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Produktinformation
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Die erste magische Leistung besteht darin, eine Handlung, die in einem Satz zusammengefaßt werden kann, auf 1.000 Seiten zu packen: Der junge Hamburger Hans Castorp, Sproß einer Patrizierfamilie lebt bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs sieben Jahre in einem Schweizer Luxussanatorium für Lungenkranke, ohne selbst krank zu sein.
Die zweite magische Leistung ist Thomas Manns Sprache, die auch in tausend Jahren nichts von ihrer Kraft verloren haben wird.
Die dritte magische Leistung ist die Behandlung der Figuren, die alle mehr mehr sind als bloße Protagonisten. Sie sind Exponate ihrer Zeit, jede für sich repräsentiert einen Teil geistigen Lebens in einer Ära, deren Ende sich vollzog während Thomas Mann am Zauberberg saß und schrieb.
Die vierte magische Leistung schließlich, die zauberbergigste vielleicht, ist das Spiel mit dem Leser. Oder besser: das Spiel mit der Geschwindigkeit des Lesers. Thomas Mann erreicht, daß dem Leser zehn Minuten Lesen wie eine halbe Stunde Lesen vorkommen, und zwar genau dann, wenn Hans Castorp denkt, er habe eine halbe Stunde geträumt. Wie sich herausstellt, waren es zehn Minuten.
Elf Jahre hat Thomas Mann an dem Buch geschrieben, das doch eigentlich nur eine Weiterführung des Themas aus Tod in Venedig sein sollte. Es wurde einer der meist gelesenen deutschen Romane. Zu recht. --Bettina Albert -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
77 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der anwesende Tod macht mutig und befreit,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg. Roman. (Taschenbuch)
Als Leser wird man selbst Gast im Davoser Berghof, einem Sanatorium für Lungenkranke. Man lebt mit diesen in einer Höhe, in der fast das ganze Jahr Schnee liegt und sollte sich bei der Lektüre nicht wundern, wenn einen das ein oder andere der geschilderten Symptome befällt. So erlebt man mit Hans Castorp, einem jungen Mann einer alteingesessenen Bürgersfamilie aus dem flachen Norden Deutschlands, wie Freunde, Bekannte und ihm Fremde mit unabwendbarer Natürlichkeit und ohne allzu großes Aufsehen an ihrer Krankheit sterben. Das allein erregt schon unsere Aufmerksamkeit in einer Zeit, in der der Tod dem Alltag entfallen ist. Dort oben in dieser von außen abgeschotteten Bergwelt, verliert das Sterben seinen Schrecken und wird zu einem vertrauten, mit einem Lächeln hingenommenen, ständigen Begleiter.Es ist die Anwesenheit des Todes, die befreit, mutig macht und Grenzen überschreiten läßt. In diesem Licht erscheint die Liebesgeschichte von Hans Castorp zu Clawdia Chauchat, einer Russin, die als Patientin dort ebenfalls ihre Zeit verbringt, besonders intensiv und jeglicher Annäherung an eine reale Beziehung enthoben. Um diese Themen - Krankheit, schwärmerische Liebe, Tod - webt Thomas Mann ein strahlenförmiges Netz feinst nuancierter in Handlung eingebetteter Betrachtungen. Ein fast ausufernd langer Teil enthält philosophisch, theologische Streitgespräche zwischen einem Herrn Settembrini und einem Herrn Naphta, die sich leichtem Verständnis entziehen. Bei genauerem Hinsehen offenbaren sie Themen von brennender Aktualität. In diese einzudringen verlangt denkerische Schärfe, Lust am Experimentieren mit Gedanken und Freude am philosophischen Disput. Mit der Abreise von Clawdia Chauchat verliert das Buch seinen Antrieb. Es endet mit dem sich schon in den letzten Kapiteln ankündigenden ersten Weltkrieg, der Hans Castorp vor weiterer Abstumpfung und Langeweile bewahrt. Mit viel Witz erzählt Thomas Mann eine grandiose Geschichte, die sich trotz ihres hohen Alters eine erstaunliche Frische erhalten hat und die sich trotz ihres Umfangs fast von alleine liest. Man begegnet ihr wie einer alten Bekannten, die einem vielleicht deshalb so vertraut ist, weil es auch unsere eigene sein könnte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
62 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zauberhaft...,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg. Roman. (Taschenbuch)
Der Roman von Hans Castorp, der nur mal so zu Besuch auf dem Zauberberg, einem Lungensanatorium, landet und dort nicht mehr wegkommt. Denn, so wird schnell klar, der Zauberberg hat seine eigenen Gesetze und seine eigene Zeit. Thomas Mann beschreibt messerscharf die kleineren und größeren Marotten der Menschen. Ob es eine Armhaltung oder ein Charakterzug ist, Mann läßt seine Figuren lebendig erscheinen und bringt uns Leser in eine merkwürdige Mischung von Distanz und Identifikation. Wir blicken, so ist klar, immer von außen auf unseren Helden und verschmelzen doch immer wieder mit ihm. Und der kleine Castorp biedert sich tüchtig an, bei den "Großen" auf dem Zauberberg. Bei dem dämonische Humanisten Settembrini, doch diesen Gott, den er selbst gewählt und der doch ihn gewählt hat, geht nieder. Der ätzende kleine, aber ebenso brillante Naphta, die zauberhaft erotische, obwohl doch auch lungenkranke Madame Chauchat, der gewaltige Lebemann Mynheer Peeperkorn lassen seine Autorität bröckelig werden. Wir sehen die Entwicklung des jungen Castorp von einem, der so tut als ob, zu jemandem, der mit der Zeit, dieser merkwürdigen, so ganz anderen Zeit auf dem Zauberberg, reift, zur echten Persönlichkeit wird. Und wir sehen, wie tappsig diese Schritte zuweilen sein können. Manns Buch ist enorm detailliert, scharf beobachtet und es menschelt überall, mal liebenswürdig, mal boshaft, mal dümmlich. Doch auch die intellektuellen Höhenflüge werden mit der Zeit als Ikarusflug entlarvt. Mann läßt sich hier viele Weltbilder austoben und zeigt sein enormes Wissen, doch wirkt dieses niemals aufgesetzt in Form eines Bildungsromanes, als welcher der Zauberberg auch teilweise beschrieben wurde. Der Zauberberg ist ein großartiges Stück Literatur, es ist lang, aber nie langweilig. Dies liegt vor allem daran, daß Mann es schnell schafft, obwohl er doch immer wieder so betont von außen schreibt, uns in die dichte und morbide Stimmung des Zauberberges einzuführen. Er entführt uns in diese Welt "da oben" und läßt uns so dicht teilhaben, weil wir ja wissen, es ist alles nur ein Buch...
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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zauberhafter Zauberberg,
Von Jutta (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg. Sonderausgabe (Gebundene Ausgabe)
Ein recht dicker Wälzer, der von einem Mann erzählt und von sieben Jahren, die dieser Mann in einem Lungensanatorium verbringt, gemeinsam mit seinem Vetter Joachim Ziemßen, gemeinsam mit dem Doktor Behrens und dem Psychater Krokowski, gemeinsam mit Frau Mylendonk und dem Literaten Herrn Settembrini,Madame Chauchat und wie sie alle heißen.Eine bunte Menschenschar, die vielmehr ist, als eine "Internationale der Lungenkranken", die vielmehr zu Recht ein buntes Panorama, auch Panoptikum an Gedanken, Ideen, Leidenschaften,Träumen, Abgründen, Scherzen, Gehässigkeiten zu nennen ist und in dieser Eigenschaft nicht nur den jungen Castorp, sondern auch die Leserschaft durchaus zu verwirren mag.Intellektuelle Dialoge und eine faszinierend mondäne Atmosphäre.Wunderbar artistisch und virtuos gehandhabte Sprache machen das Lesevergnügen aus.Die märchenhafte Hermetik des Sanatoriums zieht einen schnell in seinen Bann.Schlichtweg ein Klassiker wie er angesichts des immer stärker werdenden um sich greifenden Sprachverfalls mal wieder zur Hand genommen werden sollte.Ich jedenfalls habe dieses Buch "verschlungen" und nun ja, beim Lesen "legte ich geradezu trockene Gesichtshitze zu". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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