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Zeit der Unschuld
 
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Zeit der Unschuld [Taschenbuch]

Edith Wharton
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Piper (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492212646
  • ISBN-13: 978-3492212649
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 348.896 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Autorenporträt

Edith Wharton (1862-1937) entstammte der New Yorker Patrizierschicht. Als Kind verbrachte sie längere Zeit in Frankreich, Deutschland und Italien, so daß sie, wie sie später meinte, Europa "unausrottbar im Blut" hatte. Sie genoß eine sorgfältige Erziehung, ihre frühen literarischen Neigungen wurden jedoch kaum gefördert; schriftstellerische Ambitionen ziemten sich für Töchter aus ihren Kreisen nicht. Mit dreiundzwanzig heiratete sie standesgemäß, doch wurde die Ehe nach schwierigen Jahren geschieden. Edith Wharton übersiedelte 1906 nach Paris und machte Frankreich zu ihrer Wahlheimat. Sie widmete sich nun ganz ihrer dichterischen Aufgabe, schrieb Romane, Erzählungen, Reiseberichte, kulturhistorische Essays.
Ihre Vielseitigkeit und ihr Erzähltalent wurden mehrfach geehrt: 1921 erhielt sie den Pulitzerpreis, 1923 verlieh ihr die Yale University als erster Frau die Ehrendoktorwürde; es folgten die Goldene Medaille des National Institute of Arts and Letters und die Aufnahme in die American Academy of Arts and Letters. Bereits zu Lebzeiten ist Edith Wharton hüben wie drüben als Klassikerin in die Literaturgeschichte eingegangen. Sie gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen Amerikas.

Auszug

An einem Januarabend Anfang der siebziger Jahre sang Christine Nilsson in einer "Faust"-Inszenierung der New Yorker Musikakademie die Margarethe.

Es war zwar damals schon die Rede davon, in einem äußeren Stadtbezirk, "hinter den Vierziger Straßen", ein neues Orpernhaus zu errichten, das sich an Glanz und Kostspieligkeit mit denen der großen europäischen Hauptstädte messen könne; dennoch kam die Gesellschaft nach wie vor jeden Winter in den verblaßten roten und goldenen Logen der alten gemütlichen Akademie zusammen. Die Konservativen liebten sie, weil sie klein und unbequem war und so die gefürchteten "Neuen" fernhielt, die eben anfingen, New York zu erobern; die Sentimentalen aber schätzten die historischen Erinnerungen und die Musikbeflissenen die ausgezeichnete Akustik, die ja in Sälen, die für das Anhören von Musik erbaut sind, stets eine problematische Angelegenheit ist.

Es war Madame Nilssons erstes Auftreten in diesem Winter, und ein "außergewöhnlich glänzendes Publikum" - so hatte die Tagespresse es bereits zu bezeichnen gelernt - war versammelt, um sie zu hören.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
In der Erwartung eines altertümlichen Gesellschaftsdramas begann ich eher lustlos, in der englischen Version der "Zeit der Unschuld" zu blättern. Und wurde positiv überrascht: sehr schnell gerät man in eine packende Geschichte von gesellschaftlichen Zwängen, Nettigkeiten und Skandalen, in deren Mittelpunkt eine unmögliche Liebe steht, die aus genau diesen Gründen nie ausgelebt werden kann...

Archer Newland, ein junger Anwalt aus gutem New Yorker Hause, will die schöne May Welland heiraten... just bei der Verkündung der Verlobung taucht jedoch May's Cousine Ellen Olenska auf, die unerwartet aus Europa zurückgekehrt ist. Da Ellen ihren untreuen Mann verliess, indem sie mit dessen Sekretär durchbrannte, umgibt sie ein Hauch der Skandalösität - und ihre direkte, unkonventionelle Art erschwert ihr die Rückkehr in die gesellschaftliche Konformität. Archer erkennt durch Ellen erstmals die Oberflächlichkeit und gedankliche Inflexibilität, die sein ganzes New Yorker Leben bestimmt... und steht vor einer schwierigen Wahl: schmerzhafter Losbruch von der Konvention (Ellen) oder Ersticken in der Etikette (May)?

Ein rührendes Drama, in dem die Charaktere und ihre jeweilige Gedankenwelt so ergreifend porträtiert werden, dass es schwerfällt, das Buch beiseite zu legen. Man kann den Kritikern nur Recht geben, die Edith Wharton 1921 als erster Frau den Pulitzer Preis für dieses Buch zugesprochen haben. Bravo!

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wer ein Freund von niveauvollen Gesellschaftsromanen vor der Zeit der Jahrhundertwende ist, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Die Charaktere sind stimmig, die Atmosphäre jener Ära exakt eingefangen - was sicherlich so nur einem Autor gelingen kann, der selbst aus der Epoche stammt, die er beschreibt. Selten habe ich eine Liebesgeschichte so nachvollziehbar gefunden. Auch das Ende hätte nicht anders sein dürfen! Wer Bücher wie Anna Karenina und Stürmische Höhen liebt, wird auch dieses Buch verschlingen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
New Yorker Gesellschaft im 19. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt dieses mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Romans der Schriftstellerin Edith Wharton. Weil es die Gepflogenheiten verlangen, verichtet ein junger Mann auf das Glück und die Liebe seines Lebens. Was am Ende bleibt sind schmerzhafte Erinnerungen und die schmerzhafte Einsamkeit.

Dieses Buch hat Melancholie, Drama & Liebe und hat mir persönlich in meinen einsamen Nächten mit Kerzenlicht und einer Tasse Kaffee sehr gut getan.
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