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Moviemans Kommentar zur DVD: Farbschwache Optik mit ansonsten soliden Werten, der Sound nur in der Musik begeisternd.
Bild: Die Farben sind auffallend schwach gesättigt, was man natürlich via Fernbedienung ausgleichen kann. Sich bewegende Bildinhalte neigen zu einem sehr sanften, aber merklichen Schärfeverlust (00.31.34, Gesicht beim Gehen), ansonsten hantiert die Optik hinsichtlich Artefakten weitgehend fehlerlos. Die Schärfe verliert in Halbtotalen bereits etwas zuviel an Kontur, so daß Gesichter in solchen Momenten nicht mehr völlig mimiktreu sind (00.31.00, Wächter vor Tür). Der Kontrast ist noch recht gut tariert, könnte aber höher sein, um mehr räumlich Tiefe zu schaffen.
Ton: Die Kulisse ist leicht frontlastig und sie entwickelt eine etwas zu begrenzte räumliche Wirkung. So klingt die umgebende Natur zwar recht stimmig, aber sie erreicht keinesfalls eine Nähe zur Authentizität (00.08.02, Vögel. etc.). Räumlich prägnanter und sehr stimmungsvoll ist dagegen die Musik angelegt. Die perkussiven Elemente und auch Klavierparts hören sich klar und raumgreifend an (00.38.28). Die Direktionalität der Kulisse zeigt sich selten wirklich greifbar, aber etwa Schritte sind durchaus akustisch-geographisch nachvollziehbar (00.14.24).
Extras: Making Of, Produktionsnotizen, deutscher und japanischer Kinotrailer, Bildergalerie, Informationen zu Cast & Crew (noch nicht gesichtet, da bisher nur Verleih-Version vorlag) --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Mit dem doppelten Budget eines üblichen Kitano-Filmes ausgestattet, so Produzent Masayuki Mori - schließlich ist 'Zatoichi' als Schwertkämpferepos zu aller erst ein Period Piece - prunkt es mit Schauwerten in den Kostümen. Die stammen von der Tochter des im Genre mit 'Die sieben Samurai' und 'Yoyimbo - Der Leibwächter' Maßstäbe setzenden Akira Kurosawa, Kazuko, wie Regisseur und Produzent stolz betonen, nicht ohne verschmitzt zu erwähnen, dass sie nicht immer einverstanden war, wie Takeshi Kitano mit dem Genre umsprang.
Auch wenn 'Zatoichi' erklärtermaßen eine Verbeugung vor den Filmen des Meisters ist, sprang Kitano sehr spielerisch und musikalisch mit dem Genre um. Als running gag rennt etwa ein halbnackter junger Mann mit Speer und Kriegsgeheul durchs Bild. Auch sonst wird mit Slapstick und visuellen Gags nicht gespart. Genauso wenig spart Takeshi Kitano, der selbst in die Titelrolle des blinden Schwertmeisters, Masseurs und Spielers schlüpft, der ein Dorf und im speziellen eine lustige Witwe von lästigen Gangstern befreit, nicht mit Blut. Digital eingearbeitet spritzt es literweise künstlich-künstlerisch in den eleganten, furiosen und schnell geschnittenen Kampfszenen. Auf den Punkt hin choreographiert sind auch die herrlichen Musikszenen, die die für einen Kitanofilm ungewöhnlich konventionelle Struktur auflockern. Am Anfang und nach der Mitte setzt er rhythmisierte Arbeit in einem Feld zur Musik von Japan-Rocker Keiichi Suzuki (erstmals nicht von Kitanos Leibkomponist Joe Hisaishi) in Szene, um nach dem Sieg über den allerletzten unter Tarnung lebenden Gangsterboss in einem waschechten, westlich getanzten Bühnenfinale (choreographiert von The Stripes) einen krönenden Abschluss und sein Happy End zu finden.
Die Story mag nicht die Tiefe und Vielschichtigkeit eines 'Hana-bi' oder 'Sonatine' erreichen - dazu ist sie zu sehr Genre- als persönliche Geschichte - doch strotzt sie vor originellen Einfällen und Überraschungen, (Zatoichi ist gar nicht blind und hat blaue Augen) und mixt und variiert Eastern- und Western-Elemente, dass es eine Freude und Augenweide ist. Dabei vergisst der prominenteste lebende japanische Filmemacher nicht den gebührenden Ernst in der Geschichte zweier Rache suchender Geschwister, ein Junge und ein Mädchen, deren Familie einst vom Oberbösewicht abgeschlachtet wurde, und die sich als Geishas durchschlagen. Tadanobu Asano, der für den Controcorrente-Beitrag 'Last Life in the Universe' als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, mimt den ebenbürtigen Gegenspieler von Kitanos Zatoichi.
Der Samuraispaß sollte in dem seit 'Tiger & Dragon' für Eastern und Martial-Arts-Filme immer offeneren Markt auch außerhalb Asiens reüssieren und einen deutschen Verleih finden, der nicht nur die eingeschworene Fangemeinde im Visier hat. hai.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Auch die beiden Geishas O-Sei und O-Kinu reisen durch das Land, sie suchen den Mörder ihres Vaters, dessen Tod sie rächen wollen. Zatoichi und die beiden Geschwister steuern unwissentlich auf das selbe Dorf zu. Dort findet Zatoichi Unterschlupf bei der freundlichen älteren Tante O-Ume, die ihn bei sich Zuhause aufnimmt und bei einer Massage von dem Unglück berichtet, das ihr Dorf befallen hat: Die kompromisslose Ginzo-Gang kontrolliert die Straßen. Jeder, der sich den brutalen Schurken in den Weg stellt oder sich ihren Befehlen widersetzt, wird brutal ausgelöscht.
Die Macht der Ginzo-Gang wird noch stärker, als der Ronin Hattori mit seiner Frau O-Shino in dem Dorf auftaucht. Der einstmals mächtige Samurai befindet sich in einer Notsituation: Er hat seine Anstellung verloren und muss sich Sorgen um die Gesundheit seiner kränkelnden Frau machen. Also bietet er in der Gaststätte eines alten gebeugten Mannes an, seine Dienste als Leibwächter in den Dienst der Ginzo-Bande zu stellen - was diese buchstäblich unschlagbar macht.
Noch interessiert sich Zatoichi nicht für die Fehden, die das Dorf erschüttern. Er macht sich