Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Nicht unterhaltsam, nicht schön und sprachlich ein Fiasko! , 31. Januar 2009
Ich hab dieses Büchlein im Original gelesen und würde wirklich gerne behaupten, daß es an der Fremdsprache lag, daß ich die meisten Geschichten einfach nicht gerafft habe. Da mein Englisch aber recht gut ist und dieser Grund somit ausscheidet, liegt es wohl an den Geschichten selbst, daß ich sie einfach unverständlich, haarsträubend und langweilig fand.
Der ein oder andere Lichtblick war dabei, aber wirklich gut und faszinierend und schön, wie ich nach ihrer grandiosen Website und aufgrund des herrlichen Titels ("No one belongs here more than you") erwartet hatte.
Ich habe mich gequält, es zu beenden, immer in der Hoffnung, daß doch zumindest eine Geschichte wirklich richtig gut ist. War leider nicht so. Alle Geschichten haben eine tiefe Melancholie, eine absurde und strange Handlung und ein sehr seltsames Verhältnis zum Sex. Pädophilie, Homosexualität, Frigidität, Inzest, Mißbrauch, all das wird da in einen Topf geworfen und miteinander verwurstet, fand ich persönlich recht unpassend und konnte mich nicht faszinieren.
Das Buch war für mich aufgrund meiner enttäuschten Erwartungen der absolute Flop. Leider.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein ungewöhnliches Leseerlebnis, 19. April 2008
Die Stories in Miranda Julys Kurzgeschichtenband berühren einen auf eine ungewöhnliche Art und Weise. Man fühlt sich den Protagonisten und ihren Erlebnissen zwar nahe, doch irgendwie muten die Geschehnisse auch fremdartig an.
July erzählt von den unterschiedlichsten Menschen: Jungen und Alten, Männern und Frauen, Erfahrenen und Unerfahrenen. Doch letztendlich erkennt man, dass sie alle mehr verbindet als trennt: Jeder von ihnen ist einsam, auf der Suche, verunsichert, hat Probleme mit sich selbst und ihrem Leben. Sie erleben die unterschiedlichsten Dinge, oft sind es auch nur Erinnerungen oder Träume, an die sie sich klammern. Und manchmal kommt die Realität ganz anders, als sie es erwartet haben. Oder sie denken nur, etwas anderes erwartet zu haben.
In der Short-Story "Die Schwester" beispielsweise schläft ein Mann mit seinem Arbeitkollegen, obwohl er die ganze Zeit in seine Schwester verliebt war, die er nur aus den Erzählungen des Kollegen und seiner Vorstellung kannte. Doch war ihm unbewusst nicht vielleicht die ganze Zeit über klar, dass es die besagte Schwester gar nicht gibt???
Am Ende findet er jedenfalls sein Glück mit dem Kollegen, was im letzten Satz angekündigt wird.
Auch in den anderen Geschichten gibt es sonderbare Ereignisse, unwirkliche Illusionen und oft trifft einen im Taumel dieser träumerischen Stimmung dann die nüchterne Realität hart wie z.B. in "Geschichtenerzählen für Kinder", wo die Fast-Tochter einer Frau etwas mit deren Ex-Freund anfängt oder in einer anderen Story das Paar, das sich auf einem Film-Set als turtelndes Statistenpärchen wieder näher kommt, am Ende dann doch trennt.
Sämtliche Träumerein werden durch herbe Schläge also wieder ausgeglichen. Häufig gibt es kein glückliches Ende für die Protagonisten, meistens wird es offen gelassen oder es lässt einen traurig zurück.
Der sehr angenehme Schreibstil von Miranda July macht es einem leicht, das gut 250 Seiten lange Buch zu lesen. Ihr Stil ist überhaupt sehr faszinierend, zwischendrin fallen immer wieder fast schon philosophische Sätze, wie zum Beispiel "Arme Leute, die im Lotto gewonnen haben, sind keine reichen Leute, sondern arme Leute, die im Lotto gewonnen haben."
Alles in allem ist es ein wundervoller Kurzgeschichtenband, der einen auf eine ganz eigene Art seltsam berührt und auch etwas nachdenklich zurück lässt. Obwohl einige Geschichten sehr skurril sind, wirken sie dennoch nicht an den Haaren herbeigezogen.
Lesen lohnt sich!!!
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Territorium in uns..., 21. Februar 2008
...kann für andere ein völlig unbekanntes Land sein. Die Kurzgeschichten von Miranda July sind ein Beweis dafür. Sie gehen sofort ins Blut und sollten besser nach und nach gelesen werden. Ihre Geschichten sind seltsam, aber messerscharf formuliert. Diese Autorin kommt auf den Punkt. Und das in jedem Satz. Erstaunlich und verblüffend ist das. Lustig, extravagant und manchmal traurig schön oder schön traurig und witzig, das vor allem. Vielleicht sind nicht alle ihre Geschichten jedermanns Geschmack, vielleicht sogar gar keine. Gut möglich. Aber, ja, sie sind gut. Oder? Doch, ja.
Miranda July lässt mich an ein hellwaches Schneewittchen denken, das unschuldige Träume und gläsernen Sarg weit hinter sich gelassen hat. Den Prinzen auch.
Helga Kurz
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