Kurzbeschreibung
Zeit, das alles zu ändern. Zeit für das Leben. Zeit für die Menschen. Zeit für Zeit. Ich fordere als Währung Zeit. Weg mit dem Geld. Eine Währung für die ganze Welt. Gleiche Bedingungen für alle, überall. Es liegt an mir, was ich aus meiner Lebenszeit mache. Es herrscht freie Marktwirtschaft, denn in meiner Welt gibt es keine Landesgrenzen mehr, keine Zölle, keine Steuern, keinen Schmuggel, keine Schiebereien, keine Grenzkontrollen, keine Spionage, keinen Stacheldraht. Die Nachfrage bestimmt das Angebot, bestimmt den Preis. Es gibt keine Zinsen, keinen Zinseszins. Der unsägliche Irrglaube des ungebremsten Wirtschaftswachstums ist gebrochen, Qualität geht vor Quantität. Weg mit der Wegwerfgesellschaft; ich habe wieder Bezug zu den Gütern, mit denen ich mich umgebe, denn ich weiß genau, wie viele Stunden ich gearbeitet habe, um sie mir leisten zu können: eine Stunde Arbeit, eine Stunde Lohn. Verdient wird am Auftraggeber einer Dienstleistung, eines Produktes, nicht mehr am Arbeiter. Es gibt keine Ausbeutung mehr; vorbei ist die Sklaverei. Die Menschen bestimmen selbst, was sie machen wollen, sie leben und werden nicht mehr gelebt. Wir sind Menschen und können uns endlich den Aufgaben widmen, die für uns zuträglich sind. Wir haben die Materie überwunden. Vorbei ist der Existenzkampf, seine Angst, seine Verzweiflung, der Stress und die Qual, die er mit sich brachte." (...)
Hintergrund zu ZEIT FÜR ZEIT
Als am 9. November 1989 die Berliner Mauer fiel, jubelten viele deutsche Intellektuelle, dass nun die Zeit gekommen sei, in der es keine Utopien mehr brauche. Das bessere System hätte sich durchgesetzt. Wohin uns dieses Denken geführt hat, wissen wir jetzt: die Probleme sind größer denn je.
Herb Buchlowski und Andreas Friedrich Halle haben diesem Irrglauben bereits 1999 eine konkrete Utopie entgegengesetzt. Sie haben diese im Jahr 2002 in der Berliner Akademie der Künste präsentiert und als einen der wenigen deutschen Beiträge bei der Utopian World Championship 2004 eingereicht. Darüber hinaus haben die Autoren ihr Werk bei den International Utopian Studies Conferences in Madrid (2003) und Porto (2004) einer internationalen Fachwelt vorgestellt. Auch bei diesen Jahrestreffen der europäischen Utopian Studies Society fiel auf, dass kaum Teilnehmer aus Deutschland vertreten waren. Das lässt tief blicken. Ein Volk, dass seine Utopien aufgegeben hat, kann sich nicht wirklich weiter entwickeln.
Aktuell wie nie zuvor nimmt ZEIT FÜR ZEIT seine Leserinnen und Leser mit in eine Welt, in der Träumen ausdrücklich erlaubt ist. Entdecken Sie jetzt die Kindle-Ausgabe von ZEIT FÜR ZEIT und lassen Sie die Zeit wieder aufleben, in der Utopien auch für einen Aufbruch in eine neue bessere Welt standen.
