Ich habe dieses Produkt nun schon einige Male getestet, um dann für den Winter gut vorbereitet zu sein.
Da ich häufig auf Videos und Anleitungen gestoßen bin, die absolut falsch sind, bzw Menschen diesen Taschenofen immer wieder falsch bedienen, möchte ich hier eine Anleitung posten, die meines Erachtens die Beste ist:
Es handelt sich zwar um die Anleitung des Peacock-Ofens, der jedoch von der Bauart und Funktion her genau wie dasselbe Modell von ZIPPO funktioniert.
aus dem Globetrotter-Forum von Gernot K. (18.12.2007)
Gleich zum Anfang: Der Peacock erhält die Bestnote, weil er optimal funktioniert und echt der beste ist. Was fehlt, ist eine Gebrauchsanweisung, die wirklich umfassend erklärt und vor Fehlbedienung warnt. In den Bewertungen sind oft haarsträubende Dinge zu lesen. Der Ärger, den manche haben, müsste nicht sein, gäbe es eine umfassende Aufklärung. Damit in Zukunft alle mit ihrem Peacock Taschenofen glücklich sind, kläre ich jetzt auf. Funktionsweise: Nicht der flüssige, sondern nur der verdunstende Brennstoff wird ohne Flamme katalytisch 'verbrannt', sauber und praktisch ohne Geruch. Zu beachten ist: Flüssiger Brennstoff darf nicht mit dem Katalysator (Platingeflecht-Brennerkopf) in Berührung kommen, weil der Katalysator dadurch zerstört wird. Daraus folgt: Keinesfalls darf die Watte aus dem Tankbehälter hochgezogen werden, um sozusagen einen Docht zu bilden. Im Gegenteil. Die Wattefüllung im Tank soll das Hochschwappen des Brennstoffes bei Bewegungen verhindern. Der Brennstoff darf in flüssiger Form nicht den Brennerkopf erreichen oder gar herausrinnen. Sauber arbeiten beim befüllen ist gefragt. Der bei Globetrotter erhältliche Peacock Taschenofen in Standardgröße (die Größenbezeichnung steht nur auf der Schachtel) fasst leicht zwei Trichterfüllungen. Das reicht fast für 24 Stunden Dauerbetrieb. Mit riskanter Befüllung könnte man auf beinahe 30 Stunden kommen. Aus Sicherheitsgründen kann ich davor nur warnen (siehe 'Stichflamme' weiter unten). Einflüsse wie Umgebungstemperatur und Sauerstoffversorgung können leichte Abweichungen der Betriebszeit mit sich bringen. Eine halbe Trichterfüllung bringt mindestens fünf Stunden, meist sechs. Es ist auch möglich, weniger als eine halbe Trichterfüllung zu nehmen, wenn der Ofen mal nur kurz benötigt wird. Generell gilt für sehr geringe Tankfüllungen, je weniger Brennstoff eingefüllt wird, desto länger ist vor dem anzünden zu warten. So ein kleiner Spritzer Brennstoff verliert sich in den Weiten des wattegefüllten Tanks und muss sich erst noch als Dunstwolke Richtung Brennerkopf auf den Weg machen. Da hilft es, den Ofen eine Minute in die Tasche zu stecken und schön warm zu machen. Ein voller Tank dagegen erfordert keine Wartezeit. Bei Extrembefüllung immer vergewissern, dass nicht mehr Brennstoff eingefüllt wurde, als die Watte beim 'auf den Kopf stellen' sicher im Tank zurückhalten kann. Sonst könnte beim liegenden Ofen eine Stichflamme entstehen. Zum anzünden sei gesagt, kein Anzündwerkzeug brennt wirklich sauber. Der Katalysator sollte aber nicht durch Ruß verunreinigt werden. Also, nicht wie mit einem Flammenwerfer das Katalysatorgeflecht bearbeiten. Einfach die senkrecht nach oben brennende Flamme seitlich an den Brennerkopf des aufrecht stehenden Ofens bringen. Es reicht, wenn ein einziges winziges Drähtchen des Brennergeflechts kurz aufglüht. Das würde man aber eh nur im Dunkeln sehen. Bei einem sauberen, gut funktionierenden Katalysator braucht man zum anzünden keine ganze Sekunde. Mit dem Feuerzeug lange hinzuheizen strapaziert nur den Brennerkopf. Besser, man packt den Ofen nach dem kurzen anzünden gleich ins Säckchen. Wenn er angesprungen ist, erwärmt sich der Tank und damit der ganze Ofen so am schnellsten. Ist es tatsächlich einmal nicht gelungen, was höchst selten vorkommt, na, dann wird halt noch einmal angezündet. Bei Globetrotter möge man mir verzeihen, wenn in Zukunft vielleicht weniger Ersatzbrennerköpfe bestellt werden, weil diese bei bestimmungsgemäßem Gebrauch wesentlich länger halten werden. Der Stoffbeutel ist nicht nur ein Schutz gegen berühren des heißen Metalls des Ofens. Er ist vielmehr für den reibungslosen Betrieb bei sehr kalten Temperaturen unbedingt erforderlich. Der Brenner muss, um auch bei großer Kälte gut zu funktionieren, den Tank immer schön auf Temperatur halten, damit genügend Benzin verdampft, um den katalytischen Prozess am Laufen zu halten. Das geht aber nur, wenn um den Ofen herum eine warme Pufferzone besteht, die eine ausreichende (Tank-)Temperatur gewährleistet. Darum ist dieser Beutel aus eher grobem Stoff gefertigt. Er lässt zwar für den Katalyseprozess genügend Luft durch, verhindert aber eine zu schnelle Wärmeableitung. Es ist falsch, bei ungenügender Heizleistung den Ofen aus dem Beutel herauszunehmen oder nach dem anzünden nicht gleich hineinzugeben. Er braucht vielmehr sofort nach dem anzünden sein 'Mäntelchen', um seine Betriebstemperatur schnell zu erreichen. Der Tank ist nämlich aus sehr stark wärmeleitendem Material, damit er vom Brennerkopf ausreichend erwärmt wird. Ohne Beutel wäre die Wärme, die den Brennstoff verdunsten soll, aber bei großer Kälte schneller weg, als sie nachkommt. Deshalb die 'Isolierung'. Natürlich muss es nicht unbedingt dieser Beutel sein. Genauso gut kann es in der Jacken- oder Hosentasche funktionieren. Wichtig ist jedenfalls ein wärmendes Milieu. Auch die kälteste Hand bringt den Ofen nicht zum verlöschen, wenn in der Tasche nicht nur der Ofen warm ist, sondern auch die Tasche durch den Ofen schon erwärmt wurde. Je kälter es ist, desto wichtiger ist das. Sauerstoff muss natürlich immer dazukönnen. Im Zweifelsfalle ev. einen Reisverschluss nicht ganz schließen. Manchmal kann es passieren, dass bei einem neuen Ofen der Deckel so lose schließt, dass er zu leicht aufgeht. Das ist kein Problem. Sehr vorsichtig bei der Öffnung etwas flacher gedrückt hält er gleich viel besser. Auch der Brenneraufsatz könnte zu locker sitzen. Da muss man entscheiden, was einem lieber ist. Ein sehr locker sitzender Brennerkopf, der bei einem Stoß vom Tank herunterfällt und sozusagen eine Art Sicherheitsabschaltung darstellt. Oder ein fester sitzender, der nicht so leicht herunterfallen kann. Jedenfalls, wenn er zu locker sitzt, braucht der Kragen des Brennerkopfes auch nur ganz leicht flachgedrückt zu werden und dann passt er. Beides geht ohne Werkzeug. Aber nicht mit fetten Fingern an den Brennerkopf fassen. Nie! Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wünschte ich mir einen benzindichten Tankverschluß für den Peacock. Vielleicht mache ich mir den auch selber. Aber sonst ist er perfekt!!!