Der Titel ist nicht unbedingt gleich Programm. Dies liegt jedoch nicht am Autor, sondern an der Sache als solches.
Martin Michalski führt zu Beginn des Buches kurz in ein paar Grundgriffe ein, wie z.B. die Palmage, Verschwindegriffe,.... Wer bereits etwas Erfahrung mit der Zauberkunst hat, weiss, dass diese Dinge mit einem ermunternden und vereinfachenden "...keine Angst, nur eine bisschen Übung, ...." nicht wirklich nebenbei erlernt werden können.
Der Leser jedoch lässt sich mit dem Kauf des Buches auf eine Sammlung vieler einzelner (über 50 !! ) Zauberkunststücke ein, die von Mikro- bis zur Salonmagie reichen. Die benötigten Materialien sind im heimischen Wohnzimmer selbst herstellbar, und auch sonst gibt der Autor sehr gute und umsetzbare Tips.
Was meiner Ansicht nach jedoch etwas zu kurz kommt, sind Routinenbeschreibungen. Dies jedoch muss sowieso jeder Zauberkünstler für sich selbst finden (Anregungen aber wären schön gewesen). So ist das Buch für mich eine nette Sammlung von Zauberkunstücken von dem ich das eine oder andere sicherlich als verbindendes Element in mein eigenes Programm übernehmen werde.
Zum Abschluss des Buches schreibt der Autor noch ein paar kurzweilige Seiten über die Geschichte der Zauberei, um schließlich in dem Kapitel "Gewußt wie, gewußt wo" allgemeine Präsentationsregeln zu beschreiben.
Wer sich das Buch kauft und glaubt, nach der Lektüre könne er zaubern, der irrt leider. Wer jedoch neben der Lektüre auch die Energie und Freude aufbringt intensiv zu üben, der findet mit diesem Buch sicherlich eine zauberhafte erste Anleitung, die besser ist als die bei manch einem gekauftem Zaubertrick beiliegnde.