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Zeichen am Weg: Das spirituelle Tagebuch des UN-Generalsekretärs
 
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Zeichen am Weg: Das spirituelle Tagebuch des UN-Generalsekretärs [Taschenbuch]

Dag Hammarskjöld , Anton Graf Knyphausen
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 1. Juli 2005 --  
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Juli 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426777673
  • ISBN-13: 978-3426777671
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 144.802 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Dag Hammarskjöld
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dag Hammarskjölds Tod am 17. September 1961 hat die Welt erschüttert. Bis zum heutigen Tag ist unklar, warum die Sondermaschine der Vereinten Nationen mit dem UN-Generalsekretär an Bord über dem Kongo abgestürzt ist. Er hinterließ ein Manuskript mit tagebuchartigen Aufzeichnungen, die den kühlen, verschlossenen Diplomaten als religiösen Philosophen und Dichter zeigen. Zeichen am Weg ist ein faszinierendes Dokument, in dem das Ringen einer einsamen Seele um die höchsten Geheimnisse sichtbar wird. Neu herausgegeben mit einem aktuellen Vorwort von Dr. Manuel Fröhlich.

Klappentext

Dag Hammarskjölds Tod am 17. September 1961 - sein heute noch unaufgeklärtes Schicksal während seiner letzten Stunden, nachdem die Sondermaschine der Vereinten Nationen über dem Kongo abgestürzt war, und bevor sie dann am nächsten Tag geplündert aufgefunden wurde - hat die Welt erschüttert. In der Hinterlassenschaft des Generalsekretärs der Vereinten Nationen fand sich ein Manuskript mit tagebuchartigen Aufzeichnungen, dazu ein undatierter Brief an einen einflußreichen Freund in Schweden, in dem diesem freigestellt wird, es zu veröffentlichen. Als der Band »Vägmärken« in Stockholm erschien, hatte er einen sensationellen Erfolg, obwohl dieses Buch eigentlich alle Erwartungen enttäuschen mußte. Nichts darin von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft jener Welt, in der Hammarskjöld, Abkömmling einer alten Adelsfamilie des Landes, zu Hause war. Man kannte zwar Zeugnisse seiner Beschäftigung mit Philosophie und Literatur, war aber verblüfft, nun in dem kühlen, verschlossenen Politiker einem religiösen Denker, einem Mann der Meditation und des Gebets, einem »christlichen Staatsmann«, einem Dichter zu begegnen. Er selbst nannte diese Aufzeichnungen »eine Art Weißbuch meiner Verhandlungen mit mir selbst - und mit Gott«. Sie sind ein einzigartiges Dokument, in dem das Ringen einer einsamen Seele um die höchsten Geheimnisse offenbar wird. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ½ TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
... so nennt Dag Hammerskjöld (1905 - 1961) sein Tagebuch.Darin enthalten sind Aphorismen, Zitate, Gedanken, Gedichte. Die ersten Eintragungen stammen aus den Jahren 1925-1930. Die Beiträge sind unregelmässig vorgenommen worden, teilweise in englischer oder französischer Sprache. Die erste genaue Datierung stammt vom 7. April 1953, dem Tag, an dem Hammarskjöld zum Generalsekretär der Vereinten Nationen gewählt wird. Er zitiert an diesem Tage Thomas von Kempen: "Weil sie alles Gute, das sie empfangen haben, Gott allein zuschreiben, suchen sie keine Ehre voreinander. Sie wollen nur die Ehre, die von Gott alleine kommt, wollen nichts anderes, als dass Gott in ihnen und in allen Heiligen über alles gelobt werde. Dies ist das einzige Ziel, nach dem sie streben."

Ein weiteres Beispiel vom 24.12.1956, wenige Wochen nach der Suezkrise: "Dein eigener Einsatz bewirkte das nicht, nur Gott - doch freue dich, dass Gott deinen Einsatz brauchte in seinem Werk. /Freue dich, wenn du fühlst, dass, was du tatest, 'notwendig' war, doch erkenne, dass du auch so nur ein Werkzeug warst für ihn, der durch dich ein Stückchen zu dem Ganzen fügte, das er gestaltet zu seinem Ziel./ C'est dans cette abysme que vous me decouvrez à moi-même - je suis rien, et je ne le scavois pas."

In seinem Eintrag vom 26.12.56 bezeichnet er seine Aufzeichnungen selber als Wegzeichen, und dass er womöglich mit Lesern rechnet, betont aber, dass dies nur sinnvoll ist, wenn die Worte aufrichtig sind. Die Entscheidung über eine Veröffentlichung nach seinem Tod überliess er einem ehemaligen Kollegen aus dem schwedischen Aussenministerium, Leif Belfrage.

Die Darstellung in der vorliegenden Taschenbuchausgabe (Droemer/Knauer 2005) entspricht der Darstellung in Hammarskjölds Tagebuch, d.h. jede Seite entspricht den Eintragungen einer Seite in dem ursprünglichen Manuskript. Teilweise sind Worte unterstrichen oder geblockt geschrieben. Absätze, Textanordnungen entsprechen ebenfalls soweit möglich dem Original. Fremdsprachliche Texte wurden beibehalten. Schade fand ich nur, dass dieser Ausgabe keine Zeitlinie beigefügt ist mit den wesentlichen Ereignissen aus seinen Tätigkeiten. Das erschwert die Zuordnung. Immerhin, im Vorwort sind einige Fakten aufgeführt, es fehlt aber zum Beispiel der Hinweis, dass es Hammarskjöld war, der den überkonfessionellen Meditationsraum in dem UN-Gebäude einrichten lies.

Ein Zitat aus den Jahren 1945-1949:
In jedem Augenblick wählst du dein Selbst. Aber wählst du - dich selbst? Körper und Seele haben tausend Möglichkeiten, aus denen du viele Ichs bauen kannst. Doch nur eines von Ihnen ergibt die Kongruenz zwischen dem, der wählte, und dem Gewählten. Nur eines - und du findest es erst, wenn du alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen [unterstrichen -Anmerkung des Rezensenten] hast, alles neugierige Tasten, verlockt von Staunen und Begehren, zu seicht und flüchtig, um Halt zu finden im Erlebnis des höchsten Mysteriums des Lebens: dem Wissen um das anvertraute 'Pfund', das "du" bist.

Schon früh finden sich als zentrale Themen aber auch der Opfergedanke und der Tod, Einsamkeit und das Fehlen von Freundschaft. Erst ab 1951/1952 erfolgt eine Wende, die Betonung auf 'dein Wille geschehe', seine Berufung zum Generalsekretär der Vereinten Nationen folgt wenige Monate später.

Mein Fazit: ein lesenswertes zeitgeschichtliches Dokument von einem Mann, der nicht nur durch seine Leistungen, sondern vor allem anderem durch persönliche Integrität und ethische Überzeugungen beeindruckt. Kein Realpolitiker, kein skrupelloser Machtmensch, sondern ein Mensch, der von Idealen geleitet wurde und sich dennoch durchzusetzen verstand. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre!
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tom
Format:Taschenbuch
Der Philosoph Boris Groys meinte einmal, dass jede Demokratie, mehr noch als die Diktatur, aus Menschen besteht, die sich opfern. Das Tagebuch des Dag Hammarskjöld offenbart die Gedanken eines Mannes auf dem Weg zum Selbstopfer. Die von tiefer christlicher Mystik geprägten Aufzeichnungen postulieren eine Ethik des Dienens aus Demut als Ausweg aus der Depression einer modernen oberflächlichen Lebenshaltung, die von Selbstverständlichkeiten ausgeht. Die Suche nach dem Sinn seines Lebens ist von erschütternden, aber auch tief nachdenklich machenden Aussagen begleitet. Ja, da hat sich jemand geopfert für den Traum von einer gerechten und friedlichen Weltordnung. Wir sollten dieses Opfer hochhalten, indem wir mit unseren bescheidenen Mitteln mit dafür sorgen, dass dieses Opfer nicht umsonst war. Anbei ein Link zu einer wunderbaren DVD über die Wanderungen des Dag Hammarskljöld in Lappland.
The Tree Of Life
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Der Wind weht wo er will." 1. Oktober 2009
Von Jürgens "Bücher" TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Du bist nur die Linse im Lichtstrom. Nur so kann man das Licht entgegennehmen und geben und besitzen. Ist die längste Reise, die Reise nach innen, wie es der Autor schreibt? Dieses "spirituelle" Tagebuch wurde von dem UN- Generalsekretär Dag Hammarskjöld verfaßt. Der Leser findet viele gute und tiefsinnige Gedanken in den Texten. Teilweise sind die Gedanken nicht so klar, da ein Tagebuch private Gedanken enthält, die nur den "Schreiber" bewegen. Sie finden in dem Buch auch Aphorismen, Naturimpressionen, literarische Zitate, selbst verfasste Gebete und Gedichte. Die Gedichte haben mir persönlich nicht so gut gefallen.

Der Leser erfährt etwas über die persönlichen Zweifel eines beruflich sehr erfolgreichen und gleichzeitig nachdenklichen und nach innen orientierten Menschen. Begleiten Sie den Autor bei seinen Gedanken, die ihn zeitweise in die Nähe des Todes bringen und ihm auch die Wahrheit der inneren Mystik zeigen.
Nach einem Schlüsselerlebnis gelangt Dag Hammarskjöld zu einer neuen "Bewußtheit". Er akzeptiert die Führung durch Gott und bejaht bedingunglos sein Schicksals (bildlich gesprochen: Der Wind weht, wo "er" will).
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