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Zeitbeben. 2 CDs
 
 
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Zeitbeben. 2 CDs [Audio CD]

Kurt Vonnegut , Denis Scheck , Harry Rowohlt
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Hoerverlag DHV Der GmbH (September 2001)
  • ISBN-10: 3895847356
  • ISBN-13: 978-3895847356
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 12,2 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.362.265 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kurt Vonnegut war nicht allzu begeistert über die erste Version seines neuesten (und, wie er meint, letzten) Buchs Zeitbeben, was teils Erlebnisbericht und teils hinübergeretteter Roman ist. So schreibt er in der Einleitung: "Mein ganz großer Fisch, der so sehr stank, hieß Zeitbeben." Das Buch sollte ursprünglich eine kosmische Wiederholung beschreiben, in der die ganze Welt ein Jahrzehnt genau so durchlebt, wie sie es bereits getan hat. Nach einem Jahrzehnt in einer kontinuierlichen Kreativitätssperre entschloß sich Vonnegut, das Schiff vorzeitig zu verlassen und soviel vom Wrack eines "Romans, der nie geschrieben werden wollte" zu retten wie er konnte. Er "filetierte" den großen, stinkenden Flunder, entnahm ihm seine besten Teile und kochte daraus einen "Eintopf", gewürzt mit Erinnerungen und persönlichen Anekdoten. Vonneguts Alter ego, Kilgore Trout, der Science-Fiction-Autor aus früheren Romanen (Schlachthof 5. Oder der Kinderkreuzzug, Galapagos, Breakfast of Champions), blickt ebenfalls zurück auf sein Leben als er Vonnegut nach der Wiederholung der Weltgeschichte auf einer Fete trifft. Beide Autoren diskutieren die Idee des gelähmten "freien Willens", den Verlust von geliebten Menschen, und warum "am Leben zu sein ein Haufen Scheiße ist". Obwohl Zeitbeben voll ist von Vonneguts unverwechselbarem Sarkasmus und schrulligem Scharfsinn, ist es kein rationaler Roman mit einer enggeknüpften Handlung und strenggelenkten Figuren. Es ist ein lockerer, flüssiggeschriebener Abschied von einem der beliebtesten Schreiber populärer Unterhaltungsliteratur in Amerika.

Zeitbeben soll Kurt Vonneguts letztes Buch sein, und obwohl es wahrscheinlich nicht ganz das sein wird, was der Leser von diesem alten Science-Fiction-Meister erwarten würde, ist es ein großartiges Buch. Die Prämisse ist ein "Zeitbeben", das im Raum-Zeit-Kontinuum stattgefunden hat, was jeden dazu zwingt, das Jahrzehnt zwischen 1991 und 2001 wieder zu durchleben. Da die Geschichte unveränderbar ist, befindet sich jeder während der Wiederholung quasi auf "Autopilot" und wiederholt seine Handlungen der "ersten" zehn Jahre. Nachdem die Zeit wieder auf die Normalzeit umgeschaltet hat, werden die meisten Menschen Opfer der "Post-Timequake Apathy" (PTA), der Nachzeitbeben-Apathie: sie sind ziemlich verwirrt, nicht nur über das, was während der letzten zehn Jahre geschehen ist, sondern auch über das, was als nächstes kommen wird. Zum Glück gibt es Kurt Vonnegut und sein erfundenes Alter ego, der fast in Vergessenheit geratene Science-Fiction-Schreiber Kilgore Trout, um alles zu erklären.

Betrachten Sie Zeitbeben, Kurt Vonneguts 19. und letzten Roman (wie er behauptet), als eine Ehrenrunde. Es ist ein selbstsicherer, letzter Trab um die Rennbahn für einen der Großen der amerikanischen Nachkriegsliteratur. Nach 40 Jahren hat Vonnegut seine öffentliche Rolle perfekt einstudiert, und es ist eine Freude -- wenn auch eine zahme -- zuzuschauen, wie er all seine Gangarten noch einmal durchgeht.

Zeitbeben ist eine Promenadenmischung, halb Roman, halb Erlebnisbericht -- das Ergebnis einer zehnjährigen Kreativitätssperre, ein Buch, "das nicht geschrieben werden wollte". Die Prämisse gehört zu Vonneguts Standardprogramm: "ein Zeitbeben, eine plötzliche Störung im Raum-Zeit-Kontinuum, veranlaßt jeden, ein zweites Mal genau das zu tun, was er während der letzten zehn Jahren getan hat, zum Guten oder zum Schlechten." Gleichzeitig werden die Lieblingstricks des Autors vorgeführt -- häufige Begegnungen mit dem leicht angeknacksten Science-Fiction-Schreiber Kilgore Trout, ein Hitchcock'scher Auftritt des Autors am Ende des Buchs, und die häufigen Betrachtungen des Autors über Liebe, Krieg und Gesellschaft.

Amazon.de-Hörbuchrezension

Kurt Vonnegut war nicht allzu begeistert über die erste Version seines neuesten (und, wie er meint, letzten) Buchs Zeitbeben, was teils Erlebnisbericht und teils hinübergeretteter Roman ist. So schreibt er in der Einleitung: "Mein ganz großer Fisch, der so sehr stank, hieß Zeitbeben." Das Buch sollte ursprünglich eine kosmische Wiederholung beschreiben, in der die ganze Welt ein Jahrzehnt genau so durchlebt, wie sie es bereits getan hat. Nach einem Jahrzehnt in einer kontinuierlichen Kreativitätssperre entschloß sich Vonnegut, das Schiff vorzeitig zu verlassen und soviel vom Wrack eines "Romans, der nie geschrieben werden wollte" zu retten wie er konnte. Er "filetierte" den großen, stinkenden Flunder, entnahm ihm seine besten Teile und kochte daraus einen "Eintopf", gewürzt mit Erinnerungen und persönlichen Anekdoten. Vonneguts Alter ego, Kilgore Trout, der Science-Fiction-Autor aus früheren Romanen (Schlachthof 5. Oder der Kinderkreuzzug, Galapagos, Breakfast of Champions), blickt ebenfalls zurück auf sein Leben als er Vonnegut nach der Wiederholung der Weltgeschichte auf einer Fete trifft. Beide Autoren diskutieren die Idee des gelähmten "freien Willens", den Verlust von geliebten Menschen, und warum "am Leben zu sein ein Haufen Scheiße ist". Obwohl Zeitbeben voll ist von Vonneguts unverwechselbarem Sarkasmus und schrulligem Scharfsinn, ist es kein rationaler Roman mit einer enggeknüpften Handlung und strenggelenkten Figuren. Es ist ein lockerer, flüssiggeschriebener Abschied von einem der beliebtesten Schreiber populärer Unterhaltungsliteratur in Amerika.

Zeitbeben soll Kurt Vonneguts letztes Buch sein, und obwohl es wahrscheinlich nicht ganz das sein wird, was der Leser von diesem alten Science-Fiction-Meister erwarten würde, ist es ein großartiges Buch. Die Prämisse ist ein "Zeitbeben", das im Raum-Zeit-Kontinuum stattgefunden hat, was jeden dazu zwingt, das Jahrzehnt zwischen 1991 und 2001 wieder zu durchleben. Da die Geschichte unveränderbar ist, befindet sich jeder während der Wiederholung quasi auf "Autopilot" und wiederholt seine Handlungen der "ersten" zehn Jahre. Nachdem die Zeit wieder auf die Normalzeit umgeschaltet hat, werden die meisten Menschen Opfer der "Post-Timequake Apathy" (PTA), der Nachzeitbeben-Apathie: sie sind ziemlich verwirrt, nicht nur über das, was während der letzten zehn Jahre geschehen ist, sondern auch über das, was als nächstes kommen wird. Zum Glück gibt es Kurt Vonnegut und sein erfundenes Alter ego, der fast in Vergessenheit geratene Science-Fiction-Schreiber Kilgore Trout, um alles zu erklären.

Betrachten Sie Zeitbeben, Kurt Vonneguts 19. und letzten Roman (wie er behauptet), als eine Ehrenrunde. Es ist ein selbstsicherer, letzter Trab um die Rennbahn für einen der Großen der amerikanischen Nachkriegsliteratur. Nach 40 Jahren hat Vonnegut seine öffentliche Rolle perfekt einstudiert, und es ist eine Freude -- wenn auch eine zahme -- zuzuschauen, wie er all seine Gangarten noch einmal durchgeht.

Zeitbeben ist eine Promenadenmischung, halb Roman, halb Erlebnisbericht -- das Ergebnis einer zehnjährigen Kreativitätssperre, ein Buch, "das nicht geschrieben werden wollte". Die Prämisse gehört zu Vonneguts Standardprogramm: "ein Zeitbeben, eine plötzliche Störung im Raum-Zeit-Kontinuum, veranlaßt jeden, ein zweites Mal genau das zu tun, was er während der letzten zehn Jahren getan hat, zum Guten oder zum Schlechten." Gleichzeitig werden die Lieblingstricks des Autors vorgeführt -- häufige Begegnungen mit dem leicht angeknacksten Science-Fiction-Schreiber Kilgore Trout, ein Hitchcock'scher Auftritt des Autors am Ende des Buchs, und die häufigen Betrachtungen des Autors über Liebe, Krieg und Gesellschaft.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ähnlich wie sein kürzlich viel zu jung verstorbener geistiger Bruder Douglas Adams hat auch der Humor Kurt Vonneguts offenbar seine Wurzel in abgrundtiefer Verzweiflung. Wenn man die Welt so sieht, wie sie ist, dann bleiben einem nur zwei Möglichkeiten: entweder verzweifelt man an ihr, oder man beschließt, sie nach Möglichkeit nicht übermäßig ernst zu nehmen. Zeitbeben ist ein großartiges Werk der Literatur des späten 20sten Jahrhunderts, und neben "Cat's Cradle" und Galapagos eine der gelungendsten Arbeiten Vonneguts. Wie immer kommt unsere Zivilisation - ja im Grunde der Mensch als ganzes - nicht sonderlich gut weg. Man sollte das Buch also nur lesen, wenn man es ertragen kann, den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Es hilft dann, wenn man auch sich selber nicht so übermäßig ernst nimmt. :-).

Wie bei fast allen Übersetzungen - und auf Vonneguts Arbeiten trifft das aufgrund gelegentlich recht diffiziler Wortspiele besonders zu - lohnt es sich das Original zu lesen, wenn man des Englischen mächtig ist. Man wird mit einem wahrlich ungewöhnlichen Leseerlebnis belohnt. Mein erstes Vonnegut Buch war vor drei Jahren "Sirens of Titan". Seitdem habe ich alle gelesen. An irgend etwas muß es liegen."

War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schade eigentlich 27. Mai 1999
Von Ein Kunde
Format:Hörkassette
Es müßte jedem klar sein, wenn er diese zwei Cassetten bestellt, daß es sich natürlich <b> nicht </b> um das komplette Buch "Zeitbeben" als Hörbuch handelt - und doch könnte man schwer enttäuscht nach 100 Minuten sich fragen: wieso habe ich dieses Geld ausgegeben? Unstrittig: die Übersetzung von Harry Rowolth ist ein Genuß, vollkommen zurecht gerade erst mit dem "Kurd Laßwitz Preis" ausgezeichnet. Und sein Vortrag auf dieser Cassette ist des Zuhörens wert: der manchmal zynische, verbitterte, bärbeißige, unnachgiebige Tonfall, den das Buch auszuzeichnen scheint, wird durch den Vortrag hervorragend interpretiert. Doch wer nach dem Genuß der ersten Cassette (auch in dem Bewußtsein, nur Ausschnitte zu hören) die zweite einlegt, wird vom, auf der Hülle eher schamhaft erwähnten, zusätzlichen Interview mit Vonnegut überrascht. Das heißt: nach knappen 60 Minuten (gestoppt habe ich das jetzt nicht) ist Schluß mit Zeitbeben. So interessant das Interview auch sein mag: die Angabe "2 Cassetten" ist einfach geschwindelt. Wer des englischen nicht mächtig ist, der hat ohnehin nichts davon, und andere mögen sich mehr "Zeitbeben" erwartet haben. Das "Harry Rowohlt liest aus", mit der Betonung auf "aus", das gehörte sowohl in den Titel des Hörbuchs als auch als Information auf diese Webpage. Damit keiner sagen kann, er hätte es nicht gewußt. Schade eigentlich, daß sich das Hörbuch nur auf wenige Fragmente eines fragmentarischen Romans beschränkt - also: obacht!
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Sarkastisches Mosaik 5. September 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Im Jahr 2001 verheddert sich das Universum beim Versuch, sich weiter auszudehnen. Es kommt zu einem Zeitbeben, bei dem die Zeit um zehn Jahre zurückspringt. Die Menschen erleben sie exakt so noch einmal - freilich ohne, denn sonst wäre dies nicht möglich, einen freien Willen zu haben. Zum zweiten mal im Jahr 2001 angekommen, verfallen sie in tiefe Apathie, weil sie nicht damit umgehen können, dass "der freie Wille wieder voll reinhaut."

Soweit die Grundidee von Kurt Vonneguts (2007 gestorben) letztem Roman aus dem Jahr 1997. Darum gruppieren sich Versatzstücke aus einer ersten Version der Geschichte, der weltfremde Science Fiction-Autor Kilgore Trout, der bereits in früheren Werken Vonneguts auftritt, Vonnegut selbst, seine Verwandten und diverse Figuren der Zeitgeschichte. Man muss es gleich sagen: "Zeitbeben" ist überhaupt kein Roman, sondern ein Mosaik aus Begebenheiten, mit denen Vonnegut die böse Welt zeichnet, in die man unfreiwillig geworfen wird, über die sich allerdings wunderbar sarkastisch herziehen lässt. Dabei nerven jedoch die allzu abseitigen unter den oft nur schwach zusammengekitteten Versatzstücke.

Vonneguts wie immer trocken und pointiert vorgetragene Propaganda hätte die Mogelpackung des Romanrahmens nicht benötigt, wäre in einer Sammlung von Essay oder einer Autobiographie besser aufgehoben gewesen. Vielleicht hätte er, wie bei "Schlachthaus 5" zwei Jahrzehnte gebraucht, um aus der starken Grundidee einen Roman zu machen. Die waren ihm leider nicht mehr vergönnt. Immerhin hat Harry Rowohlt das Buch bewährtermaßen schön übersetzt.
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