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Zeiten des Aufruhrs: Roman
 
 
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Zeiten des Aufruhrs: Roman [Taschenbuch]

Richard Yates , Hans Wolf
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423132493
  • ISBN-13: 978-3423132497
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 84.437 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Richard Yates
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Produktbeschreibungen

Amazon.de-Hörbuchrezension

Dieser Debütroman machte Richard Yates 1961 in den USA schlagartig bekannt. Bei uns hat er leider nie den Durchbruch geschafft, was sich jetzt mit der Neuauflage seiner Bücher ändern könnte. Schließlich wird Revolutionary Road, wie der Roman im Original treffenderer heißt, gerade von Sam Mendes ( American Beauty) in Hollywood verfilmt, mit niemand geringerem als Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen.

Bis der Film fertig ist, lohnt es sich aber definitiv, die traurig-schöne Geschichte um das Paar Frank und April Wheeler als Hörbuch zu genießen, vor allem wenn sie von Sprecher-Star Christian Brückner so unnachahmlich präsentiert wird. Wie schon bei anderen amrikanischen Autoren, die das Scheitern des amerikanischen Traums beschreiben - von Hubert Selby bis Denis Johnson - bringt er auch den Roman von Yates zum Funkeln und Leuchten. --Christian Stahl

Spieldauer: ca. 389 Minuten, gekürzte Lesung, 5 CDs -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Pressestimmen

»Richard Yates' 1961 erschienener Roman ›Revolutionary Road‹ ist das Psychogramm einer amerikanischen Mittelschichtsehe erzählt als Tragödie in Pastell, zugleich ein präzises Portrait der 50er Jahre Amerikas und des zarten Vorscheins der Kulturrevolte der sechziger Jahre. Immer geht es hier um die Frage nach der Bedeutung von Freiheit und Selbstbestimmung. Jetzt hat Sam Mendes (American Beauty) das Buch überaus gegenwärtig verfilmt - ein Schulbeispiel jeder Literaturverfilmung Kate Winslet erhielt für ihre Hauptrolle in dem Film soeben den Golden Globe.«
Rüdiger Suchsland, Telepolis 15.01.2009

»In seinem Romandebüt greift Yates auf, womit er sich fortan in Variationen immer wieder beschäftigen wird: gescheiterte Existenzen. Yates’ messerscharfe und doch zärtliche Beobachtungen erlauben einen derart tiefen Einblick in die seelischen Zustände seiner Figuren, dass ihre Verletzlichkeit trotz aller Widerwärtigkeiten erkennbar wird.«
Berner Zeitung 14.01.2009

»Richard Yates entlarvt die Schattenseiten des amerikanischen Traums mit realistischer Schärfe. Zugleich zeichnet er seine Figuren mit tiefer Sympathie. Meisterhafte Berichte aus einer Welt, die ihre Ideale zu verlieren droht.«
Roger Willemsen, Bayern 2 28.10.2008

»In den USA zählt der Roman ›Zeiten des Aufruhrs‹ von Richard Yates bereits zu den modernen Klassikern. Der Autor erzählt von einem jungen Paar, das hoffnungsvoll in die gemeinsame Zukunft startet, sich dann aber Illusionen hingibt, die zum Scheitern führen. Es handelt sich um eine aufwühlende Beziehungsgeschichte, in der die Charaktere stark gezeichnet sind. Yates erweist sich dabei als sehr guter Beobachter.«
Vorarlberger Nachrichten 29.03.2008

»Endlich wiederentdeckt – einer der besten Romane der vergangenen Jahrzehnte, an dem sich eine ganze Schriftstellergeneration orientiert hat. Wheeler heißt das Unglückspaar, das Yates erst mit zahlreichen Lebenslügen ausgestattet hat, um ihm selbige auf 500 Seiten mit psychologischer Prägung wieder abzunehmen.«
Vanity Fair 05.07.2007

»In all seiner Schrecklichkeit ist ›Zeiten des Aufruhrs‹ ein großartiges Buch, das tief berührt.«
Blick 05.07.2007

»Dieser Roman zieht die Leser in Bann, weil Yates bei allem Scharfsinn und trotz analytischer Kühle mit seinen Helden sympathisiert: diesen verzweifelten jungen Leuten, die mehr aus ihrem Leben machen wollen und die von ihren Träumen vergiftet werden wie weiland Madame Bovary.«
Der Spiegel

»Ein Sturm der Emotionen, der mit eisiger Klarheit die Mechanik des Scheiterns beschreibt: so mitreißend erzählt, als hätten Ingmar Bergman und Hemingway gemeinsam in die Tasten gedrückt.«
Peter Henning, stern

»In seinem 1961 erschienenen Roman ›Zeiten des Aufruhrs‹, der in Amerika bis heute Kultstatus genießt, zeichnet Richard Yates das eindringliche Psychogramm einer Ehe, die von Beginn an den ›Virus des Scheiterns‹ in sich trägt. Mit scharfem Blick registriert er die Demütigungen, das vielsagende Schweigen und die Abgründe. Eine Tragödie hinter pastellfarbenen Fassaden.«
Brigitte

»Die soziale Revolution von ’68 und die informationelle Revolution des letzten Jahrhundertviertels – in diesen Roman von 1961 sind sie bereits eingeschrieben.«
Wieland Freund, Die Literarische Welt

»eine Aufforderung, das Leben zu leben, als hänge alles davon ab, was wir tun – denn täten wir es nicht, so setzten wir alles aufs Spiel.«
Richard Ford

»Das ist mehr als gutes Schreiben; hier wird gutem Schreiben etwas hinzugefügt, was ein Buch unmittelbar und eindrucksvoll lebendig werden läßt. Ich wüßte nicht, was ein Meisterwerk moderner amerikanischer Literatur besser charakterisierte.«
Tennessee Williams

»Er besticht durch seine klare Sprache und den trivialen Schmerz seiner Protagonisten.«
Stadtlichh-Magazin für Hamburger Gelegenheiten 3. Ausgabe 2011

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81 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Revolutionary Road, 13. August 2006
Von 
zueribueb (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zeiten des Aufruhrs: Roman (Taschenbuch)
"Zeiten des Aufruhrs", der deutsche Titel von Richard Yates' Roman "Revolutionary Road" aus dem Jahr 1961, ist genau wie der Originaltitel ironisch zu lesen. Es gibt nicht wirklich ein Aufruhr, ein Aufstand oder eine Revolution. Mehr als ein kurzes Kratzen an der Fassade findet nicht statt.

Richard Yates beschreibt das Leben des Ehepaars April und Frank Wheeler, beide um die 30, das an der Revolutionary Road in einer schmucken Einfamilienhaussiedlung ausserhalb von New York lebt. Der Roman hat wenig Handlung und lebt von den genauen Schilderungen dieser amerikanischen Mittelschicht. Wheelers Leben ist völlig langweilig und unbefriedigend. April fristet ihr Leben als gelangweilte Hausfrau, die Nachbarn sind langweilige Spiessbürger und die Arbeit im Büro ödet Frank nur an. April, die eigentlich Künstlerin sein möchte, schafft es als Schauspielerin nur in eine zweitklassige Laienaufführung. Die angestrebte Auswanderung nach Frankreich ist nicht mehr als Wuschdenken. Ihre Lebensträume sind nur Luftschlösser, dabei will man etwas besseres sein als die anderen. Die Beziehung zwischen Frank und April ist eingespielt, aber nicht wirklich glücklich, man entfremdet sich. Selbstverwirklichung sucht man in Affären. Am Schluss stürzt diese auf Lebenslügen und Wunschträumen basierende bürgerliche Existenz ein.

Richard Yates seziert erbarmungslos die kleinbürgerliche Gesellschaft, den American Way of Life, legt die Spannungen unterhalb der Oberfläche frei. Diese illusionslose Betrachtungsweise zerstört den amerikanischen Traum völlig. Zwischen Erwartung und Realität, Schein und Sein, liegen Welten. Das Buch erinnert mich irgendwie an den Film "American Beauty", auch wenn das Buch nicht so plakativ und überdreht die amerikanischen Vorstädte schildert, aber der Kernkonflikt ist der Gleiche. Der Roman zeigt eigentlich nur die pure Langeweile, was nicht besonders spannend ist. Spannend und faszinierend sind dagegen die sprachlichen Mittel, mit denen Yates diese Langeweile zur Implosion bringt.
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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Was geschieht, wenn man glaubt, einen Schmetterling geheiratet zu haben um dann neben einer Raupe im Bett aufzuwachen?, 15. März 2009
Von 
ludwigwitzani (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zeiten des Aufruhrs: Roman (Taschenbuch)
Der Kultstatus, den das vorliegende Buch seit seiner Erstveröffentlichung im Jahre 1961 innerhalb der gehobenen amerikanischen Literatur besitzt, verdankt sich einer Art literarischer Ersterkundung. Wir befinden in den glücklichen Fünfziger Jahren, als die Straßenkreuzer riesig waren und sich noch niemand Gedanken über zu hohe Spritpreise machen musste. Die Leute wohnten mit ihren Kindern in eigenen Häusern ( die sie auch abbezahlen konnten! ), hatten Arbeit und genossen den anhebenden Massenwohlstand der modernen Gesellschaft. Aber etwas stimmte nicht. Inmitten all der explodierenden Bequemlichkeiten der Moderne entdecken die Partner im Käfig der bürgerlichen Kleinfamilie sich plötzlich mit all ihren Schwächen und Marotten in einer solchen Genauigkeit, dass sie bald voneinander die Nase voll haben. Man glaubte, einen Schmetterling geheiratet zu haben und muss nun entdecken, dass es eine Raupe ist, die bis zum Ende des Lebens neben einem im Bett liegen wird.
Frank Wheeler, die Hauptfigur des Buches und ein aalglatter Bonsaiintellektueller, ist eine taube Nuss "auf der Suche nach seiner Bestimmung" ohne auch nur den leisesten Schimmer zu haben, was das sein könnte. Dafür nerven ihn seine Familie, seine Nachbarn, sogar seine Wald-und Wiesen-Geliebte und sein Beruf. Seine Frau April Wheeler ist eine unausgefüllte Hausfrau, deren psychologische Gemütslage zwischen "Ich liebe dich, wenn du lieb bist" und "Ich würde alles tun, damit Du dich nur entfalten kannst" hin- und herpendelt. Die beiden leben in der "Revolutionary Road" auf dem "Revolutionary Hill", einer Reihensiedlung in der Nähe von NYC und vertändeln ihre Freizeit mit Nachbarn, die die gleichen Probleme, nur noch eine Spur gewöhnlicher durchleiden. Denn ganz gleich ob es sich um die Wheeler, die Campbells oder die Givings handelt, alle Beziehungen zwischen den Paaren aber auch zwischen den Eheleuten sind auf eine schreckliche Weise gestelzt, jede Geste ist aufwendig inszeniert, jedes Gespräch eine Gratwanderung zwischen lauter Tretminen des Missverständnis, die bei aller Mühe dann doch immer wieder hochgehen und sich in exzessiven ehelichen Auseinandersetzungen entladen.
Die Handlung, die sich vor diesem Bühnenbild entfaltet und die die Wheelers schließlich in die Katastrophe führt, ist eigentlich nebensächlich. Ein infantiler Plan, den familiären Unzulänglichkeiten durch einen Umzug nach Paris zu entfliehen, wird wegen einer unerwarteten Schwangerschaft Aprils aufgegeben, in Wahrheit hatte Frank schon vorher jeden Wunsch nach einem so unberechenbaren Wechsel der Verhältnisse verloren. Der einzige, der den Wheelers ungeschminkt die Wahrheit dazu sagt, ist John Givings, der schizophrene Sohn der Maklerin, eine Art "Fratze der Wirklichkeit", der am Ende des Romans in der Irrenanstalt verdämmert, weil ihm keiner mehr zuhören will.
Ich habe dieses meisterhaft geschriebene und durch komponierte Buch an einem Wochenende mit Anteilnahme und Ergriffenheit gelesen. Blind müsste der Leser sein, der in Frank und April oder in den Nebenfiguren nicht auch sich selbst erkennen würde. Immer aufs Neue wird in dem vorliegenden Buch jene Archetypik des ehelichen Exzesses entfaltet, die fast jeder schon einmal erlebt hat. Sogar die steil abstürzenden Geburtenraten unserer niedergehenden Gesellschaften werden in dem Buch vorhergesagt, denn April Wheeler tötet in der Verzweiflung über ihr eheliches Desaster ihr ungeborenes Kind. Heute geschieht dies übrigens allein in Deutschland alljährlich 115.000 mal.
Was aber ist der Kern des Dilemmas? Wieso gerät die Ehe der Wheelers stellvertretend für fast alle Ehen der Gegenwart in eine solche Sackgasse? Was ist die Bedrohung und der Fluch, die über allen Ehen schwebt? Auch wenn Yates dies nicht ausdrücklich formuliert und viele Rezensenten anderer Auffassungen vertreten, meine ich: es ist das Unvermögen den Partner in seiner Beschränktheit anzuerkennen und wenn schon nicht dauerhaft zu lieben, so doch zu wenigstens ertragen. Einer der Nebenfiguren, dem alten und schwerhörigen Howard Givings, gelingt dies immerhin - wenngleich auf eine leider nicht verallgemeinerungsfähige Weise. Er stellt einfach das Hörgerät ab, wenn seine Frau das Haus betritt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Demontage des amerikanischen Traums, 27. November 2008
Von 
Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Oberflächlich betrachtet sind Frank und April Wheeler ein perfektes Paar. Mit ihren beiden Kindern wohnen sie in einem gepflegten Vorort von New York. Doch hinter der hübschen Fassade ihres Einfamilienhauses tut sich ein Abgrund auf. Frank langweilt sich in seinem Job als Werbetexter, April träumt vom Umzug nach Europa, die Eheleute sind zerstritten. Ihr Versuch, aus der Vorstadtidylle auszubrechen, endet für die beiden in einer Tragödie. In seinem 1961 erschienenen, von der Kritik hochgelobten Romandebüt Zeiten des Aufruhrs erweist sich Richard Yates als unbestechlicher Chronist des amerikanischen Alltags der 50er Jahre. Mit großer Präzision spürt er den Enttäuschungen einer Generation nach, die den amerikanischen Traum verachtet, ohne dabei die eigenen Lebenslügen zu erkennen. Der Roman, der lange Zeit in Vergessenheit geraten war und nach seiner Neuauflage zu einem Kultbuch avancierte, ist auch nach fast 50 Jahren kein bisschen gealtert ' auch wenn seine Figuren Petticoats tragen und Cocktails trinken, Jazz hören und Jitterbug tanzen. Ein packender Klassiker der Moderne ' bitterböse und komisch zugleich.
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