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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meine "Entdeckung des Jahres",
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Zeit zu sterben (Taschenbuch)
Für ihren wundervollen Roman "Zeit zu sterben" erhält Leena Lehtolainen von mir 5 Punkte - uneingeschränkt! Aus meiner Sicht stimmt da wirklich alles - und ich denke, da werden mir viele zustimmen können, denen die ruhigen, hintergründigen Krimis der nordischen Schriftsteller/innen gefallen. Meine Befürchtung, dass sich hinter dem Plot "Unscheinbare Sozialarbeiterin rächt misshandelte Frauen" eine sozialromantische Episode mit einem Einschlag falsch verstandener Emanzipation verbergen könnte, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt.Leena Lehtolainen gelingt es, ihre Ich-Erzählerin Säde als Menschen darzustellen, der ausgesprochen glaubwürdig mit sich und seinem Schicksal hadert und den Mut aufbringt, sich zu verändern und die Menschen in seiner (ihrer) Umgebung gleich mit. Dass es dabei Tote geben muss, liegt am Genre "Krimi" und doch kann man verstehen, wenn die Ermittlungen von Maria Kallio und ihre Kollegen/innen mehr oder weniger halbherzig erfolgen. Und dass es dann noch eine "Geschichte hinter der Geschichte" gibt, die die eigentliche Aufklärung der Geschehnisse beinhaltet, macht das Ganze richtig rund. Mehr davon! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Warum nicht einfach mal das Gewohnte durchbrechen?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zeit zu sterben (Taschenbuch)
Ein sehr nachdenklich stimmender Aspekt dieses Buches ist die recht eingehend beschriebene Gewalt, die tätliche Männer ihren Ehefrauen und Partnerinnen antun. Die meisten dieser Schilderungen erfolgen zwar rückblickend und im Rahmen von Erzählungen, aber gerade dadurch, dass sie nicht maßlos übertrieben sind, bekommen sie eine beklemmende Glaubwürdigkeit. Als Mann musste ich mich an manchen Stellen des Buches schon für das sogenannte "starke Geschlecht" schämen, weil man sich irgendwo bewusst wird, dass solche und ähnliche Geschehnisse mit Sicherheit täglich tausendfach auf der Welt vorfallen. Säde, die Hauptfigur des Buches, arbeitet in einem Frauenhaus und muss sich tagtäglich mit dieser traurigen Realität auseinandersetzen. Im Laufe des Buches beginnt die sonst sehr scheue und zurückhaltende Säde, sich einiger besonders brutaler und unverbesserlicher Männer anzunehmen und sorgt für deren Ableben. Säde ist dabei keine Killerin im klassischen Sinne. Sie geht nicht eiskalt, geplant und berechnend vor, sondern hilft eher dem Schicksal ein wenig auf die Sprünge. Die Morde ergeben sich meistens aus einer bestimmten Situation heraus. Ironischerweise hilft bei jedem dieser "Morde" auch eine ordentliche Portion Zufall mit. Es fiel mir als Leser sehr schwer, moralisch Stellung zu beziehen. Sädes Selbstjustiz ist mit Sicherheit nicht allein dadurch zu rechtfertigen, dass die Verblichenen allesamt unverbesserliche Schläger und eher zweifelhafte Persönlichkeiten waren. Auf der anderen Seite sind da die Opfer der Schläger, die neben den körperlichen Schmerzen auch mit schweren psychischen Leiden zu kämpfen haben. Gerade am Anfang des Buches wird Säde sogar mit dem Tod einer Klientin konfrontiert, die durch ihren brutalen Mann erschlagen wurde. Vor diesem Hintergrund kommt man doch ein ums andere mal ins Grübeln. Die Persönlichkeitswandlung, die Säde im Laufe des Buches durchläuft, ist intelligent beschrieben und hat auch einen ganz bestimmten Grund bzw. Auslöser, der aber nicht verraten werden soll. Die menschlichen Seiten der Figuren sind sehr liebevoll und sorgfältig geschrieben. Es fällt nicht schwer, eine Beziehung zu den Handelnden aufzubauen und mit ihnen Freude, Ärger und Angst zu teilen. In dieser Hinsicht habe ich besonders Säde und Kalle sehr gemocht. Das Buch ist eine pfiffige Geschichte mit interessanten Wendungen und einem in meinen Augen auch sehr befriedigenden Ende. Zugreifen lohnt sich! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
stimmungssicherer, sehr gut komponierter Roman aus Finnland,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Zeit zu sterben (Taschenbuch)
Dieses Buch ist mir gebraucht im Jahr 2004 von einer Freundin gegeben worden, mit der Bemerkung: "Ich hab das was ganz Interessantes gelesen, guck doch mal, wie dir das gefällt."Das Ergebnis: Seither habe ich es viermal gelesen, was bei mir nicht oft vorkommt, ich kann immer wieder hineintauchen, und beneide doch Jede/n, die/der es zum ersten Mal lesen darf. Auch in diversen Vorlesestunden vor unterschiedlichem Publikum habe daraus gelesen, es ist eine melancholisch-realistische Kriminal-, Liebes- und Entwicklungsgeschichte, die in Finnland spielt - kann zu jeder Jahreszeit verschlungen werden, passt jedoch besonders gut in den Herbst, finde ich. Viel Spaß beim Lesen!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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