Pressestimmen
"Eine schöne Geschichte mit Tiefgang für Kinder. Besonders gut als Familienlektüre geeignet, da zahlreiche Aspekte des Abenteuers Gesprächsbedarf bieten und besonders beim Vorlesen Lachen vorprogrammiert ist!" --buchsaiten.de, 6. November, 2009
Eine schöne kleine Geschichte, die damit spielt, was geschieht, wenn Wünsche plötzlich wahr werden. Das geschieht hier heftig, denn das Mädchen Zaza ist wütend auf Mama, Papa und auch und vor allem auf die Schwester Lulu. Immer soll Zaza auf Lulu Rücksicht nehmen - nur weil die nicht hören kann. Blöd! Blöd! Blöd! [...] Zaza verschwindet in ihre Zufluchtshöhle, den alten Schuppen. Dort denkt sie sich noch mehr in Rage. Nein, entschuldigen wird sie sich gewiss NICHT! Und auf die Kirmes wird sie sowieso gehen, da soll der Papa mal versuchen, sie daran zu hindern! Die Tränen kommen ihr vor Wut, die aber sofort abklingt, als Zaza ein Geräusch hört, und beinahe hätte sie den kleinen Zirbelzottel mit dem Namen Zopazuti Ziesel Zentenar unter dem Blumentopf erschlagen. Dass seine "reifen" Zotteln als Wunscherfüller gelten, kann Zaza ja nicht ahnen, aber sie macht dennoch weiter, wobohl sie weiß, dass diese Wünsche ausgesprochen unfair sind, denn sie verunstalten ihre Mutter, Vater und Lulu [...] Eine witzige und zugleich moralische Geschichte hat Simak Büchel geschrieben, die sich dem Zorn des Mädchens verbunden fühlt. Die Sympathien des Autors sind auf der Seite von Zaza, obwohl ganz deutlich wird, dass ihr Verhalten im Rahmen der Familie / der Gesellschaft nur kurzzeitig geduldet werden kann. Die Entwicklung der Geschichte ins Fantastische gibt Zaza aber eine Chance, ihr Fehlverhalten einzugestehen ohne es explizit zu sagen und - vor allem - ohne ihr Gesicht zu verlieren. Das sollten sich erziehende Eltern einmal hinter die Ohren schreiben! [...] Nicht nur wegen der Moral sehr lesenswert. --Arbeitsgemeinschaft für Jugendliteratur und Medien der GEW, 16. November, 2009
Der Geräteschuppen im Garten ist der beste Platz, damit Zazas Zorn verrauchen kann. Da kommt ihr der zottelige kleine Kerl, der sich ächzend aus dem Blumentopf quetscht, gerade recht: seine reifen Zotteln lassen jeden Wunsch von Zaza in Erfüllung gehen. Und davon hat sie etliche. So soll der Vater einen Tapirrüssel, die Mutter ein Hirschgeweih und ihre kleine Schwester Elefantenohren haben. Selber schuld! Doch die ausgesprochenen Wünsche strafen eher Zaza als ihre Familienangehörigen. – Im Zorn geflucht und verflucht, wer kennt das nicht. Der kindlichen Reaktion ist hier viel Raum gelassen. Geistreich umgesetzt und mit humorvollen Details, wo die Phantasie die Wirklichkeit berührt: der Zirbelzotte beschwert sich zum Beispiel über Zazas dreistes Verhalten, ihm einen Zottel vom Po abzureissen und so eine Blösse zu hinterlassen. Auch der unbeschwerte Umgang der Familie mit den Verwünschungen ist eine witzige Begegnung von Realität und Fiktion. Die eingestreuten, exakten Schwarzweiss-Illustrationen passen ausgezeichnet dazu. --querlesen (Schweiz), Katharina Siegenthaler, 19.02.2010
Kurzbeschreibung
»He du, Stinkerchen, komm raus da! Ich hab’ dich längst gesehen!«, sagte sie und hob die Blumenkelle. Das Wesen im Topf war jedoch sehr scheu und traute sich nicht recht. »Na los, komm schon …« Zaza setzte ihr liebstes Gesicht auf und versteckte die Kelle hinter ihrem Rücken. Und tatsächlich, jetzt regte sich etwas im Topf. Zuerst erschien eine flache Nase, die ein bisschen an ein Kaninchen erinnerte, danach tauchte ein pausbackiges Gesicht mit blitzenden Äuglein und mit großen, rosigen, mordsmäßig abstehenden Ohren auf. »Ich tue dir nichts …«, murmelte Zaza und starrte wie gebannt. Da endlich zeigte sich das kleine Wesen ganz. Und, kein Zweifel, es handelte sich um einen Zirbelzottel! Einen ziemlich stattlichen sogar. Der Zirbelzottel ging aufrecht und war etwa so groß wie ein Meerschweinchen. Sein grauweißes Fell war ganz verzottelt. Zotteln in den unterschiedlichsten Größen baumelten an seinem Körper, winzige Zotteln, mittelgroße Zotteln und drei besonders prächtige, filzige Zotteln fielen Zaza sofort auf. Sie legte den Kopf schräg und staunte. Der Zirbelzottel zitterte am ganzen Körper, vielleicht weil er sich vor Zaza fürchtete oder aber, weil es ihm peinlich war, so schmuddelig zu sein. Denn süß oder niedlich konnte man den Zirbelzottel ganz und gar nicht finden! Gerade hatte er seine Pfoten über dem kugelrunden Bäuchlein gefaltet und kaute auf einer Zwiebel her-um. Als Zaza immer noch nichts sagte, hockte er sich auf den Rand der Kommode, baumelte mit den Beinen und sah das Mädchen erwartungsvoll an. »Na, was ist denn nun?«, fragte er plötzlich. »Wa…« Zaza zuckte zusammen. »Wa…«, ahmte das Wesen sie nach, kicherte und machte ein Zwiebelbäuerchen. »Oh, pardon!«