Ich hatte mir "Zaubergarn" von Luisa Francia auf's Geratewohl gekauft, nachdem etliche Leute mir immer wieder von ihr vorgeschwärmt hatten. Hinzufügen muss ich, dass ich generell wenig von dieser ganzen "feministisch-magischen" Literatur halte. Aber ich dachte: Vielleicht ist da ja was dran, und du lernst etwas dazu?
Leider ist dem nicht so. Ich habe das Buch nach weniger als der Hälfte beiseite gelegt und beabsichtige nicht, ihm eine weitere Chance zu geben.
Über den Inhalt, soweit ich gelesen habe, lässt sich folgendes sagen: Die Autorin lässt sich in etwas, das dem "Stream of Consciousness"-Schreiben gleicht, über die Macht von Tönen und Worten aus. (Ja, da habe ich bereits aufgegeben.) Sie zitiert keine anderen Werke, aber das ist wohl nicht zwingend notwendig. Viel von dem, was sie schreibt, gleicht persönlichen Anekdoten, die für den Leser keine oder nur wenig Bedeutung haben.
Eine Sache, die mich wirklich auf die Palme gebracht hat, ist folgendes Zitat: "Im Schall ist All." (S. 16) So etwas lässt jeden, der sich ein wenig mit Sprachwissenschaft auseinandergesetzt hat, in der Seele erzittern. Aber wenn wir dieser Logik folgen, erfahren wir, dass Worte oft Mist sind, denn in "Redewendung" steckt "Dung", und wer in Stonehenge ist, sollte Kuchen essen, denn in "Kraftorte" steckt "Torte".
Ob ich einem ihrer anderen Bücher nach diesem Schwachsinn noch eine Chance gebe, weiß ich nicht, aber ich möchte davor warnen, sich das Gehirn mit dieser Sauce zu verstopfen.