...und das ist gleich doppelt richtig, weil Teile dieses wunderschönen, stimmungsintensiven Werkes tatsächlich auf dem melancholischen Klassiker von Miles Davis Verwendung fanden.
Und dieses Album von Joe Zawinul muss sich keinen Deut hinter dieser Großtat verstecken. Ganz im Gegenteil!
Hier wird ein ähnlicher und dennoch ureigener Kosmos erschaffen und geöffnet, der sicherlich eine vergleichbare Ausgangsvision hatte, aber dennoch deutlichen eigenen Charakter aufweist.
Die Stücke werden von nebulösen und coolen Stimmungen dominiert, die ihre europäischen Wurzeln nicht verleugnen. Und dennoch fusioniert das ganze auch stark mit den amerikanischen Gegebenheiten der Zeit.
Joe Zawinul glänzt hier auf höchsten Ebenen und zeigt uns, mit seiner Variante des frühen, elektrifizierten Jazz, dass er ähnlich modernistische Ansätze verfolgte, wie Miles. Und jene auch umzusetzten wußte.
Hier kehrt er seine blaue Seele heraus.
Für mich eine höchst interessante Seite, dieses Künstlers.
Ein essentielles Stück Musik!
Gruß und schöne, intensive Momente damit.