Ok, Zorn. Schön und gut, muss auch mal sein. Die Frage ist aber trotzdem wie zielführend dieser Zorn ist. Polizeigewalt zu kritisieren ist richtig und notwendig. Aber dann eigene Militanz, die über Selbstverteidigung hinausgeht? Wie ist das zu rechtfertigen? Und WER kann das rechtfertigen? Abkehr von staatlichen Gewaltmonopolen? Ok - und wer entscheidet DANN wer Gewalt ausüben darf und wer nicht? Überhaupt: Die Alternative: Abstrakt über eine Welt zu fabulieren, in der es keinen Krieg, keinen Hunger und keinen Profit weniger Bonzen gibt ist erlaubt und kann auch befreiend sein. Aber von einem erwachsenen und intelligenten Menschen wie der Autorin erwarte ich als Leser dann doch mal die Antwort auf die Frage: Wie denn genau anders? Sozialistische Experimente sind fehlgeschlagen, Menschen sind Wesen, die sich zuerst um sich und ihre "Schäfchen" kümmern. Auch Jutta Ditfurt lebt mit Sicherheit nicht schlecht von ihren Veröffentlichungen. Oder wird das ganze Geld einer wie auch imemr gearteten Bewegung gespendet? Bezahlen muss man die Bücher, die stehen nicht für alle im Netz, oder irre ich...? Jeder möchte doch was raushaben für das was er investiert. Irgendeine Form von Gewinn, in welcher Form auch immer. Es geht eben tatsächlich nur mit einer irgendwie gelenkten Form des Kapitalismus - alles andere geht nur mit Umerziehung, Gehirnwäsche...wer die Alternative kennt, die usn aus allem Elend raushaut und dabei das böse Wesen Mensch im guten Sinne menschlich behandelt - der melde sich! Die Autorin hat hierzu leider nur ideologische Allgemeinslpätze ohne Realitätstauglichkeit zu bieten...
Wie dem auch sei: Misstände aufzudecken, zu recherchieren, sich einzumischen: Alles wichtig, gut und schön. Aber ständig über allen Dreck auszukippen, die einen anderen Weg gehen, das ist totalitär und eben nicht bunt und tolerant...jeder kriegt sein Fett weg und über allen strahlt Jutta! Na dann...Sie darf ihre Meinung übrigens sagen und damit Geld verdienen...ob das ihre Gegner auch dürften wenn sie das Sagen hätte?