Dieses Buch zum Thema Zeit und Rhythmus, sowohl auf der astronomischen wie auf der geschichtlichen- und biologischen Sicht, ist ein MUSS für jeden, den dieses Thema interessiert.
Mit seinen gut 360 Seiten, gibt es KEINE über die man rasch `drüberliest'.
Der Aufbau dieses Buches über das Wesen und die Erscheinung der Zeit, ihrer Berechnung und Messung, an die im Laufe der Geschichte immer höhere Anforderungen in Bezug auf die Genauigkeit gestellt wurden, ist interessant und spannend zugleich. Der Bogen spannt sich von den ersten Kalenderaufzeichnungen alter Kulturen, über den Römischen, Julianischen hin bis zu unserem heutigen Kalender. Über die Anzahl der Tage, Wochen und Jahre die sich im Laufe der Geschichte viele Male geändert haben, ist meist zu wenig bekannt, oder wußten sie, daß es vor Napoleon eine 10Tage Woche gegeben hat, oder das diese überhaupt mal abgeschafft und durch Dekaden ersetzt wurden.
Überaus interessant ist die Geschichte der Zeitmessung und der frühen Uhren, wie zum Beispiel der Sinkwasseruhren oder der späteren Räderuhren.
Es ist schon beeindrucken was der Mensch sich einfallen hat lassen, um das Wesen der Zeit zu erfassen.
Ein Teil des Buches behandelt den Jahreskreis mit seinen religiösen Feiertagen, und die darin enthalten Rhythmen. Hier geht der Autor zurück bis zum Beginn unserer Zeitrechnung und beleuchtet die Rhythmen im Zusammenhang mit dem Leben und Sterben Jesus.
Die verschiedensten biologischen Rhythmen von denen der Menschen vom Tag der Empfängnis bis hin zu seinem Tod begleitet wird, sind ebenso faszinierend wie die großen Rhythmen, die sich auch bei unserem Heimatplanet Erde wiederfinden, der als riesiger lebender und atmender Organismus beschrieben wird. Unser Planet atmet scheinbar wirklich, denn das morgens aufsteigende und abends absteigende Kraftfeld bewirkt 2 mal täglich eine Luftdruckwelle, die sich mit einem Druckmaxima bzw. -minima messen läßt.
Es finden sich in diesem Buch eine Fülle an Daten und Zahlen, die einladen nachzurechnen oder eigene Berechnungen anzustellen.
Bestimmte Zahlen beherrschen unser Leben mehr als Andere, wie die 7 die 12 oder die 40. Auch dazu findet man in diesem Buch plausible Erklärungen.
Es ist ein überaus gut zu lesendes und auch für den Laien leicht zu verstehendes Buch, das man nicht zur Seite legen kann, bevor man an der letzten Seite angekommen ist.
Man wird es vermutlich zweimal lesen.
Zum Schluß noch ein Toller Satz daraus, der von Rudolf Steiner ist:
Im Ewigen lernt leben, wer sein Verhältnis zur Zeit zu lösen vermag.