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am 7. August 2014
Die Autorin Cordula Broicher schrieb in ihrem Roman das Leben einer Frau, die nach dem Tod ihres Mannes durch Selbstvorwürfe vergisst ihr Leben zu leben und sich selbst sucht. „Die Zeit danach“ ist ein spannender Unterhaltungsroman, der je eine Prise Krimi, Humor und Liebe enthält.

Anna Kaspers, Kinderärztin, lebt mit einer ihrer beiden Töchter und ihrem Hund Snoopy unter einem Dach. Mittlerweile ist Anna seit zehn Monaten Witwe, dennoch quält sie sich mit Vorwürfen. Wie kam es zum Selbstmord ihres Mannes Joachim? Hätte sie vielleicht seinen Tod verhindern können? Ihre Freundinnen aber auch ihre Tochter versuchen sie von ihren Grübeleien und Selbstvorwürfen zu befreien, damit sie wieder nach vorne blicken kann.
Bei ihrer ersten Begegnung mit den Buchhändler Thomas Wegener verändert sich Anna, sie verliebt sich in den attraktiven und sympathischen Mann. Überstürzt verlässt sie überstürzt die Buchhandlung, sie möchte am liebsten ihre Gefühle verdrängen. Als Anna wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, verändert sich ihre Sicht und beginnt über ihr bisheriges Leben nachzudenken.

Die Autorin hat mich mit ihrem angenehmen Schreibstil begeistert und richtig gefesselt, obwohl erst im Laufe der Geschichte die Spannung richtig ansteigt. Sie baut geschickt aktuelle Ereignisse ein, ich konnte mir die Gärten der Landesgartenschau von Zülpich gut vorstellen. Wunderbar und stimmungsvoll vermittelt sie die Eindrücke eines Konzerts der Wise Guys.
Die Protagonisten sind authentisch und detailliert beschrieben, so konnte ich mir sofort in Anna hineinversetzen und sie begleiten. Anna, 46, hat bisher ihre Vergangenheit verdrängt und diese noch nicht aufgearbeitet. Mir gefielen die Rückblenden, so erhält der Leser einen guten Einblick in ihr Leben. Sie sieht ihre Liebe zu Joachim durch eine rosarote Brille, hat ihm immer den Rücken frei gehalten und seine Wünsche von den Lippen abgelesen, leider hat sie sich dabei selbst vergessen, sie sorgte sich immer um Familie und kümmerte sich um ihr Haus und arbeitete als die Töchter älter wurden. Anna hat ein interessantes Hobby, sie fertigt in ihrer Freizeit Quilts, dabei kann sie wunderbar abschalten und sich entspannen. Mit den verwendeten Farben und unterschiedlichen Stoffen, gelingt es ihr ihre Gefühle auszudrücken, dabei gelingen ihr mit Liebe gearbeitete Meisterwerke. Doch ihre Selbstzweifel, ihre Schuldgefühle und Vorwürfe zerfressen sie fast, erst als sie Thomas kennenlernt, beginnt sie wieder zu leben.
Die beiden nähern sich langsam an, aber bereits bei ihrer ersten Begegnung haben sich beide in einander verliebt. Durch ihre Liebe zu Thomas gelingt es Anna, die Vorwürfe über Joachims Tod abzulegen. Sie beginnt im Leben ihres verstorbenen Mannes herumzuspionieren. Kannte sie ihren Mann überhaupt bzw. wieso hat er sich so von der Familie abgewendet?
Auch Annas Töchter sowie ihre beiden Freundinnen werden gut beschrieben. Annas Hund Snoopy ist mir richtig ans Herz gewachsen, er lockert die Situationen immer wieder auf.
Spannend fand ich die eingebauten Mordgedanken, die dem Leser zu rätseln einladen, wer könnte zu solchen Taten fähig sein?

„Die Zeit danach“ ist ein gelungener Unterhaltungsroman, der mich von Beginn an gefesselt und begeistert hat. Der Spannungsroman ist der ideale Begleiter für den Urlaub!
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am 26. September 2014
Die 46jährige Anna Kaspers hat vor kurzem ihren Ehemann verloren. Auch wenn seine Praxis als Internist sehr gut lief, hat Joachim Kaspers scheinbar keinen anderen Ausweg gesehen als sich das Leben zu nehmen. Noch 10 Monate nach seinem Tod quält sich Anna mit der Frage „Warum?“ und ob sie seinen Tod hätte verhindern können.

Ihre beiden Töchter sind ihr bei der Vergangenheitsbewältigung keine große Hilfe, lediglich der Irische Wolfshund Snoopy hilft Anna auf den Spaziergängen den Kopf frei zu bekommen.

Als in Zülpich eine neue Buchhandlung eröffnet lernt Anna den attraktiven Junggesellen Thomas Wegener kennen und beide finden sich auf Anhieb sympathisch. Um sich auf eine Beziehung einlassen zu können muss Anna mit ihrer Vergangenheit abschließen. Gerade als sie denkt sich auf dem richtigen Weg zu befinden gerät sie unter Mordverdacht.

Was hat Anna mit dem Selbstmord ihres Mannes zu tun, war es vielleicht gar kein Selbstmord sondern Mord und kann sie sich vom Verdacht reinwaschen?

Fazit:

Cordula Broicher selbst beschreibt ihren Roman als „Spannungsroman“.

Zitat:

>>Ein Roman, der nicht in die gängigen Genres einzuordnen ist. Ein Unterhaltungsroman mit Tiefgang, einer guten Portion Krimi, einem Schuss Humor und natürlich kommen auch die Gefühle nicht zu kurz. <<

Anna quält sich mit Vorwürfen ob sie den Selbstmord ihres Mannes hätte verhindern können. Joachim war Internist in seiner eigenen gut gehenden Praxis in Zülpich und augenscheinlich gab es keinen Grund für seinen Selbstmord. Nach so vielen Ehejahren ist man nicht mehr turtelnd verliebt, sie führten eine ganz normale Ehe mit Höhen und Tiefen. Anna arbeitet halbtags als Kinderärztin in einer anderen Praxis.

Die Töchter Rebecca und Katharina sind Anna keine große Hilfe bei der Bewältigung ihrer Vergangenheit. Von Rebecca bekommt Anna nur Vorwürfe zu hören, sie sperrt sich gegen ihre Mutter und stellt ihren Vater auf ein Helden-Podest. Da Rebecca nicht mehr zu Hause wohnt, ist der Kontakt auf ein Minimum zurückgegangen.

Katharina ist das genaue Gegenteil, sie sieht ihren Vater nicht als Helden und versucht ihre Mutter wieder ins normale Leben zu führen.

Gott sei Dank hat Anna 2 „beste Freundinnen“, die sie ab und an mal mitziehen zu gemeinsamen Unternehmungen. Auf einer Ausstellung lernt sie Thomas Wegener kennen der sich sehr für Anna interessiert. Um sich auf eine neue Beziehung einlassen zu können, muss Anna zuerst mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen haben – behutsam hilft Thomas ihr bei der Verarbeitung.

Immer wieder wird der Leser mittels kursiver Schrift in die Gedankengänge einer Frau eingeweiht. Es handelt sich um eine enge Vertraute von Joachim, die seinen Tod rächen möchte. Um wen handelt es sich bei dieser „kursiven Frau“?

Ist Anna eventuell eine multiple Persönlichkeit?
Handelt es sich im Tochter Rebecca, die den Tod ihres Helden-Vaters nicht verkraftet oder wer verbirgt sich hinter diesen Rachegelüsten??

Das Buch bietet genau das, was die Autorin Cordula Broicher verspricht:

Ein Roman der den Leser gut unterhält und sich sehr schön flüssig liest.
Ein Roman der Tiefgang hat.
Ein Roman mit einer guten Portion Krimi: Wer ist die Frau die den Tod Joachims rächen möchte und war Joachims Tod überhaupt ein Selbstmord oder war es gar Mord?
Ein Roman mit einem Schuss Humor: Am meisten musste ich über Snoopy schmunzeln. Der hat die Gabe immer und überall im Weg zu liegen, an Türrahmen zu rennen oder seinen nassen Kopf auf das Frauchen legend diese in Verlegenheit zu bringen. Ich fand ihn ein klein wenig unerzogen, aber das sind meine Hunde in manchen Situationen auch schon mal. J

Nicht zuletzt kommen auch die Gefühle im Roman nicht zu kurz denn die Aufs und Abs in der Beziehung zwischen Anna und Thomas kann der Leser vom ersten bis zum letzten Moment miterleben. Und da Gefühle nicht immer nur rosarot und lieblich sind, kann man über Tochter Rebecca manchmal nur den Kopf schütteln. Ich hätte sie gerne mal genommen und geschüttelt, wie kann man nur mit so großen Scheuklappen durchs Leben gehen.

Das größte Fazit das man aus der Geschichte ziehen kann:

Man kann sehr lange mit einem Menschen liiert/verheiratet sein und trotzdem nicht alles von ihm/ihr wissen. Und das obwohl man von seinem Partner denkt man würde ihn/sie in- und auswendig kennen.
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am 7. April 2014
Kurze Inhaltsangabe:
Auch zehn Monate nach dem Tod ihres Mannes quält sich Anna Kaspers immer noch mit Selbstvorwürfen.
Was hat den erfolgreichen Zülpicher Internist in den Selbstmord getrieben? Und warumhat erkeinen Abschiedsbrief hinterlassen? Und vor allem: Hätte sie seinen Tod verhindern können?
Was ihren Freundinnen nicht gelang, schafft Thomas Wegener, der Anna aus dr Ihrer Endlosschleife von Selbstvorwürfen und Grübleien reißt. Doch als sie endlich glaubt, mit der Vergangenheit abschließen zu können, steht die Polizei vor ihrer Tür und ihre schlimmsten Bfürchtungen werden wahr.
(Quelle: Qindie, Klappentext "Die Zeit danach" von Cordula Broicher)
Schreibstil:
Absolut spannend! Absolut fesselnd! Absolut überraschend! Ein grandioses Buch, ein grandioser Krimi, eine grandiose Spannungslektüre! Diese Story ist einfach wunderbar erzählt. Die Geschichte von Anna Kaspers ist weich, einfühlsam und einfach rührend erzählt, sie zeugt aber auch von viel Kraft, Stärke und Durchhaltevermögen. Dann die Passagen, die den Täter und seine Vorgehensweise beschreiben. Sie sind düster, voller Hass und Selbstzweifel und der Leser, weiß bis zum Schluß nicht, mit wem er es zu tun hat. Brillant!
Die Protagonisten sind so detailliert und realitätsnah beschrieben, das man mit ihnen wirklich jeden Weg mitgeht und mitfiebert. Sie sind schlicht und ergreifend authentisch.
Eigene Meinung:
Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das als Spannungsroman betitelt wurde. Ich habe Krimis, Thriller, Schocker und vieles mehr aus diesem Genre gelesen und lies mich überraschen und was soll ich sagen? Die Überraschung ist mehr als gelungen und ich weiß nun, warum dieses Buch ein Spannungsroman ist! Er ist einfach spannend von der ersten bis zur letzten Seite :) .
Mir haben auch die Protagonisten sehr gut gefallen und die Details beeindruckt. Ich konnte mich sehr gut einfühlen und reindenken und es großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und die Geschichte zu erleben.
Ich empfehle dieses Buch jedem Spannungsliebhaber und gebe fünf verdiente Sterne.
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am 29. September 2014
Zehn Monate sind seit dem Selbstmord von Annas Mann Joachim vergangen, als sie den Buchhändler Thomas Wegener kennenlernt. Als sie in der Lage ist, Gefühle wieder zuzulassen, steht die Polizei vor der Tür und die Vergangenheit holt sie ein.

Das Buch von Cordula Broicher befasst sich mit der Auseinandersetzung mit dem Selbstmord des Partners und Vaters sowie mit der Frage nach einer möglichen Schuld. Als Anna Kaspers sich beinahe ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes in Thomas Wegener verliebt, hat sie Angst, ihren Gefühlen nachzugeben: was werden die Anderen denken, daß sie jetzt schon eine neue Beziehung eingeht? Was werden ihre Töchter dazu sagen? Hätte sie damals mehr tun können und müssen, um Joachims Selbstmord zu verhindern? Hat sie überhaupt ein Recht darauf, glücklich zu sein?

Als plötzlich die Polizei vor der Türe steht und Zweifel an Joachims Freitod aufkommen, werden Anna und ihre Töchter gezwungen, sich intensiv mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Sehr gefühlvoll beschreibt die Autorin, wie unterschiedlich die einzelnen Familienmitglieder dieses traumatische Erlebnis verarbeitet haben bzw. wie sie mit der neuen Situation und Erkenntnis umgehen. Nach und nach erfährt der Leser immer mehr Details aus der Ehe zwischen Anna und Joachim. Da ich im Bekanntenkreis einen sehr ähnlichen Fall hatte, kann ich sagen, daß die Zweifel und Ängste von Anna sehr authentisch beschrieben sind.

Anna ist getrieben von Zweifel und Schuldgefühlen, immer nimmt sie alle und jeden in Schutz und vergisst darüber ihre eigenen Bedürfnisse. Daher haben mir ihre Freundinnen Charlotte und Lilly sehr gut gefallen, denen es immer wieder gelingt, Anna zu erden. Sie hat übrigens ein sehr schönes Hobby, das Quilten, das ihr ebenfalls über schwere Stunden hinweghilft.

Thomas Wegener, der attraktive und sympathische Buchhändler, war mir anfangs ein wenig zu forsch bei seinen Annäherungen an Anna, aber je näher ich ihn kennengelernt habe, umso besser hat er mir gefallen, da er ihr auch eine tröstende Schulter bietet, wenn sie es dringend braucht. Außerdem ist er ein sehr guter Beobachter.

Die Handlung wird immer wieder durch kursive Einschübe unterbrochen, in denen es um die Rache einer Frau für den Tod von Joachim geht. Diese unbekannte Frau (ist es Anna?) gibt der Handlung zusätzliche Spannung und deckt Dinge auf, von denen die Familie niemals etwas geahnt hatte. Das Ende ist gelungen, es rundet die Geschichte perfekt ab und läßt dennoch Spielraum für eigene Gedanken.
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Fast ein Jahr ist es her, dass sich Anna Kaspers Ehemann Joachim, 49, ein erfolgreicher Arzt, das Leben genommen hat, Kinderärztin Anna, 46, lebt immer noch in einer Art Zwischenwelt. Zwar ist sie im Begriff, ganz zaghaft eine neue Beziehung mit dem etwas jüngeren Buchhändler Thomas Wegener einzugehen, doch das Kapitel „Joachim“ ist für sie noch lange nicht abgeschlossen. Immer wieder fragt sie sich, ob sie seinen Suizid nicht hätte verhindern können. Welche Zeichen hat sie übersehen?

Als sie endlich seinen Papierkram in Angriff nimmt, ist sie schockiert: In mehr als einer Hinsicht hat ihr Mann ihr jahrelang etwas vorgemacht. Während sie ihn auf Fortbildungsveranstaltungen wähnte, ist er durch halb Europa gereist. Tat er dies alleine? Und warum betrieb er ein harmloses Hobby heimlich? Was hat er sonst noch vor ihr verborgen?

Plötzlich stehen zwei Kriminalbeamte mit einem Durchsuchungsbeschluss vor der Tür und räumen Joachims Arbeitszimmer leer. Mehrere Ärzte aus der Umgebung sind in den letzten Monaten eines gewaltsamen Todes gestorben und alle hatten in irgendeiner Form mit Joachim Kaspers zu tun.

Auf einmal ergeben auch die in kursiver Schrift in die Handlung eingestreuten inneren Monologe einer Unbekannten einen Sinn. Und nun stellen sich der Polizei – und dem Leser – einige Fragen:

• War auch Joachim Kaspers ein Opfer dieser Mordserie?
• Hat Anna etwas mit den Todesfällen zu tun oder ist sie selbst in Gefahr?
• Möchte ihr jemand die Taten in die Schuhe schieben?
• Wie passt Tochter Rebecca, ebenfalls Ärztin, ins Bild? Sie hat ihren Vater vergöttert und ihre Mutter gehasst.

Beim Weiterlesen kommt man auf die verrücktesten Verdächtigungen. Hat die Heldin am Ende eine multiple Persönlichkeitsstörung und tötet, ohne es zu wissen? Macht sie uns nur etwas vor? Oder ist alles doch ganz anders? Was wirklich hinter der Geschichte steckt, zeigt sich in einem dramatischen „Showdown“.

Trotz des mörderischen Handlungsstrangs ist DIE ZEIT DANACH kein reinrassiger Krimi. Auf dem Cover steht ja auch „Spannungsroman“. Der Fokus liegt eindeutig auf Anna Kaspers Neuorientierung. Der Tod ihres Mannes hat sie mit Macht aus ihrer Komfortzone katapultiert. Dass die einst leidenschaftliche Beziehung zu ihrem Mann mit der Zeit zu einer platonischen Wohngemeinschaft mutiert ist, hat sie einfach so hingenommen. Das lief angenehm stressfrei, und so hatte keiner von beiden die Absicht, daran etwas zu ändern.

Jetzt erst, seit sie Thomas kennt und angefangen hat, in Joachims Leben herumzuspionieren, beginnt Anna, sich mit ihrem bisherigen Leben auseinanderzusetzen. Was hat sie überhaupt gewusst von ihrem Mann? Und was ist schief gelaufen in der Beziehung zu ihrer ältesten Tochter?

Manchmal fragt man sich, ob Anna nicht eigentlich viel härter sein müsste. Eine Ärztin, die seit Jahr und Tag neben ihrem Beruf das Leben ihrer kompletten Familie managt, weil der Gatte sich daheim um nichts gekümmert hat, lässt sich ständig von naseweisen, übergriffigen und gehässigen Mitmenschen in ihr Leben reinreden und rechtfertigt sich vor Hinz und Kunz? Manche dieser Gestalten würde man am liebsten mal ordentlich auf den Pott setzen, damit Schluss ist mit diesem ungehörigen Benehmen.

Wenn man schon anfängt, in die Handlung eingreifen und der Romanheldin helfen zu wollen, ist das ein Zeichen dafür, dass der Autorin eine lebendige und glaubhafte Personenzeichnung geglückt ist.
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TOP 500 REZENSENTam 26. Juni 2014
Kriminalroman? Liebesgeschichte? Gegenwartsroman? Familiengeschichte? Der Roman ist keines davon und doch von jedem Genre ein bisschen. Genau dieser Verknjüpfung der unterschiedlichen Ansätze macht seinen Reiz aus.
Anna ist Kinderärztin. Sie lebt mit ihrer volljährigen Tochter Katharina und ihrem Hund Snoopy zusammen im Haus. Oft aber wandern ihre Gedanken zu ihrem Mann Joachim, der ebenfalls Arzt war und sich vor 10 Monaten das Leben genommen hat.
Dann aber macht ein neuer Buchladen auf. Schon beim ersten Besuch reagiert Anna auf Thomas Wegener, den Besitzer. Sie will es aber nicht wahrhaben und verlässt überstützt den Laden.
Die Autorin hat eine teils ernste, teils humorvolle Gegenwartsgeschichte geschrieben. Die Protagonisten sind ausreichend charakterisiert. Anna hat die Vergangenheit noch nicht aufgearbeitet und sieht ihre Ehe im verklärten Licht, obwohl ihr ihre Freundinnen häufig Denkanstöße geben.
Das Buch hat aber eine zweite Seite. In etlichen kursiven Abschnitten erzählt eine Frau, wie sie sich an all den Personen rächt, die sie für den Tod von Joachim verantwortlich macht.
Ausführlich wird im Buch Annas Hobby beschrieben. Sie fertigt Quilts an. Die Handarbeit ist für sie Entspannung, für ihre Freundinnen sind Annas Werke kleine Kunststücke.
Das Buch lässt sich zügig lesen. Der Schreibstil ist der jeweiligen Situation angepasst. Viele Stellen haben mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Die Autorin beherrscht den Umgang mit Metaphern. Der aufmerksame Leser wird sehr schöne Sprachbilder und ungewöhnliche Vergleiche entdecken. Geschickt hat mich die Autorin mit einbezogen bei der Suche nach der Mörderin. Kandidatinnen gibt es mehrere.
Durch kurze Rückblenden in die Vergangenheit erfahre ich nicht nur Stationen aus Annas Leben, auch Thomas Wegener ist schon durch Tiefen gegangen. Sehr behutsam wird die Annäherung zwischen den beiden geschildert. Es ist der zarte Versuch eines Neubeginns.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auf eindrucksvolle Weise und fast mit leichter Hand hat die Autorin gezeigt, wie lange nach einem Schicksalsschlag ein Neubeginn dauern kann. Gleichzeitig wird der Wert von Freundschaft und Beistand deutlich.
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am 19. Juni 2014
Meinung
Das Erste, was mir bei diesem Buch ins Auge gefallen ist:
Auf dem Cover von "Die Zeit danach" steht "Spannungsroman". Ich muss ehrlich sein, ich konnte am Anfang nicht viel damit anfangen, denn irgendwie gibt es ja in jeder Geschichte Spannung auf die eine oder andere Art und Weise. Als ich zu lesen begann und dann immer weiter in die Geschichte eintauchte, dachte ich, dass es ein Krimi sein müsse. In dem Moment, als die letzte Seite gelesen war, das letzte Wort in Gedanken verklungen, wusste ich, was ich hier gelesen hatte. Und es war keins von beiden. Aber beginnen wir am Anfang.

Der Beginn der Geschichte hatte mich sofort gepackt und ließ mich nicht wieder los. Ich musste wissen, was um Anna Kaspers, die Hauptprotagonistin, los ist. Cordula Broicher schafft es ohne Probleme, mich als Leser in ihren Bann zu ziehen und sorgt mit einer wirklich lebhaften, bildgewaltigen, farbenfrohen Sprache dafür, dass man ihren angenehm weichen und natürlichen Schreibstil in sich aufsaugen will. Cordula Broichers Erzählweise ist so einprägsam, dass ich auch nach etwas längeren Lesepausen problemlos wieder in die Geschichte rein fand und direkt von der Handlung gefangen genommen wurde. Als hätte ich in einem Film auf Pause gedrückt und würde ihn nun weiter laufen lassen.

Natürlich hab es hier Spannung, auch wenn ich persönlich fand, dass diese nicht unbedingt die meiste Aufmerksamkeit benötigte. Sie war vorhanden und hielt sich bis zum Ende hin konstant auf gleicher Höhe. Nach einer Weile des Lesens war mir zwar klar, auf was die Geschichte am Ende hinauslaufen sollte.Aaber dennoch war der Weg bis zum Ende hin so interessant und realistisch erzählt, dass es mir eine Freude war, ihn mit Anna bis zum Schluss gehen zu dürfen.

Die Hauptprotagonistin, Anna Kaspers, ist eine gestandene Frau in der Blüte ihres Lebens, die einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten muss. Ihr Mann hat sich vor fast einem Jahr das Leben genommen, ohne Abschiedsbrief oder sonst dergleichen. Schuldgefühle und Selbstzweifel prallen auf Lebensfreude und Hoffnung. Die seelischen, inneren Prozesse, die in Anna ablaufen und zu ihrer Entwicklung beitragen, sind offen und für mich jederzeit nachvollziehbar gewesen. Es ist erstaunlich, wie glaubhaft und realistisch die Gefühlsebene hier in die "normale" Handlung mit eingewoben wurde, um letztendlich fest vernäht zu werden.
Aus dem Seelenleben, dem Familienleben und dem Liebesleben wurde ein Quilt, auf dem die Farben explodieren und sich mit Sorgen und Problemen mischen, nur um am Ende zu einem perfekten großen Ganzen zu werden. Ein Quilt, den man an die Wand hängt und bei jedem betrachten etwas Neues entdeckt.

Ein ganz großer Pluspunkt von meiner Seite her ist das Alter der Protagonistin. Anna ist 46 Jahre jung und steht mitten im Leben. Sie hat viel erlebt, gesehen und weiß, was sie will. Sie ist keine Frau, die sich einfach mal schnell auf etwas einlässt und so dauert es auch eine Weile, bis Thomas ihr näherkommt. Gerade diese Vorsicht hat sie in meinen Augen noch sympathischer gemacht.

Es gab zwar diese Funken und das Gefühl der gegenseitigen Anziehung (oder des Ausziehens? ;-) ), aber es wurde überlegt. Soll ich das wirklich tun? Kann ich das überhaupt? Bin ich bereit dafür? Diese Entwicklung dauert die komplette Geschichte über und sorgt dafür, dass der Roman zu etwas ganz Besonderem wird. Keine 16jährige Einzelgängerin, die seltsam ist und sich in den hübschesten Typen auf dem Planeten verliebt.
Nein, es ist eine Frau, die zu ihrem Alter steht, die das eine oder andere Fältchen hat und dennoch ohne Probleme zu einem Freiluftkonzert geht. Sie schämt sich nicht, Anna genießt das Leben und das kommt bei "Die Zeit danach" viel ergreifender und einprägsamer rüber, als das es auch nur eine Teenieschnulze hätte schreiben können.

"Die Zeit danach" ist weder Spannungsroman noch Krimi, auch keine Liebesgeschichte im eigentlichen Sinne. Es ist die Entwicklung einer Frau, die nach vielen Jahren gleichgültiger Ehe, einem unerwarteten Schicksalsschlag und einer nervenaufreibenden Zeit danach endlich wieder zu sich selbst findet.
Eine Frau, die ihr eigenes Selbst in frühen Jahren verloren hat. Aufopferung für Mann, Kinder, Haus, Arbeit und dennoch war sie zufrieden. Nicht unbedingt glücklich, aber sie wusste, was sie hatte und das hat sie geschätzt. Und trotzdem merkt sie, dass es weiter geht, gehen muss. Dass das Leben nicht einfach aufhört und man nach dem Tod eines geliebten Menschen nur existiert, sondern dass man sich selbst auch weiterentwickelt kann, sogar muss, um nicht unterzugehen in alten Gewohnheiten, Schuldgefühlen und unangebrachten Selbstzweifeln.

Cordula Broicher beweist nicht nur bei ihrem Schreibstil und des Seelenlebens von Anna, dass sie ein großes Repertoire an Möglichkeiten und verschiedenen Facetten ihr Eigen nennt. Alle Nebencharaktere, egal wie oft sie auftreten, besitzen ihre eigene Tiefe. Geprägt durch Macken und Eigenheiten sind sie genauso wichtig für die Handlung, wie Garn für einen Quilt. Annas Töchter könnten verschiedener nicht sein und dennoch liest man heraus, dass sie sich lieben, egal was passiert.

Zusammenhalt gibt es auch zwischen Anna und ihren zwei besten Freundinnen, auch wenn sie sich zu einer davon mehr hingezogen fühlt. Aber es geht uns ja nicht anders. Nicht mit jedem kann man alles besprechen, weil die Menschen einfach verschieden sind. Jeder hat andere Stärken und Schwächen und genau das betont die Autorin hier perfekt durch die Aktionen und Interaktionen der Figuren.

Am Ende möchte ich noch meine allerliebste Lieblingsfigur erwähnen: Snoopy. Ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen. :-D

Fazit
"Die Zeit danach" war für mich eine einzige, große Lesebereicherung. Ich habe es geliebt, Anna auf ihrer Reise zu sich selbst zu begleiten und zu sehen, was für eine Entwicklung sie in ihrem Inneren durchmacht. Es war erfrischend, von einer Frau zu lesen, die schon viel erlebt hat und die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Cordula Broicher wartet hier mit einem Schreib- und Erzählstil auf, der mir persönlich aus der Seele sprach und durch den ich mitten in die farbenfrohe Geschichte gezogen wurde.

Jeder, der sich für eine ganze Weile sehr gut unterhalten möchte, der sich in den bunten Farben der Quilts verlieren kann und dem eine gestanden Frau keine Angst macht, ist bei Cordula Broicher und ihrer Geschichte um "Die Zeit danach" genau richtig.

Bewertung
"Die Zeit danach" von Cordula Broicher bekommt von mir ohne Frage 5 von 5 Marken.

Liebe Grüße
Tilly
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am 25. August 2015
Zum Inhalt:
Auch zehn Monate nach dem Tod ihres Mannes quält sich Anna Kaspers immer noch mit Selbstvorwürfen. Was hat den erfolgreichen Zülpicher Internist in den Selbstmord getrieben? Und warum hat er keinen Abschiedsbrief hinterlassen? Und vor allem: Hätte sie seinen Tod verhindern können?
Als es Thomas Wegener endlich gelingt, Anna aus ihrer Endlosschleife von Selbstvorwürfen und Grübeleien zu reißen, glaubt Anna endlich, mit der Vergangenheit abschließen zu können. Doch schon kurz darauf steht die Polizei vor ihrer Tür und ihre schlimmsten Befürchtungen werden wahr.

Meine Meinung:
Ich überlege welchem Genre man dieses Buch zuordnen kann?
Krimi? Liebesroman? Drama? Oder was anderes?
Ich weiss es nicht, ich glaube dieses Buch hat von allem etwas.
Eins weiss ich sicher, das Werk der Autorin Cordula Broicher hat mich sehr gut unterhalten und
wird mich gedanklich bestimmt noch einige Zeit begleiten.
Die Geschichte von Anna und ihrer Familie hat mich bewegt. Es ist nicht immer alles so wie es
vielleicht auf den ersten Blick scheint. Aber lest selbst, es lohnt sich.
Das Buch ist eine sehr gute Mischung aus verschiedenen Genres und das macht so
denke ich den Reiz aus.
Es hat mir großen Spass gemacht dass Buch zu lesen und es wird ganz bestimmt nicht
mein letztes von Cordula Broicher sein
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am 12. Juli 2014
Diese Geschichte ging mir sehr ans Herz. Anna, die Hauptprotagonistin, steckt noch mitten in der Trauerphase um ihren verstorbenen Mann. Als in der Stadt dann der Buchhändler Thomas auftaucht, wird ihre Gefühlswelt auf den Kopf gestellt. Sie kämpft mit Schuldgefühlen ihrem Mann gegenüber, kann sich aber auch dem Charme von Thomas nicht entziehen.

„Die Zeit danach“ ist keine stürmische Romanze, eher ein Roman in dem es um Trauerbewältigung geht und darum, das Leben wieder lebenswert zu gestalten. Natürlich gesellen sich auch Katastrophen dazu und so steht Anna bald vor der Frage, ob sie ihren Ehemann jemals wirklich gekannt hat und was seine Geheimnisse waren. Die Kombination aus Geschehnissen muss man erstmal verdauen, doch die Autorin lässt einen nicht damit allein. Mit einer sehr liebevollen Wortwahl und einem gefühlvollen Schreibstil, zeigt sie auf, dass es zu jedem noch so schlimmen Problem einen Ausweg gibt und das man eben nicht immer der/die Starke sein muss.

Für das Lesen dieses Romans habe ich mir sehr viel Zeit gelassen, denn ich wollte nichts verpassen und hatte Sorge, die Verbindung zu Anna zu verlieren.

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Es hatte Herz, Spannung und viel Kreativität. Allerdings denke ich, dass die Thematik eher für Erwachsene ansprechend ist.
Copyright © 2014 by Rebecca H.
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am 27. September 2014
Cordula Broicher hat diesen Roman als Spannungsroman bezeichnet, ich wüsste nicht besser wie man dieses Buch sonst in einem Wort beschreiben kann, da es ein Liebes-, Familien-, Gesellschafts- und Kriminalroman mit manchen humoristischen Einlagen ist.
Anna eine Frau die mitten im Familienleben und Berufsleben steht, versucht den Selbstmord ihres Mannes zu verarbeiten. Rund um diese Problematik verbunden mit einer anscheinend katastrophalen Beziehung zur ältesten Tochter entwickelt sich eine Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Cordula hält den Spannungsbogen die ganze Zeit gespannt und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Beschreibung der Figuren und des ganzen drum herum ist sehr gelungen und am Ende hatte ich das Gefühl, dass ich das Haus genau kenne und sah es mit Garten bildlich vor mir. Ich wäre gerne mit Anna befreundet, da sie super sympathisch rüberkommt und mit ganz normalen Problemen zu kämpfen hat.
Ein großes Danke an die Autorin, dass ich dieses Buch von ihr lesen durfte. Ich habe noch ein weiters Buch von ihr hier liegen und nach einer kurzen Pause in der ich ein wenig Fantasy lesen werde, werde ich mich an das andere Buch wagen mit der Hoffnung, dass es mich genauso gefangen nimmt wie "Die Zeit danach".
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