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Zar Iwan VI. Der Gefangene von Schlüsselburg
 
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Zar Iwan VI. Der Gefangene von Schlüsselburg [Gebundene Ausgabe]

Detlef Jena
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 414 Seiten
  • Verlag: Universitas Verlag; Auflage: 1., Aufl. (März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800414643
  • ISBN-13: 978-3800414642
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 786.263 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Intrigen und Mord um das Erbe Peters des Großen - im Mittelpunkt ein Welfenprinz von Braunschweig-Wolfenbüttel

Klappentext

Der Griff der Welfen von Braunschweig-Wolfenbüttel nach der russischen Zarenkrone mündete in einem historischen Desaster und in einem Mord, der niemals bis in seine letzten Verästelungen aufgeklärt worden ist. Das Schicksal der Braunschweiger Familie ist eng verknüpft mit dem Kampf um das Erbe Peters des Großen, also um die politische Macht im russischen Reich. Die in ihren politischen Dimensionen geradezu groteske Mordgeschichte entsprang nicht dem arroganten Übermut einzelner russischer Herrscher. Die Hintergründe wurzeln im politischen Umgang der europäischen Mächte und ihrer höfischen Allianzpolitik jener Zeit.

Als Sohn von Anna von Mecklenburg-Schwerin, der Nichte von Zarin Anna Iwanowna und Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, galt (Johannes) Iwan als nächster Prätendent auf den Zarenthron. Doch da gab es noch Elisabeth Petrowna, Tochter Peters I., die sich als Elisabeth I. zur Zarin aufschwang. Auf ihren Befehl hin wurde Iwan VI. zunächst in eine Festung an der baltischen Küste, später nach Cholmogowy und dann schließlich nach Schlüsselburg am südwestlichen Rande des Ladogasees gebracht.

Der große nordische Krieg, der österreichische Erbfolgekrieg, die schlesischen Kriege, der siebenjährige Krieg und die Lösung der gottorfischen Frage bestimmen Inhalt, Zeitmaß und Intensität der russischen Reichspolitik jener Zeit. Die Tatsache, dass das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel während des siebenjährigen Krieges als Gegner Russlands an der Seite Preußens kämpfte, dürfte von entscheidender Bedeutung für das Schicksal der Familie Johannes' (Iwans) gewesen sein. Die dynastischen Interessen ordneten sich dem politischen Kalkül aufstrebender Großmächte allmählich unter. Das war eine europäische Tendenz, die Russlands große Katharina gegenüber der Braunschweiger Familie ausspielte und schließlich dem Martyrium des verhinderten Zaren ein gewaltsames Ende setzte.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der Fluch des Kaiserlichen Blutes, 13. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Zar Iwan VI. Der Gefangene von Schlüsselburg (Gebundene Ausgabe)
Iwan VI. ist vielleicht einer der traurigsten Herrscher aller Zeiten.

Geboren am 23. August 1740 wird er russischer Kaiser am 28. Oktober 1740 und bereits am 7. Dezember 1741 abgesetzt. Er verbringt seine restliche Lebenszeit in Gefangenschaft und wird am 16. Juli 1764 in der Festung Schlüsselburg ermordet.

Sein Leben und seiner Herrschaft sind meist nur Seitenaspekte in den Biographien über die Kaiserinnen Anna Iwanowna, Elisabeth I. oder Katharinas der Großen und des Kaiser Peter III. Er muss leiden und streben nicht für das,was er getan hatte, sondern für was er war oder besser für was er hatte: kaiserliches Blut. Er war für die Herrschenden immer nur ein möglicher Rivale, den die Opposition wieder auf den Thron hätte setzen können. Da die Regime der Kaiserinnen und Peter III. immer anfechtbar waren und als illegtim betrachtet werden konnten, hätte er für Putschisten die ideale Legitimität darstellen können. Iwan VI. war ein Spielball in den unsicheren Zeiten und Verhältnissen der Romanow-Dynastie. Sein kaiserliches Blut war für ihn ein Fluch, ein im Endeffekt tödlicher Fluch.

Detlef Jena beschreibt mit großer Kenntnis und Sachverstand, aber machmal zu detailliert und etwas verwirrend, die politische Situation, in der der Iwan VI. sein Leben verbringen musste und dessen Opfer er wurde. Der Kampf um den russischen Thron im 18. Jahrhundert wird hier klar und deutlich beschrieben.

Endlich wurde mal ein Buch Iwan VI. gewidmet und er nicht zur blossen Fußnote degradiert. Ich habe dies Buch mit großem Interesse gelesen.

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