Wer eine Liebes- oder Mutter-Tochter-Schnulze sucht, ist mit diesem Film wirklich schlecht bedient. Wer meint, dass Familien in Hollywoodfilmen wie die Waltons sein müssen, oder allenfalls Waltons mit zeitlich begrenzten Kommunikationsstörungen, wird von diesen realistischen, normalen Menschen wohl so sehr verunsichert, dass er sie für psychotisch hält.
Zwischenmenschliches Unverständnis, Kälte, Überforderung, Enttäuschung, Untreue, Krankheit und Tod werden hier weder durch Kitsch, noch durch filmischen Avantgardismus, noch durch ein Happyend verklärt. Und dennoch ist es ein zutiefst optimistischer, gefühlvoller und nicht zuletzt auch witziger Film.
Wer das nicht verträgt, sollte sich lieber "Magnolien aus Stahl" ansehen.