"ZABRISKIE POINT" war ein regelrechter Flop, an der Kinokasse und bei den Kritikern, und das war beileibe kein Wunder : Der Film war seiner Zeit so weit vorraus wie nur irgendmöglich.
Wer den Film heute sieht, erkennt warum.
In seiner Art und seinem Stil wirkt er ungemein - ein Fest für die Sinne - und ist ein Spiegelbild dessen, wie unsere Gesellschaft HEUTE ist (und nicht nur die amerikanische !).
1970 war man bereits auf dem Weg dorthin - aber das hat keiner verstanden oder verstehen wollen.
Man könnte ihn ein sozialkritisches Zukunftsdrama nennen - aus der Sicht von damals.
Aus der Sicht von heute : Eine filmische Dokumentation mit der Aussage, dass unsere Gesellschaft nicht erst seit gestern sondern schon seit Ewigkeiten ziemlich kaputt ist und Fluchtversuche meist tragisch enden.
Doch nun zum Soundtrack : Ein kleines Juwel (diese Rezension bezieht sich ausschliesslich auf die Doppel-CD) !
Michelangelo Antonioni hat ihn selber akribisch zusammengestellt, bis alles so passte wie er es dem Film für angemessen hielt.
Eine wunderbare Compilation, alle Tracks klasse - ganz besonders hervorzuheben für Jerry Garcia-Fans sei die 2. CD, die wundervolle Improvisationen für die Massenliebesszene in der Wüste enthält. Göttlich.
Ebenfalls auf der zweiten Scheibe : Einige Tracks von Pink Floyd, die es ebenfalls nicht in den Film schafften, aber für Fans und Musikliebhaber eine echte Bereicherung darstellen.
Es gibt den Soundtrack als Einzel-CD, aber wirklich lohnen tut sich nur die Doppel-Edition.
Denn dieser Soundtrack gehört einfach NUR komplett in jede gute Soundtrack-Sammlung.
Eine absolute Empfehlung !