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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sensationeller Regency-Kracher, 14. Juli 2008
Zart wie die Nacht
Eigentlich stand Anna Campbell nach "Rebellische Küsse" schon auf meiner Abschußliste, hat sich mit "Zart wie die Nacht" aber wieder in mein Leserherz geschrieben.
Die Geschichte ist schnell erzählt:
Matthew Lansdowne, Marquis Steede, ist als Jugendlicher an einem "Hirnfieber" erkrankt und litt für einige Zeit an geistigen Wahnvorstellungen. Sein Onkel hat ihn deshalb auf einem luxuriösen Landgut eingesperrt, sich sein Vermögen unter den Nagel gerissen und lässt Matthew von 2 rohen Gesellen bewachen und misshandeln.
Damit sein Gefangener nicht aufmuckt, lässt er eine vermeintliche Hure entführen und sperrt sie zusammen mit Matthew auf besagtem Landgut ein.
Die Hure ist jedoch die höchst ehrenwerte Witwe Grace Paget, die über ihr Schicksal mehr als entsetzt ist.
Der Onkel bedroht sie mit dem Tode, falls sie es nicht schafft, Matthew in ihr Bett zu lotsen.
Soweit so gut. Will man Kritik anbringen, könnte man die völlig abstruse Story und jede Menge Logikfehler ins Feld führen. Matthew - der eigentlich nach 11 jähriger Gefangenschaft ein verwahloster Wilder sein sollte entpuppt sich als eleganter charmanter Gentleman mit vollendeten Manieren.
Auch Grace Paget - die prüde Witwe - wirft recht flott ihre vornehme Zurückhaltung ab und stürzt sich voller Eifer auf ihren Liebsten.
Aber lassen wir doch die Logik beiseite. Der Roman ist heiß und prickelnd, die Charaktäre hinreissend und die Seiten fliegen förmlich dahin.
Einerseits ist die Story sehr erotisch, anderseits hat es die Autorin geschafft, das Gefühlsleben der Helden nicht zu vernachlässigen. Matthew ist sexuell völlig unerfahren und auch Grace hat in ihrer unglücklichen Ehe nicht wirklich positive Erfahrungen im Ehebett gemacht.
Die Zwangslage der beiden, die ständige Bedrohung durch Onkel und Gefängniswärter erschaffen eine dichte Atmosphäre voller Glut und Leidenschaft.
Allerdings sei dieser Roman nur Leserinnen empfohlen die einen echten Hang zu "tortured Heros" haben und auch gegen äußerst detaillierte Liebesszenen nichts einzuwenden haben.
Ich jedenfalls fand den Roman mitreissend und packend und er ist ein absoluter Keeper in meinem Regal
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leidenschaftlicher und spannender Historical, 5. April 2008
Die junge Witwe Grace Paget wird zum Landgut von Lord John Lansdowne verschleppt und soll dort dem Neffen des Lords zu Willen sein. Sie muss ihm sämtliche Wünsche erfüllen, oder sie verliert ihr Leben. Der ebenso attraktive wie geheimnisvolle Matthew Lansdowne verabscheut seinen Onkel und hat für dessen Pläne nichts übrig. Er hat kein Interesse an den Frauen, die ihm geschickt werden. Doch als er Grace zum ersten Mal sieht, kann er sich ihren Reizen nicht entziehen. Die zerbrechliche, schöne, aber auch gebildete Frau ist so ganz anders als alle anderen, die er je getroffen hat. Die beiden verspüren schon bald ein starkes Verlangen zueinander. Da aber auch Matthew ein Gefangener ist, müssen sie einander vertrauen, um gemeinsam ihre Freiheit zu erlangen.
Mit diesem herzergreifenden und düsteren Historical bringt Anna Campbell frischen Wind in das Genre. Es scheint fast so, als sei in ihren Romanen alles ein bisschen größer, dramatischer und geheimnisvoller. Der atemberaubend spannende Plot ist ungewöhnlich, und da Held und Heldin Gefangene sind, spielt sich der Roman teilweise auf kleinstem Raum ab. Die prickelnden Liebesszenen, fesselnde Dialoge und die wunderbare Sprache der Autorin unterstreichen die sorgsam inszenierte Entwicklung der Charaktere. Ihre Annäherung ist sehr feinfühlig und realistisch geschildert. Sowohl Matthews Bereitwilligkeit, einem Menschen wieder zu vertrauen, als auch Graces Überwindung jeglicher Konventionen werden überzeugend dargestellt. "Zart wie die Nacht" ist ein leidenschaftlicher und spannender Historical, der in keiner Liebesromansammlung fehlen sollte. (StS)
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9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Hanebüchen!, 8. März 2008
Angefangen mit dem Positiven: Das Buch liest sich so leicht und flüssig wie Wasser, kein Problem, es in einer halben Nacht oder auf einer langen Zugfahrt durchzulesen. Aber damit hat es sich auch schon. Ich bin nahe dran, Worte einzusparen und die Rezension zu "Rebellische Küsse" 1:1 hier zu wiederholen. Die stilistischen und inhaltlichen Mängel sind nämlich genau die selben. Schon von der Handlung her sind Veränderungen kaum festzustellen: zwei Menschen, zwangsläufig zusammen an einem abgelegenen Ort, es kommt zu mannigfaltigen und leider wieder mehr als konventionellen erotischen Szenen uns am Schluß wird geheiratet. Etwas ausführlicher, auch recht: Grace Paget, Tochter eines Lords und Patenkind, mit 16 durchgebrannt mit einem Buchhändler und erfolglosen Weltverbesserer, der viel älter war als sie, steht neun Jahre später als Witwe völlig ohne Geld und ohne jede Zuflucht da, als sie im Auftrag von Lord John entführt wird, damit sie seinem Neffen als Bettgefährtin dient. Der Neffe Matthew, Marquis of Sheene, hatte mit 14 an einem Hirnfieber gelitten, von dem er sich nur langsam erholt hatte. Das hat sein Onkel ausgenutzt, um ihn mit Hilfe einiger bestochener Ärzte als geistesgestört entmündigen und auf einem entlegenen Landgut einsperren zu können und sich selbst den Zugriff auf sein Vermögen zu erhalten. Jetzt ist Matthew 25 und sein Onkel meint, eine Frau wäre nützlich, um ihn weiter ruhigstellen zu können. Nachdem Grace und Matthwe Vertrauen zueinander gefasst haben, kommt es zu den erwähnten Liebesszenen, bevor Matthew Grace zur Flucht verhilft, die wiederum dann ihn mit Hilfe ihres Patenonkels befreit.
Die Handlung anders als hanebüchen zu bezeichnen, wäre gelogen. Abgesehen davon, daß jemand, der mit seinen Büchern und zwei verrohten Dienern seit seinem 15. Lebensjahr und nachdem er sehr lange krank war, uf einem abgelegenen Landgut eingesperrt ist (Grüße von Kaspar Hauser!), kaum das Benehmen und den Geschmack (betreffs Kleidung, z.B.) eines perfekten Mitglieds der englischen Aristokratie aufweisen kann (wie denn bitte? Das fängt schon damit an, daß ein Maßschneider auch mal anprobieren lassen muß und und Friseur keinen Zugang zu ihm hat), windet sich eine Kette von Absurditäten von Absatz zu Absatz. Die absolute Steigerung aller Widersprüche besteht darin, daß die sexuell relativ unbedarfte Grace beim ersten gemeinsamen Versuch mit dem vollkommen unerfahrenen Matthew (der rein tatsächlich nicht mal wissen kann, wie eine Frau ohne Kleider aussieht) enttäuscht ist, weil sie sich mehr erwartet hat (da tun einem ja die Männer leid!) Weitere Aufzählungen spare ich mir.
Die Zahl der Personen mit Sprechrollen ist seit dem letzten Buch auf satte 10 gestiegen, die bleiben aber durch die Bank blaß und staffagenhaft, ohne daß eine charakterliche Entwicklung zu verzeichnen wäre. Nur am Rande das Detail, daß man einen Herzog mit Euer Gnaden anredet, nicht mit Hoheit: eine Romanzenautorin sollte das können.
Ich habe wenig Hoffnung, daß Frau C. das Romanzenschreiben mal lernt.
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