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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fast eine Innenansicht,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zehn Millionen Kinder: Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich (Taschenbuch)
Erika Manns Buch erschien zunächst auf Englisch in Amerika, später dann auf Deutsch in den Niederlanden. Aber es erschien 1938, also noch vor dem, was uns alle im Nachhinein stark geprägt hat, nämlich noch vor dem 2. Weltkrieg (aber eben schon während der Nazizeit). Und dies macht das Buch so spannend zu lesen. Erika Mann skizziert anhand der ihr vorliegenden Literatur und Gesprächen mit Menschen aus Deutschland die Veränderungen im Leben der Kinder, welche im Dritten Reich aufwachsen und eben keine andere Perspektive kennen, als die Ideologie dieses verarmten Reiches, welches noch zum Krieg hinführen möchte. Sehr anschaulich wird dabei der Keil aufgezeigt, welcher sich zwischen die Generation derjenigen, die noch eine nazifreie Ideologie denken können (Elterngeneration), und derjenigen, die nur diese Ideologie kennt (Kinder), quasi von selbst eintreibt. Meist steht man sich mit Unverständnis gegenüber, was zu Mißverständnissen führt und dann lebensgefährlich ausarten kann: Für die Eltern, weil sie als Verräter betrachtet werden können; und für die Kinder, weil sie sich für wertlose Ideen aufopfern mögen. - Daß es Erika Mann gut gelingt, in dieses feine Spiel der privaten Lebens-Weg-Findung (geprägt durch eine unverständliche Ideologie) hinein zu führen, ist für mich das wertvollste an diesem Buch. Und auch ein wichtiger Punkt, weil er bis in unsere heutige Zeit seine Schatten wirft.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bedrückend: So lebten Kinder im Dritten Reich,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zehn Millionen Kinder: Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich (Taschenbuch)
School for Barbarians", so hieß dieses Buch in den Vereinigten Staaten. Erika Mann (1912-1969), Tochter Thomas Manns, Kabarettistin, Schriftstellerin und Journalistin, veröffentlichte es 1938. Das Buch gehört in eine kleine Reihe von Schriften über Nazideutschland, die Autoren im Exil schrieben. Im Dritten Reich waren die Bücher weitgehend unbekannt. Doch für Menschen in Deutschland war dieses Buch auch nicht geschrieben worden. Erika Mann wollte die Weltöffentlichkeit aufrütteln. Sie zeigt, wie die Nazis seit 1933 auf Familie und Schule Einfluss nahmen, mit dem Ziel, die Jugend für sich zu gewinnen. Dies belegt sie mit Zitaten aus Büchern und Zeitschriften sowie mit Aussagen von Beobachtern. Dem Leser offenbart sich ein System, das seine Kinder nur auf eins trainiert: Auf den kommenden Krieg. Auch wenn zu der Zeit, als Erika Mann dieses Buch schrieb, das Ende der NS-Zeit noch nicht abzusehen war, gewinnt man durch das Lesen den Eindruck, das alles auf ein blutiges Ende zusteuern wird. Nur in einem Punkt irrte die Autorin damals: In der Hoffnung, die Kinder mögen den Drill, das Kriegsgeschrei, die Angst eines Tages satt haben. Hier ist ein Zeitdokument entstanden, das auch heute noch den Leser gefangen nimmt, das Entsetzen und Ekel hervorruft.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absolut lesenswert... !,
Von Cynthia C. Doll "innerer-neubeginn.de" (Maintal, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Zehn Millionen Kinder: Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich (Taschenbuch)
Der Tochter von Thomas Mann haben wir dieses bereits 1938 während ihrer Emigration im Ausland erschienene unschätzbare Büchlein zu verdanken, das sowohl kurzweilig als auch plakativ den Alltag und die Erziehung von Kindern im Dritten Reich beschreibt- kurz: das, was uns unsere Großeltern oder Ur-Großeltern nicht erzählten (oder erzählen konnten)... erfahrbare Zeitgeschichte!Erzähl dein Leben!: Meine Wege zur Dialogarbeit und politischen Verständigung Die Last des Schweigens: Gespräche mit Kindern von NS-Tätern Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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