Ich bin Ernährungsberaterin und habe mir das Buch gekauft, weil ich Kurse über ADHS/ADS in Verbindung mit Ernährung halten möchte. In sofern habe ich das Buch erstmal nur "überflogen" und nur den Teil zur Ernährungsumstellung genauer durchgelesen. Ich habe selber meinen Sohn ein Jahr sehr streng auf Diät gehalten, da er sehr stark unter Neurodermitis litt und deshalb wage ich zu behaupten, dass die Ernährungsumstellung, die Frau Speck hier vorschlägt, kaum durchzuführen ist. Besonders die ersten zwei Wochen sind sehr streng und damit sehr schwer einzuhalten. Und das gilt für die Mütter genauso, wie für die Kinder. Denn schliesslich, muss ja die Mutter kochen und ihrem Kind klar machen, warum es zwei Wochen kein Getreide in jeglicher Form essen darf. Und gekocht werden muss das Essen ja auch und das erfordert schon einiges an Erfahrung. Viel Geduld wird man benötigen, viel Kraft um sich mit seinem Kind zusammen zusetzen und ihm zu erklären, warum und weshalb. Meine Kinder essen wirklich ganz viele Gerichte, aber die empfohlenen Gerichte würden sie wohl nicht mögen (z.B. Mandelsuppe, Minestrone, Kürbissalat, Quinoasalat, Hirsekugeln,Kokonuss-Krevetten-Suppe). Überhaupt erinnert mich die empfohlene Ernährung/ Diät sehr an empfohlene Diäten bei Nahrungunverträglichkeiten, um festzustellen, welche Nahrungsmittel man verträgt.
Wenn man den Mut hat, dass Programm mit seinem Kind durchzuziehen, dann kann ich mir schon vorstellen, dass es eine positive Wirkung haben wird. Allerdings kommt mir bei diesem Buch eher der Gedanke, ob ADHS/ADS nicht doch sehr stark mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten in Zusammenhang steht und deshalb wie solche auch behandelt werden sollte.