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ZeitGeist 2: Postmoderne Heimatkunde
 
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ZeitGeist 2: Postmoderne Heimatkunde [Broschiert]

Tobias Faix , Thomas Weißenborn , Peter Aschoff
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 319 Seiten
  • Verlag: Francke-Buchhandlung; Auflage: 1., Auflage (September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 386827121X
  • ISBN-13: 978-3868271218
  • Größe und/oder Gewicht: 24 x 16,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 516.118 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Heimat - über Jahrtausende war damit eine Konstante im Leben der Menschen verbunden. In den letzten Jahrzehnten hat sich das grundlegend verändert, nicht nur materiell, sondern auch im geistlichen Bereich. Heimat ist keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern etwas Flüchtiges geworden, eine Durchgangsstation, kein Lebensgefühl.
Als Postmoderne Heimatkunde beschäftigt sich dieses Buch aus einer theologischen Perspektive damit, wie wir in unserer sich stetig wandelnden Welt auf der Suche nach Heimat gerade in der Veränderung bei Gott ein Zuhause finden können. Das Buch stellt zentrale Fragen zum Geist der Zeit: Steht er gegen den Geist Gottes? Wird er vom Evangelium beeinflusst, oder ist es eher umgekehrt? Inwieweit sind Kultur und Evangelium voneinander abhängig? Es wird ein Blick in die Bibel und auf die ersten Gemeinden geworfen und daraus eine Prognose erstellt, wie wir Wege zu einem neuen Denken finden können. Lydia Oeser, jesus.de

Buchrückseite

Heimat – über Jahrtausende war damit eine Konstante im Leben der Menschen verbunden. In den letzten Jahrzehnten hat sich das grundlegend verändert, nicht nur materiell, sondern auch im geistlichen Bereich. Heimat ist keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern etwas Flüchtiges geworden, eine Durchgangsstation, kein Lebensgefühl. Als „Postmoderne Heimatkunde“ beschäftigt sich dieses Buch aus einer theologischen Perspektive damit, wie wir – in unserer sich stetig wandelnden Welt auf der Suche nach Heimat – gerade in der Veränderung bei Gott ein Zuhause finden können. „Das Buch stellt zentrale Fragen zum Geist der Zeit: Steht er gegen den Geist Gottes? Wird er vom Evangelium beeinflusst, oder ist es eher umgekehrt? Inwieweit sind Kultur und Evangelium voneinander abhängig? Es wird ein Blick in die Bibel und auf die ersten Gemeinden geworfen und daraus eine Prognose erstellt, wie wir Wege zu einem neuen Denken finden können.“ Lydia Oeser, jesus.de

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wenn es wahr ist, dass wir in einer pluralen und postmodernen Gesellschaft leben, dann braucht es ein Buch wie '"Zeitgeist 2.' Postmoderne Heimatkunde'", um ihr gerecht zu werden. 35 Artikel, über 20 Autoren, eine Vielzahl von Themen im Umfeld von Gesellschaft, Theologie und Kirche. Während so manche Bücher in der christlichen Szene nach wie vor an 'Rezipitivitis' leiden ('Endlich die Lösung für alle Ihre geistlichen und kirchlichen Probleme, auf nur 150 Seiten!'), trauen sich die Herausgeber hier programmatisch Unfertiges abzuliefern: Offene Überlegungen, gewagte Experimente, Gehversuche in neue Richtungen.
Bei aller Vielfalt besitzt der Sammelband einen gemeinsamen Nenner, die Frage danach, wie die christliche Botschaft inmitten der postmodernen Gesellschaft Ausdruck und Heimat finden kann. In diese Richtung zielte bereits der erste Zeitgeist-Band mit dem Untertitel 'Kultur und Evangelium in der Postmoderne'.

Dieser zweite Teil nähert sich nun einer 'Postmodernen Heimatkunde', indem in drei Abschnitten Veränderungen in den Bereichen 'Gesellschaft', 'Theologie' und 'Kirche/Spiritualität' behandelt werden. In einem vierten Abschnitt werden zahlreiche Beispiele der 'milieuorientierten Arbeit' vorgestellt, die versuchen, verschiedene Erkenntnisse der vorherigen Abschnitte in der Praxis umzusetzen.
Die Texte zur Gesellschaft widmen sich Themen von Globalisierung und Virtualisierung der Lebenswelt bis hin zum gesellschaftlichen Veränderungspotential der Ökumene. Die theologischen Kapitel behandeln u.a. Neuerungen in der neutestamentlichen Forschung (Third Quest und New Perspective on Paul), das Prinzip der Kontextualisierung, die Prägung und Perspektiven der 'Emerging Church' im deutschen Sprachraum. Die Artikel rund ums Thema Kirche befassen sich u.a. mit 'missionalem Gemeindeverständnis', mit Orten der Heiligkeit und dem Gemeinschaftscharakter der Kirche. Hinzu kommt eine Vielzahl von Praxisbeispielen: Gemeindeprojekte zwischen Großstadt und Dorf, soziale Arbeit und andere Initiativen.

Zugegeben: An manchen Stellen ist der rote Faden zwischen den Beiträgen eher dünn, insgesamt aber überzeugt das Konzept. Durch die Vielfalt der Artikel und Autoren bleiben die Gedanken beim Lesen in Bewegung. Das Buch lädt aufgrund dieser Zusammenstellung fast dazu ein, es immer wieder auch aus der Hand zu legen und über die Konsequenzen für die eigene Situation und Arbeit nachzudenken. Dringend empfohlen für alle, die neue Perspektiven und Anregungen für Gemeinde und Christsein inmitten der postmodernen Heimat suchen. Garantiert keine Rezepte!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Christen sollen das Salz in der Suppe sein. Doch in der globalen Welt funktioniert das 'Gemeinde Backen' nach den 'alten Rezepten' nicht mehr. Aber auch das Auftischen von 'amerikanischer Fertigkost aus dem Hause Willow-Creek & Co' bringt Menschen nicht automatisch auf den Geschmack nach dem 'Brot des Lebens'. Die Einfachheit war einmal. 'Kochen' sprich Reich Gottes bauen ist komplexer, vielschichtiger, bunter geworden. DAS Rezept, um Menschen mit dem Evangelium zu erreichen gibt es zurzeit nicht. Mit ZEITGEIST 2 präsentieren uns die geistlichen 'Nachwuchsköche' ein 318 Seiten starken Appetitanreger, sozusagen ein theologisches Grundkochbuch der Postmoderne. ZEITGEIST 2 will zur Diskussion anregen, Probleme aufzeigen, zur Suche ermutigen, Fragen stellen und vorsichtige Antworten geben. Die Lektüre besticht durch kernige Gesellschafts- und Weltanlysen, erhellende Milieustudien' einer ganzheitlichen Jesustheologie, die konkret, leiblich uns sozial in diese Welt hinein gelebt werden will. Die angebotenen 'Gerichte' zerfließt nicht immer auf der Zunge. Manches ist harte Kost und schwer zu beißen. Manches schmeckt (noch) ungewohnt und gehört bisher nicht auf unseren Speiseplan. ZEITGEIST 2 ist kein 'Theologie-Kochbuch-Marke-Weiterso', sondern ein postmoderner Dogmatikentwurf mit großem Praxisteil, der für Inspiration sorgt und zum Ausprobieren einlädt, damit möglichst viele Menschen die Qualitäten der christlichen Alternativgemeinschaft zu schmecken bekommen. Manches 'Gemeindebaumenü' scheint mir noch nicht ganz fertig gekocht, da bleibt der Magen leer. Es gibt 'Happen', die sind etwas süßlich verträumt geraten oder wirken noch etwas idealistisch und unreif. Alles in allem ein hoffnungsvolles 'theologisches Kochbuch', dessen ausgewählte Rezepte es sich lohnt zu lesen, zu diskutieren und nachzubacken und die ermutigen wollen Gemeinden zu bauen, wie Heinzpeter Hempelmann in seinem (auch noch um 23:40h) wachrüttelnden Vorwort schreibt, 'die nicht ideal, nicht perfekt, nicht Heimat-Gemeinden sind, sondern Gemeinden unterwegs, auf Zeit, als Notbehelf' für ein Glas Sprudel und eine Tasse Kaffee' Fehlerfreundlich, unvollkommen und gerade darin Hinweiser auf die eine große Heimat, das eine große Ziel, zu dem wir unterwegs sind.
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2 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schon im Vorwort dieses Buches bin ich mit einigen Gegebenheiten sehr unzufrieden.
Es werden Zitate bzw. Bibelstellen aus dem Zusammenhang gerissen und für die jeweiligen Aussagen instrumentalisiert.
Z.B. zeichnet der Autor ein düsteres Bild der "Gemeinde". Nämlich als eine düstere Manege des "Machtstrebens und der Selbstbehauptung" (s.S. 10).
Beleg dafür sei Mk 10 (Die Bitte der Zebedäus-Söhne zur Rechten und zur Linken Jesu im Reich Gottes zu sitzen). Diese Stelle eignet sich aus meiner Sicht aber wenig, um daraus ekklesiologische Rückschlüsse auf vereinzelt vorkommende Gemeindebegebenheiten wie z.B. "Machtmissbrauch oder Selbstbehauptung" zu ziehen. Diese Begebenheit zeigt schlicht und einfach, dass zwei der Jünger in der Umsetzung der Lehre Jesu über "Demut" versagten.
Das Vorwort spricht auch in einer Stelle von Mt 8. Die Aussage Jesu: "Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, wo er sein Haupt hinlegen kann" bezieht sich auf die Überlegungen, die ein Mensch machen sollte, bevor er Jesus nachfolgen möchte (was der Schriftgelehrte in diesem Kapitel grob vernachlässigte). Diese Aussagen vom Preis der Nachfolge heissen also, dass man die Kosten und Mühen und evtl. sogar die dazugehörenden Leiden mit überschlagen muss, bevor man Jesu Jünger wird, und kann im Sinne des Autors nicht negativ und allgemein auf eine sesshaft gewordene Ortsgemeinde angewandt, oder als ekklesiologisches Merkmale einer Gemeinde verwendet, oder gar als Rezept verstanden werden, "wie" Gemeinde zu sein hat.

Dieses theologische Vorgehen ist das Gegenteil von Exegese, nämlich Eisegese (griechisch für "Fehlinterpretation"), denn man liest etwas in den Text hinein, was dieser gar nicht sagen wollte.

Im Beitrag von Frau Brudereck (s.S. 172), der eher einem Plädoyer für den Buddhismus gleich kommt, hört man dann die Worte Hans Küngs verhallen: "Ohne Religionsfrieden kein Weltfrieden", wobei Frau Brudereck mehr Wert auf die humanistische Gesinnung legt, als auf die Errettung Jesu vom Bösen und die Erneuerung durch seinen Geist. Sie vertritt in diesem synkretistischen, telegrammartigen, und m.E. hohlen Beitrag die These, der Mensch könne sich aus seiner eignen Kraft ändern und die Welt durch eigene Anstregungen (durch gut sein) ändern. Wer sich diese kaugummilange Endlosschleife von eigenwillig-aneinandergereihten Worten durchliest wird zum gleichen Ergebnis gelangen wie ich.

Noch etwas zu dem ökumenischen Hintergrund dieser Beiträge in diesem Buch. An vielen Stellen, wie auch schon im ersten Band, sprechen sie offen und sehr positiv von der Ökumene, wobei auffallend ist, dass einerseits immer wieder polemisch über Gegner der Ökumene geredet wird, andererseits Ökumene aber nie richtig in ihrer wesentlichen Bedeutung erklärt wird.

Dieses Buch möchte sich mit Heimatkunde befassen, so kann man dem Untertitel entnehmen. Mir kommt es aber so vor, als würde der Ort der Gemeinde als "Heimat" von diesen Theologen verneint. Auch tun manche so, als seien sie über alles bisher dagewesene erhaben. Als ein Beispiel sei nur mal die oft eigenwillige Sprache (viele Fachtermini, langer Satzbau) genannt.

Abschliessend mein Urteil: ein sehr überflüssiges Buch, höchstens ein Stern
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