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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein modernes Märchen, 2. Dezember 2008
Das Geheimnis einer Prostituierten im deutlich fortgeschrittenen Alter und die Treue eines ihrer besten Kunden ist Thema des kleinen Episodenromans Zehnundeine Nacht" von Charles Lewinsky, der beim Verlag Nagel & Kimche erschienen ist.
Nicht immer wollen Männer nur das eine und so zieht es den alternden Ganoven immer wieder auch wegen der kurzweiligen Geschichten ins heruntergekommene Hotel Palace, die ihm die gereifte Prostituierte erzählt. Sie ist seine Prinzessin, seine Scheherazade und sie schafft es doch wirklich immer wieder, ihn zufrieden zu stellen, was - nebenbei bemerkt - auch gar nicht so schwer ist. In ihren Geschichten führt ein zweiköpfiger Mann Selbstgespräche und ein anderer ist ohne es zu merken schon gestorben. Die Welt vergeht und einem Selbstmörder wird geholfen, Wunder geschehen und ein neuer Heiliger hebt sein Antlitz empor. Wundersame Geschichten eben aber ihre eigene Geschichte ist ja auch nicht weniger wundersam und so faltet sich in dem wunderbaren Roman ein bunter Fächer voll Geschichten auf, der für jeden Leser etwas bereithält, ihn zufrieden macht.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine moderne Scheherazade, 26. Oktober 2008
Nicht erst seit "Melnitz" und den anderen Büchern weiß der Leser, dass Charles Lewinsky ein begnadeter Erzähler ist. Einmal mehr stellt er diese Begabung in "Zehnundeine Nacht" unter Beweis. Nicht also tausenduneine Erzählung, sondern nur zehnundeine. Aber was für welche. Geschichten zum Lachen und Weinen und und vom Untergang der Welt.
Einen einzigen Kunden hat die alternde Prostituierte, die im schäbigen Hotel "Palace" residiert, noch. Ein seltener Vogel mit einer verrückten Vergangenheit. Der eigentliche Zweck seiner regelmäßigen Besuche scheint längst nicht mehr im Gewerbe der Prostituierten zu suchen zu sein. Geschichten will dieser Kunde hören; Geschichten, die ihn auf andere Art befriedigen. Und so ist die moderne Scheherazade gezwungen, um ihn bei Laune zu halten, sich immer wieder neue Geschichten einfallen zu lassen. Komisch sollen sie sein und spannend, möglichst nah am Leben, sonst...
Und so sind diese Geschichten: witzig, schadenfroh, lehrreich, immer auch ein wenig traurig und melancholisch. Letztlich stellt sich in allen die Frage nach der menschlichen Identität.
Lewinsky hat mit diesem Buch große Literatur geschrieben, die zudem noch höchst unterhaltsam daherkommt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Liebe, Verlust, Schmerz, Tod, 15. Oktober 2008
liebe, verlust, schmerz, tod - alles starke worte, die nicht einer gewissen tragik entbehren. in diesem buch aber, in diesen elf geschichten sind sie miteinander verwoben, ergänzen sich gegenseitig und bereichern den leser mit einem gefühl, das stark genug ist, den gewinn im verlust, die linderung im schmerz, das leben im tod und die trauer in der liebe zu sehen. 11 geschichten, die ein augenzwinkern neben der selbst erfahrenen realität stehen und doch nah genug dran sind, um sie für möglich zu halten.
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