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Im Zeichen der roten Nelke. Mutter und Tochter - zwei politisch engagierte Frauen im 20. Jahrhundert
 
 
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Im Zeichen der roten Nelke. Mutter und Tochter - zwei politisch engagierte Frauen im 20. Jahrhundert [Taschenbuch]

Vera Hemm
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 648 Seiten
  • Verlag: Pahl-Rugenstein Nachfolger; Auflage: 1 (Dezember 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3891443005
  • ISBN-13: 978-3891443002
  • Größe und/oder Gewicht: 20,7 x 15,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Vera Hemm
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Kurzbeschreibung

Zwei starke Frauen im 20. Jahrhundert. Die Biographie der Konstanzer Näherin Johanna Hemm (1901-1971) – Kommunistin, hauptamtliche Gewerkschaftssekretärin und Stadträtin – und die Autobiographie ihrer Tochter Vera Hemm (geb. 1935) Chemielaborantin – aktive Gewerkschafterin, Betriebsrätin, Mitbegründerin und Motor einer seit 20 Jahren aktiven gewerkschaftlichen Frauenkulturgruppe. Hier wird Geschichte von unten ebenso plastisch und humorvoll wie historisch genau geschildert. Keine trockene Geschichtsschreibung, aber auch kein Kolportageroman – bewußt gestaltetes Leben mit allen Höhen und Tiefen. Wie in einem Brennglas verdichtet sich die »große« Politik der letzten 70 Jahre in diesen beiden Frauen: – die Not der Weltwirtschaftskrise, Faschismus und Krieg, – der schwierige Neuanfang nach 1945, der Kampf um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen gerade für Frauen, – der Kalte Krieg und die politische Restauration der Adenauer-Ära, – der Aufbruch der außerparlamentarischen Opposition in den 60er, die feministische Frauenbewegung in den 70er und die Friedenbewegung in den 80er Jahren, – die gravierenden Veränderungen in der Lebens- und Arbeitswelt innerhalb von nur zwei Generationen. Beide Frauen haben sich mit ihren ganz eigenen Lebenserwartungen und unterschiedlichem Temperament in diese Auseinandersetzungen eingemischt, haben Erfolge und bittere Niederlagen erleben müssen – immer eingebettet in ein enges Geflecht von Familie und Freunden. Die Mutter verheiratet und privat eher einer traditionellen Frauenrolle verhaftet, die Tochter lange Jahre eng mit ihrer Freundin liiert, ein Lebenstil, der in den 70er Jahren noch sehr umstritten war.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Zwei starke Frauen, 1. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Im Zeichen der roten Nelke. Mutter und Tochter - zwei politisch engagierte Frauen im 20. Jahrhundert (Taschenbuch)
Vera Hemm „Im Zeichen der roten Nelke"

Ein Saal voller „kleiner Leute" in einer kleinen Stadt. Erwartungsvoll sind die Blicke auf Vera Hemm gerichtet: sie liest aus „Im Zeichen der roten Nelke", der Biographie von Mutter und Tochter Hemm. Das ist auch ihre Geschichte. 80 Jahre Konstanzer Leben ziehen vorbei: Weltwirtschaftskrise, Faschismus, Krieg, Wiederaufbau, kalter Krieg, 1968, Frauen- und Friedensbewegung. Vera und ihre Mutter Johanna mischten sich ein und gestalteten mit. Vera Hemm will mit ihrem Buch zeigen, dass auch die so genannten „kleinen Leute" etwas bewegt haben. Sie will Mut machen, das eigene Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, wobei sie sich besonders an die Frauen wendet.
Johanna Hemm (1901 - 1971) war Näherin, Betriebsrätin, hauptamtliche Gewerkschaftssekretärin und kommunistische Stadträtin, die darum kämpfte, die harten Lebensbedingungen ihrer MitbürgerInnen zu verbessern. Als Kommunistin eckte sie zwar in der katholischen Kleinstadt und auch in ihrer Gewerkschaft immer wieder an. Im Grunde war sie aber wegen ihrer integren Persönlichkeit doch überall anerkannt: So heißt es immer wieder: „Sie ist schon in Ordnung, schade, dass sie Kommunistin ist".
Tochter Vera (geb. 1935) tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter. Nach dem Abitur wird sie Chemielaborantin, aktive Gewerkschafterin, Betriebsrätin, Kommunistin. Sie wird über die erste Frauenliste in den Betriebsrat gewählt, ist Gründungsmitglied von Pro Familia, unterstützt die Einrichtung eines Frauenhauses. Als Mitglied der gewerkschaftlichen Frauenkulturgruppe „Menschen zufällig weiblich" schreibt sie Texte und spielt viele verschiedene Rollen. In „Deutschlands
letztem Zipfele" ist Vera Hemm eine emanzipierte Frau, die auch privat selbstbestimmt lebt.
Diese Buch verbindet persönliche Geschichte mit Zeitgeschichte. Man erlebt, wie die großen politischen Ereignisse in der kleinen Stadt am „Rande der Geschichte" auswirken. Bodenständig, mit zupackendem Humor, aber auch mit gründlicher Recherche lässt Vera Hemm Konstanzer Alltagsgeschichte lebendig werden. Ein Buch für „kleine Leute", Gewerkschafter, Konstanzer, Historiker, Frauen - kurz für Menschen, die sich interessieren und engagieren.

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