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Zeche Erin: Die Geschichte eines außergewöhnlichen Bergwerks
  
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Zeche Erin: Die Geschichte eines außergewöhnlichen Bergwerks [Gebundene Ausgabe]

Norbert Meier , Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V.


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Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Grundlage dieses Buches war das Sammeln und Archivieren von Zechenfotos. Im Laufe der Zeit stieg ihre Zahl im Falle der Zeche Erin beständig an und erreichte eine derartige Dichte, dass nahezu über den gesamten Zeitraum des Bergwerks Fotomaterial vorlag. Nach Kontaktaufnahme mit dem Stadtarchiv Castrop-Rauxel zur Sichtung und Digitalisierung des dort vorliegenden Bild- und Textmaterials entstand die Idee, die wichtigsten und besten Bilder chronologisch in einen Text über die Bergbaugeschichte Erins einzubinden. Ziel sollte sein, die Entwicklung der Zeche und die damit verbundenen Veränderungen der Tagesanlagen sowie auch besonders die Pionierleistungen unter Tage in Wort und Bild darzustellen. Nun ging es an das Sichten und Lesen der vorhandenen Literatur zu Erin. Bislang gab es keine umfassende Publikation über Erin, die als Basis für eine ausführliche Dokumentation hätte dienen können. Das wenige vorgefundene Material war lückenhaft und stellte nur in Einzelfällen bestimmte Zeitabschnitte genauer dar. Es gab in vielen Quellen Widersprüche, unterschiedliche Daten und sogar Fehlinformationen. Alle vorgefundenen Angaben mussten gefiltert, miteinander abgeglichen und verifiziert werden. Oftmals waren fertig geglaubte Abschnitte umzuschreiben oder und teilweise sogar völlig zu streichen, nachdem sich ihr Ursprung als falsch herausstellte. Oft genug war das vorhandene und auch das im Laufe der Forschung neu entdeckte Fotomaterial falsch datiert. Erst durch Ermittlung der Eckdaten innerhalb der Betriebsgeschichte von Erin war im Nachhinein eine zeitliche Zuordnung der Aufnahmen möglich. Das eine oder andere Mal konnte sogar das exakte Entstehungsjahr herausgefunden oder die im Foto abgebildeten Betriebseinrichtungen genau benannt werden. Nach und nach fügte sich ein Rädchen in das andere und ergab schließlich ein Gesamtbild. Es war die Summe einer Vielzahl von Einzelinformationen, die letztendlich zu dem vorliegenden Buch über die Bergbaugeschichte von Erin führte. Diese Arbeit sollte keine Monografie über das Bergwerk Erin werden. Trotz des Vorhandenseins von Textmaterial zu weiteren Aspekten in der Geschichte von Erin galt in erster Linie die Überlegung, den Buchumfang zu begrenzen, um einen vertretbaren Preisrahmen nicht zu sprengen. Daher wurde auf folgende Themen verzichtet: Eingehende Beschreibung der Geologie, räumliche Entwicklung unter Tage, Wetterführung und Wasserhaltung, frühe Abbau- und Bergbautechnik, Sozialprobleme der Bergarbeiter, Siedlungswesen, Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeitereinsatzes in den Kriegen, Zerstörung und Wiederaufbau, Entwicklung des ehemaligen Zechengeländes zum Industrie- und Gewerbepark und manches mehr. Grundgedanke war, die Geschichte Erins in einer spannend zu lesenden Abhandlung, versehen mit gutem und passendem Bildmaterial, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Da der Text auch für Bergbaulaien verständlich und interessant zu lesen sein soll, wurde versucht, eine Überfrachtung mit bergbauspezifischen Ausdrücken zu vermeiden. Allerdings ist eine völlige Vermeidung der Bergbauterminologie nicht möglich. Im Glossar im Anhang des Buches wird die Bedeutung der unvermeidbaren Fachausdrücke erklärt. Hochzahlen im Text kennzeichnen zusätzliche Erläuterungen. Auch diese sind im Anhang unter dem Punkt Anmerkungen nachzulesen. Das vorhandene Bildmaterial wurde von mir durch digitale Fotobearbeitung aufgearbeitet und qualitativ verbessert. Bei der umfangreichen Recherche zur Geschichte von Erin waren vor allem folgende Personen und Institutionen behilflich, denen ich zu Dank verpflichtet bin: An erster Stelle möchte ich hier Martin Lochert nennen, Mitarbeiter des LWL-Industriemuseums Zollern, mit dem ich lange Stunden im Stadtarchiv Castrop-Rauxel verbrachte. Zudem hat sich Martin Lochert in seiner Freizeit durch sämtliche auf Erin bezogene Bauamtakten der Stadt durchgearbeitet, wodurch wichtige, längst vergessene Fakten ans Licht kamen und in den Text einflossen. Durch ihn wurde mir das über Erin vorhandene Material des LWL-Industriemuseums Zollern zugänglich, das den Einstieg in die Erforschung der Bergbaugeschichte der Zeche Erin bildete. Im Besonderen muss ich die Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Castrop-Rauxel hervorheben. Der Zugang zum vorhandenen Archivmaterial gestaltete sich ohne Probleme, es wurde mir jegliche Unterstützung gewährt. Im Gegenzug habe ich dessen Bildmaterial, die Zechen der Stadt betreffend, digitalisiert und dem Archiv auch die von mir gesammelten Fotos in digitaler und gedruckter Form zur Verfügung gestellt. Auch das Bergbau-Archiv beim Deutschen Bergbau-Museum Bochum (BBA) und das Westfälische Wirtschaftsarchiv in Dortmund gewährten mir Einblick in ihre Unterlagen und unterstützten meine Recherche. Gabriele Unverferth vom WWA Dortmund hatte als Erste das Vorhandensein von insgesamt 100 Koksöfen auf Erin aufgedeckt, die bereits unter Grillo 1885-1886 errichtet worden waren. Die Aufdeckung ihrer Quellen führte zur Überlegung, die Zeit vor 1900 nochmals genauer unter die Lupe zu nehmen. Anhand vorliegender Geschäftsberichte von Erin in Dortmund und Bochum konnten längst verloren geglaubte Informationen ermittelt werden und es gab überraschende neue Erkenntnisse aus der Anfangszeit der Anlage. Des Weiteren darf ich nicht vergessen, Heinrich Vogelsang zu erwähnen, der es sich schon vor mehr als zwanzig Jahren zur Aufgabe gemacht hatte, sämtliche auffindbaren Zechenbilder aus Büchern, Heften, Werkszeitschriften oder ähnlichen Quellen abzulichten und zu archivieren. Durch seine Sammlung ist ein Großteil der Erin-Aufnahmen der Nachwelt erhalten geblieben. Jürgen Lewer stellte mir eine Zeichnung der ehemaligen Markscheiderei Erin mit den Schachtteufen zur Verfügung. In diesem Faltblatt waren außerdem alle Schachtdaten mit sämtlichen relevanten Angaben von Teufbeginn bis zur Verfüllung der Schächte aufgelistet. Joachim Huske überließ mir statistische Zahlen zu Erin, die er im Zusammenhang mit Recherchen für sein Buch „Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier“ ermittelte. Tilo Cramm, dem ich die erste Fassung meiner Ausarbeitung zur Kenntnisnahme zuschickte, erklärte sich spontan und uneigennützig bereit, eingedenk seiner bereits gesammelten Erfahrungen als Autor diverser Bergbaubücher, insbesondere das Buch über das Castrop-Rauxeler Bergwerk Victor-Ickern „Bergbau ist nicht eines Mannes Sache“, quasi als Lektor zu fungieren. Seine anfängliche Skepsis hinsichtlich der von mir gesammelten Daten, die zum Teil im Widerspruch zu anderen Publikationen standen, konnte im Laufe unserer Zusammenarbeit ausgeräumt werden. Zumal sie anhand der bereits von mir gesammelten Unterlagen, aber auch bei der weiteren Recherche durch neu entdeckte Quellen belegt werden konnten. Tilo Cramm arbeitete sich in die Materie der ihm nahezu fremden Zeche Erin ein und half durch manche Diskussionen mit, die Kenntnisse über Erin zu vertiefen. Nicht zuletzt ihm ist es zu verdanken, dass der Text in dieser Form vorliegt. Einige Bilder dieser Publikation wurden von dem Fotodesigner Ulrich Mertens, die seiner Examensarbeit an der FH-Bielefeld „Die Zeche ERIN, Ein Museum Untertage“ entnommen sind, zur Verfügung gestellt. Sie umfasst eine bemerkenswerte Dokumentation der unterschiedlichen Ausbautechniken von 1900 bis 1984, vom hölzernen Türstock bis zur Österreichischen Tunnelbauweise mit Stahlfaserspritzbeton. Das 400 Großformataufnahmen enthaltende Werk wurde vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und vom Stadtarchiv Castrop Rauxel erworben. Mein Dank gilt auch Horst Bittner und Frank Zibner, die durch Einstellen von Werbung dazu beigetragen haben, den Ladenpreis dieses Buches unter 20 Euro zu halten. Hervorzuheben ist eine beträchtliche Geldspende durch das Mitglied des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V., Klaus Meyer, der sie ebenfalls für diesen Zweck zur Verfügung stellte. Auch dem oben genannten Verein - im Besonderen dem „Arbeitskreis Dortmund“ mit seinem Vorsitzenden Heinz Ludwig...

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