Um Schrift scheint es auf den ersten Blick gar nicht zu gehen. (Das hätte vielleicht erwartet, wer Adrian Frutiger als einen der größten lebenden Schriftschöpfer kennt, aber letztlich behauptet der Titel auch solches nicht.) Der Autor entwickelt vielmehr eine lückenlose visuelle Theorie, die keinen Aspekt auslässt, der den Menschen betrifft, der mit einem grafischen Zeichen konfrontiert wird. Kontrast, Schwerpunkt, Assoziation, Wiederholung, das sind nur einige der vielen Ansatzpunkte, die zu des Autors Überlegungen führen.
Nicht wer Schriften kennenlernen will, der sollte dieses Buch lesen, sondern der, der verstehen will, wie Schrift "funktioniert". Und allen, die Logos gestalten wollen, sei dieses Buch besonders ans Herz gelegt.