Ich gebe zu, mein (inzwischen weggeworfenens) Exemplar ist schon älteren Datums. Aber ich konnte mich bei Google vergewissern, das die Unzulänglichkeiten auch noch in der Ausgabe von 2008 zu finden sind.
So versteigen sich die Autoren Andreas Bartholomé, Josef Rung, Hans Kern immer noch mit der Aussage: "Es gibt 'viel mehr" Primzahlen als Pseudoprimzahlen".
Das Gegenteil ist der Fall. Dabei muß man wissen, das sich die Autoren gar nicht per se auf die Pseudoprimzahlen beziehen, sondern aussschließlich auf die Carmichael-Zahlen. Da stimmt es dann natürlich: "Es gibt 'viel mehr" Primzahlen als Carmichael-Zahlen".
Überhaupt wird dieser Komplex (Fermatsche Pseudoprimzahlen, Eulersche Pseudoprimzahlen, starke Pseudoprimzahlen) aber auch andere Bereiche wie etwa die Lucas-Folgen stiefmütterlich oder auch gar nicht behandelt.
Ich gestehe zu, das die Zahlentheorie sehr formell ist. Man muß schon wissen, was Kongruenzen sind, und man sollte schon eine affinität zu den Zahlen, insbesondere den natürlichen Zahlen haben.
Fazit: Es gibt sehr viel bessere Bücher, die die Themen der Zahlentheorie behandeln, und das teilweise viel unterhaltsamer als es Bartholomé, Rung und Kern je schaffen werden. Die Herren sollten sich mal in anderen Büchern und im Internet umschauen, und ihr Buch danach völlig umgestalten. Was die Zahlentheorie betrifft, so stellt dieses Buch den Bodensatz dar.