Biographien können sehr langweilig sein - diese ist es nicht. Ich habe mich über Monate für eine Facharbeit mit Erich Kästner beschäftigt, und an biographischem Material war mir Kordons Buch am hilfreichsten. Die Geschichte, die er hier erzählt, ist spannend, und er erzählt sie so gut, dass man irgendwie dabei zu sein scheint, wenn der kleine Erich da an der Hand seiner Mutter zum Turnverein geht, um Mitglied zu werden, obwohl er dafür doch eigentlich noch viel zu jung ist.
Dies Buch schildert nicht nur aus Kästners Leben, ganz nüchtern, ganz neutral - meiner Auffassung nach ist es vielmehr auch eine Hommage an einen Schriftsteller, der zu Unrecht fast vergessen ist (nicht seine Kinderbüchern, zum Glück; aber wer hat schon den "Fabian" gelesen?).