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Zehn Millionen Kinder: Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich [Taschenbuch]

Erika Mann
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 1997
Das vorliegende Buch behandelt die Erziehung der Jugend im Dritten Reich. In drei großen Kapiteln - Familie, Schule, Jugendorganisation - untersucht Erika Mann, wie in Nazi-Deutschland die Kinder und Jugendlichen auf ihre Rolle in der Diktatur eingeschworen wurden. "Zehn Millionen Kinder" erschien erstmals 1938 und erregte internationales Aufsehen: als aufklärende Schrift über die wahren Verhältnisse in Hitlers "Tausendjährigem Reich". Heute ist das Buch ein klassisches Dokument der Zeitgeschichte - und zugleich ein bewegendes Stück Exilliteratur. In einem Nachwort berichtet die Erika-Mann-Biographin Irmela von der Lühe über die Hintergründe der Entstehung dieser Schrift.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 6 (1. Oktober 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499221691
  • ISBN-13: 978-3499221699
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 11,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 82.779 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

wurde am 9. November 1905 in München geboren. Sie arbeitete zunächst als Schauspielerin und Journalistin. Anfang 1933 gründete sie in München das Kabarett "Die Pfeffermühle"; wenige Wochen später ging sie mit der gesamten Truppe ins Exil. Ab 1936 lebte sie überwiegend in den USA, als vortragsrednerin und Publizistin. Während des Zweiten Weltkriegs wirkte sie unter anderem an den Deutschland-Programmen der BBC mit und war Kriegsberichtserstatterin für die Alliierten. 1952 kehrte sie mit den eltern zurück nach Europa. Am 27. August 1969 starb sie in Zürich.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast eine Innenansicht 15. Februar 2010
Format:Taschenbuch
Erika Manns Buch erschien zunächst auf Englisch in Amerika, später dann auf Deutsch in den Niederlanden. Aber es erschien 1938, also noch vor dem, was uns alle im Nachhinein stark geprägt hat, nämlich noch vor dem 2. Weltkrieg (aber eben schon während der Nazizeit). Und dies macht das Buch so spannend zu lesen. Erika Mann skizziert anhand der ihr vorliegenden Literatur und Gesprächen mit Menschen aus Deutschland die Veränderungen im Leben der Kinder, welche im Dritten Reich aufwachsen und eben keine andere Perspektive kennen, als die Ideologie dieses verarmten Reiches, welches noch zum Krieg hinführen möchte. Sehr anschaulich wird dabei der Keil aufgezeigt, welcher sich zwischen die Generation derjenigen, die noch eine nazifreie Ideologie denken können (Elterngeneration), und derjenigen, die nur diese Ideologie kennt (Kinder), quasi von selbst eintreibt. Meist steht man sich mit Unverständnis gegenüber, was zu Mißverständnissen führt und dann lebensgefährlich ausarten kann: Für die Eltern, weil sie als Verräter betrachtet werden können; und für die Kinder, weil sie sich für wertlose Ideen aufopfern mögen. - Daß es Erika Mann gut gelingt, in dieses feine Spiel der privaten Lebens-Weg-Findung (geprägt durch eine unverständliche Ideologie) hinein zu führen, ist für mich das wertvollste an diesem Buch. Und auch ein wichtiger Punkt, weil er bis in unsere heutige Zeit seine Schatten wirft.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familienfeindlichkeit der Nazis als Machtstrategie. 22. Januar 2012
Format:Taschenbuch
Das Vorwort von Thomas Mann hat mich tief berührt. Ja, so kann ein Vater die Arbeit seiner Tochter "treffend" wertschätzen.
Das Buch ist für all diejenigen von uns ganz besonders interessant, deren Eltern oder Großeltern in den Jahren des Nationalsozialismus aufgewachsen sind und die einen Erziehungsauftrag an uns zu erfüllen hatten, denn sie waren Ziel einer gigantischen Familienpolitik, die noch heute tiefe Spuren in unseren Familiensystemen hinterlässt.
Wenn ich bedenke, daß Erika Mann dieses Buch "schon" 1938 herausgebracht hat wird mir schwindlig, denn wenn ich an die Märchen denke, die mir als Jugendlicher erzählt wurden als ich fragte: " Warum habt ihr denn da mitgemacht? Warum habt ihr denn einen Hitler zugelassen?" Jaa, der Hitler habe es ja gut gemeint, ..ursprünglich, aber später sei ihm dann die Macht zu Kopf gestiegen.... oder: naja, der hat ja die Autobahnen gebaut und die Arbeitslosen von der Straße geholt und derlei mehr anscheinend "Gutes". Ausserdem habe man das ja alles nicht gewusst... usw und so fort. Man erfuhr nichts! Millionenfach nichts. Kollektive Amnesie. Das tut ja nicht weh, erstmal.

Erika Mann hat das Regime schon vor 1938 ganz eindeutig als ein Terror- Regime anhand sehr erschütternder Beispiele beschrieben und analysiert.

Ich habe in Deutschland überwiegend von Menschen gehört, die im Widerstand waren oder nichts gewusst haben (wollen).
Falls sie ähnliche "Informationen" haben: lesen sie einfach dieses Buch. Es ist ja nicht dick - äusserlich.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedrückend: So lebten Kinder im Dritten Reich 8. März 2011
Format:Taschenbuch
School for Barbarians", so hieß dieses Buch in den Vereinigten Staaten. Erika Mann (1912-1969), Tochter Thomas Manns, Kabarettistin, Schriftstellerin und Journalistin, veröffentlichte es 1938. Das Buch gehört in eine kleine Reihe von Schriften über Nazideutschland, die Autoren im Exil schrieben. Im Dritten Reich waren die Bücher weitgehend unbekannt. Doch für Menschen in Deutschland war dieses Buch auch nicht geschrieben worden. Erika Mann wollte die Weltöffentlichkeit aufrütteln. Sie zeigt, wie die Nazis seit 1933 auf Familie und Schule Einfluss nahmen, mit dem Ziel, die Jugend für sich zu gewinnen. Dies belegt sie mit Zitaten aus Büchern und Zeitschriften sowie mit Aussagen von Beobachtern. Dem Leser offenbart sich ein System, das seine Kinder nur auf eins trainiert: Auf den kommenden Krieg. Auch wenn zu der Zeit, als Erika Mann dieses Buch schrieb, das Ende der NS-Zeit noch nicht abzusehen war, gewinnt man durch das Lesen den Eindruck, das alles auf ein blutiges Ende zusteuern wird. Nur in einem Punkt irrte die Autorin damals: In der Hoffnung, die Kinder mögen den Drill, das Kriegsgeschrei, die Angst eines Tages satt haben. Hier ist ein Zeitdokument entstanden, das auch heute noch den Leser gefangen nimmt, das Entsetzen und Ekel hervorruft.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ........sehr unterhaltsam geschrieben! 29. August 2007
Von J. Fromholzer TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Erika Manns Buch über die allumfassende Erziehung im 3. Reich ist äußerst unterhaltsam zu lesen; einer der großen Vorteile dieses Werkes. Erika Mann erzählt in sehr subjektiver Form, zitiert aus zahlreichen Quellen der damaligen Zeit - und versteht es natürlich, die Leser über die knapp 200 Seiten hinweg zu fesseln. Vor allem musss man beachten, dass dieses Buch zum ersten mal 1938 erschienen ist (und eben nicht mit dem Wissen der Nachkriegsjahre geschrieben wurde!). Es war damals ein großer Erfolg in Amerika und Amsterdam (Querido), was im Nachwort der Herausgeberin nachzulesen ist.

Thomas Mann hat das Vorwort dazu geschrieben.
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