Zeit für Boogie ist ein Dokumentarfilm über die norddeutsche Blues und Boogie Szene. Während des Films begleitet man diverse Musiker zu verschiedenen Konzerten, erlebt sie Backstage, in Interviews, on Stage und erlebt dabei Vollblutmusiker, die ihr Handwerk verstehen. Dabei ist die Kamera immer nah dran und man hat das Gefühl mit den Musikern direkt auf der Bühne zu stehen. Was mir auch angenehmm aufgefallen ist, dass die Musiker einfach wunderbar improvisieren und das jedes Kapitel des Films einen anderen Erzählrythmus hat. Dadurch hebt sich die Doku wohltuend von anderen Konzertfilmen, die ja meist nur in einer Location aufgenommen worden sind, ab. Des Weiteren fande ich es auch mal schön unverbrauchte Musiker zu sehen. Von einigen wird man bestimmt bald noch mehr sehen und hören. Die Bild und Tonqualtät ist für einen Independent Film erstaunlich gut. Der Sound hämmert ordentlich rein. Darauf kommts bei einem Musikfilm auch an.
Mein Fazit lautet daher: Tolle, informative Doku und Konzertfilm mit unverbrauchten Darstellern für Musikliebhaber, die ein sympathisches Bild von der norddeutschen Boogie und Blues Szene zeichnet. Kauftipp.