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Zatoichi - Der blinde Samurai
 
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Zatoichi - Der blinde Samurai

Takeshi Kitano , Tadanobu Asano    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

Movieman.de

Martial Arts hin Martial Arts her..."Zatoichi" ist als Film eher von einer beruhigenden Lethargie, denn von Action und Kampfes-Momenten geprägt. Die wenigen Kampfszenen allerdings sind kreativ choreographiert und geschnitten, ohne maniriert zu wirken. Das Handlungskonstrukt ist archaisch und mythisch unterwandert. Trotz seiner Blindheit und wegen seiner weisen inneren Ruhe wird unser Samurai siegen — das weiß man von der ersten Filmminute an. Die Stärken des Werkes liegen weniger in seinen narrativen Elementen, als in seiner stoischen Grundhaltung, die nur in Kampfes-Momenten einmal kurzzeitig aufbricht. Fazit: Fan-Ware

Moviemans Kommentar zur DVD: Farbschwache Optik mit ansonsten soliden Werten, der Sound nur in der Musik begeisternd.

Bild: Die Farben sind auffallend schwach gesättigt, was man natürlich via Fernbedienung ausgleichen kann. Sich bewegende Bildinhalte neigen zu einem sehr sanften, aber merklichen Schärfeverlust (00.31.34, Gesicht beim Gehen), ansonsten hantiert die Optik hinsichtlich Artefakten weitgehend fehlerlos. Die Schärfe verliert in Halbtotalen bereits etwas zuviel an Kontur, so daß Gesichter in solchen Momenten nicht mehr völlig mimiktreu sind (00.31.00, Wächter vor Tür). Der Kontrast ist noch recht gut tariert, könnte aber höher sein, um mehr räumlich Tiefe zu schaffen.

Ton: Die Kulisse ist leicht frontlastig und sie entwickelt eine etwas zu begrenzte räumliche Wirkung. So klingt die umgebende Natur zwar recht stimmig, aber sie erreicht keinesfalls eine Nähe zur Authentizität (00.08.02, Vögel. etc.). Räumlich prägnanter und sehr stimmungsvoll ist dagegen die Musik angelegt. Die perkussiven Elemente und auch Klavierparts hören sich klar und raumgreifend an (00.38.28). Die Direktionalität der Kulisse zeigt sich selten wirklich greifbar, aber etwa Schritte sind durchaus akustisch-geographisch nachvollziehbar (00.14.24).

Extras: Making Of, Produktionsnotizen, deutscher und japanischer Kinotrailer, Bildergalerie, Informationen zu Cast & Crew (noch nicht gesichtet, da bisher nur Verleih-Version vorlag) --movieman.de

VideoMarkt

Der blinde Zatoichi lebt vom Glücksspiel und Masseur-Jobs. Hinter seinem friedlichen Äußeren verbirgt sich aber ein Meister des Schwertkampfs. Als Zatoichi bei einer seiner Wanderungen durchs Land in eine vom blutgierigen Ginzo-Clan beherrschte Stadt kommt, ist seine Stunde gekommen. Zusammen mit zwei hübschen Geishas tritt er zum entscheidenden Kampf gegen den Ronin Hattori und dessen Frau an, die beide mit der Ginzo-Sippe paktieren. Die wiederum scheint die Eltern der beiden Badehaus-Mädchen auf dem Gewissen zu haben.

Video.de

Takeshi Kitano, das arbeitswütige Multitalent, schlägt wieder knallhart zu und beschert seiner großen Fangemeinde ein weiteres Martial-Arts-Schmankerl der Extraklasse. In der opulent ausgestatteten Schwertkampf-Saga - die Kostüme verantworteten Akira Kurosawas Tochter und der Designer Yohji Yamamoto - erweist der japanische Filmemacher den Klassikern des Genres seine Referenz, steuert aber Slapstick-Einlagen und typisch skurrile Takeshi-Einfälle wie nackte "Flitzer" bei. Kein Tipp für Puristen, doch ein Muss für jeden Eastern-Adepten.

Blickpunkt: Film

Der japanische Tausendsassa Takeshi Kitano verfilmte keinen originären Stoff, sondern bemächtigte sich der bei Easternfans verehrten Genrefilmreihe Zatoichi aus den sechziger bis späten achtziger Jahren - und macht sie sich zu eigen: So ist der unglaublich unterhaltsame Schwertkämpferfilm, der Eastern- und Western-Versatzstücke vereint, zwar sein bisher kommerziellstes Projekt, aber mit dem bezeichnend-bizarren Takeshi-Touch versehen. In Venedig von Publikum und Presse gleichermaßen geliebt, erhielt Takeshi Kitano den Silbernen Löwen für die beste Regie.

Mit dem doppelten Budget eines üblichen Kitano-Filmes ausgestattet, so Produzent Masayuki Mori - schließlich ist 'Zatoichi' als Schwertkämpferepos zu aller erst ein Period Piece - prunkt es mit Schauwerten in den Kostümen. Die stammen von der Tochter des im Genre mit 'Die sieben Samurai' und 'Yoyimbo - Der Leibwächter' Maßstäbe setzenden Akira Kurosawa, Kazuko, wie Regisseur und Produzent stolz betonen, nicht ohne verschmitzt zu erwähnen, dass sie nicht immer einverstanden war, wie Takeshi Kitano mit dem Genre umsprang.
Auch wenn 'Zatoichi' erklärtermaßen eine Verbeugung vor den Filmen des Meisters ist, sprang Kitano sehr spielerisch und musikalisch mit dem Genre um. Als running gag rennt etwa ein halbnackter junger Mann mit Speer und Kriegsgeheul durchs Bild. Auch sonst wird mit Slapstick und visuellen Gags nicht gespart. Genauso wenig spart Takeshi Kitano, der selbst in die Titelrolle des blinden Schwertmeisters, Masseurs und Spielers schlüpft, der ein Dorf und im speziellen eine lustige Witwe von lästigen Gangstern befreit, nicht mit Blut. Digital eingearbeitet spritzt es literweise künstlich-künstlerisch in den eleganten, furiosen und schnell geschnittenen Kampfszenen. Auf den Punkt hin choreographiert sind auch die herrlichen Musikszenen, die die für einen Kitanofilm ungewöhnlich konventionelle Struktur auflockern. Am Anfang und nach der Mitte setzt er rhythmisierte Arbeit in einem Feld zur Musik von Japan-Rocker Keiichi Suzuki (erstmals nicht von Kitanos Leibkomponist Joe Hisaishi) in Szene, um nach dem Sieg über den allerletzten unter Tarnung lebenden Gangsterboss in einem waschechten, westlich getanzten Bühnenfinale (choreographiert von The Stripes) einen krönenden Abschluss und sein Happy End zu finden.
Die Story mag nicht die Tiefe und Vielschichtigkeit eines 'Hana-bi' oder 'Sonatine' erreichen - dazu ist sie zu sehr Genre- als persönliche Geschichte - doch strotzt sie vor originellen Einfällen und Überraschungen, (Zatoichi ist gar nicht blind und hat blaue Augen) und mixt und variiert Eastern- und Western-Elemente, dass es eine Freude und Augenweide ist. Dabei vergisst der prominenteste lebende japanische Filmemacher nicht den gebührenden Ernst in der Geschichte zweier Rache suchender Geschwister, ein Junge und ein Mädchen, deren Familie einst vom Oberbösewicht abgeschlachtet wurde, und die sich als Geishas durchschlagen. Tadanobu Asano, der für den Controcorrente-Beitrag 'Last Life in the Universe' als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, mimt den ebenbürtigen Gegenspieler von Kitanos Zatoichi.
Der Samuraispaß sollte in dem seit 'Tiger & Dragon' für Eastern und Martial-Arts-Filme immer offeneren Markt auch außerhalb Asiens reüssieren und einen deutschen Verleih finden, der nicht nur die eingeschworene Fangemeinde im Visier hat. hai.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Japanisches Epos um einen Schwertkämpfer, der getarnt als blinder Masseur und Spieler ein Dorf von lästigen Gangstern befreit.

Kurzbeschreibung

Japan im 19. Jahrhundert: Als Spieler und Masseur verdient der blinde Zatoichi sein Geld. Hinter dieser Fassade verbirgt sich allerdings ein Meister des Schwertkampfes, dessen Weg in eine Stadt führt, die von mächtigen Samurai beherrscht wird. Hier stehen Zatoichi zwei schöne Geishas zur Seite, die sich an den Mördern ihrer Eltern rächen wollen.

Produktbeschreibungen

Im Japan des 19. Jahrhunderts befindet sich der blinde Zatoichi auf einsamer Wanderung durch ein Land, in dem Banden regieren und die einfache Bevölkerung mit roher Gewalt unterjochen. Seinen Lebensunterhalt verdient der strohblonde Mann mit dem auffallend blutroten Gehstock und den krummen O-Beinen mit Massagen und beim Glücksspiel. Wenn man ihn sieht, käme man nie auf die Idee, dass ausgerechnet er der gefährlichste und schnellste Schwertkämpfer Japans ist, dessen in seinem Gehstock versteckte Klinge absolut tödlich ist.

Auch die beiden Geishas O-Sei und O-Kinu reisen durch das Land, sie suchen den Mörder ihres Vaters, dessen Tod sie rächen wollen. Zatoichi und die beiden Geschwister steuern unwissentlich auf das selbe Dorf zu. Dort findet Zatoichi Unterschlupf bei der freundlichen älteren Tante O-Ume, die ihn bei sich Zuhause aufnimmt und bei einer Massage von dem Unglück berichtet, das ihr Dorf befallen hat: Die kompromisslose Ginzo-Gang kontrolliert die Straßen. Jeder, der sich den brutalen Schurken in den Weg stellt oder sich ihren Befehlen widersetzt, wird brutal ausgelöscht.

Die Macht der Ginzo-Gang wird noch stärker, als der Ronin Hattori mit seiner Frau O-Shino in dem Dorf auftaucht. Der einstmals mächtige Samurai befindet sich in einer Notsituation: Er hat seine Anstellung verloren und muss sich Sorgen um die Gesundheit seiner kränkelnden Frau machen. Also bietet er in der Gaststätte eines alten gebeugten Mannes an, seine Dienste als Leibwächter in den Dienst der Ginzo-Bande zu stellen - was diese buchstäblich unschlagbar macht.

Noch interessiert sich Zatoichi nicht für die Fehden, die das Dorf erschüttern. Er macht sich
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