Pia, eine deutsche Journalistin, wird ins Krankenhaus gerufen, da ihr Vater einen Schlaganfall erlitten hat. Seine letzten Worte, bevor er stirbt, sind "Zoe". Sie kann sich das nicht erklären. Ab diesem Zeitpunkt jedoch fängt ihr Unterbewußtsein an zu arbeiten, und sie erinnert sich bruchstückhaft an ihre 4 ersten Lebensjahre in Kapstadt, wo sie auch geboren ist, und an ihre heißgeliebte Nanny Zoe. Sie realisiert, dass das Thema "Südafrika" in ihrer Familie totgeschwiegen wurde und auch sie sich nie wagte nachzufragen, warum die Rückkehr nach Deutschland seinerzeit so überstürzt war. Nach der Beerdigung findet sie in den Unterlagen ihres Vaters die Adresse von Zoe.
Zur gleichen Zeit erhält sie Gelegenheit für einen erkrankten Kollegen in Südafrika einzuspringen, um über die Wahrheitskommission zu berichten. Sie nimmt das Angebot an und fährt nach Kapstadt. Dort wird sie nicht nur mit schockierenden Berichten von Betroffenen in den Sitzungen der Wahrheitskommission konfrontiert, sie trifft auch den Journalisten Jonathan. Er hilft ihr bei der auswegslos erscheinenden Suche nach Zoe, und sie verliebt sich in ihn. Sie ahnt nicht, welche persönlichen "Wahrheiten" sie noch aufdeckt.
Ich habe das erste Buch von Renate Ahrens gelesen: Alle Achtung für diesen Roman, in den sie über die Apartheid, das Grauen dieser Zeit und den Umbruch in Südafrika berichtet. Die Dosis dieser politischen Berichte ist für mich ok und fügt sich passend in den spannenden Romanablauf ein. Ich war über viele Beschreibungen sehr bewegt, und die Spannung hielt bis zu Schluß.
Fazit: Sehr empfehlenswert!