gut ist, dann wieder daran erinnert zu werden. Natürlich gibt es inhaltliche Überschneidungen mit den anderen beiden Büchern des Autors, den Bänden „Für Zeiten der Trauer – Wie ich anderen helfen kann“ und „Für Zeiten der Trauer – wie ich mir selbst helfen kann“. Alle drei Bände sind gleich aufgemacht, vermitteln die gleichen Inhalte, wenn auch jeweils unter anderem Blickwinkel, so dass sich auch die Anschaffung aller drei Bücher durchaus lohnt. Auch wenn so ein allgemeiner Ratgeber natürlich nicht jede spezielle Situation, in die sich der einzelne Trauernde befinden mag, erfassen kann, so ist er doch ein wertvoller Ratgeber. Der Autor läßt uns an seinem Erfahrungswissen zu dem Tabuthema Tod teilhaben, und dies nicht auf einer theoretischen, sondern auf einer Ebene praktischer Tipps. Das ist ihm hoch anzurechnen. Wer die Aufgabe auf sich nehmen muß oder will, Kinder durch ihre Trauer zu begleiten, der findet hier einen Ratgeber, dessen Anschaffung sich sicherlich lohnt.