Ich hab weder mit Zen noch Buddhismus viel am Hut. Aber die Nikotinsucht als Dämon zu betrachten, der nur dann für immer besiegt werden kann, wenn man ihn als Gegner ernst nimmt und (sogar als Lehrmeister) würdigt, hat mich total angesprochen. Ich bereue jedenfalls keine Sekunde, dass ich mich für diesen Ratgeber als Begleiter in eine rauchfreie Zukunft entschieden habe. Ich bin überhaupt froh, dass ich mir Hilfe holte. Denn der Autor, selber Ex-Raucher, zeigt, dass es nicht einfach reicht, mit Rauchen aufhören zu wollen und dies allein durch einen Willensakt zu bewerkstelligen oder indem man sich zusammenreisst. Gerade das nämlich stärke und verlängere die Sehnsucht nach der Zigarette und fördere so die Rückfallgefahr. Oder anders: Wer den Kampf gegen das Nikotin mit verbundenen Augen führt, ist schwer im Nachteil. Ganz im Gegensatz zu dem, der sich der Sucht stellt und sich ihre verführerischen Mechanismen bewusst macht. Dadurch wird z. B. auch klar, warum nikotinhaltige Ersatzpräparate kein Ausweg sind, halten sie doch die Sucht am Leben. Gewiss, ganz ohne Schwierigkeiten geht die Entwöhnung nicht, aber schlimme Entzugserscheinungen müssen nicht sein, wie der Autor vermerkt. Das habe ich erstaunlicherweise selber erlebt!
Kurz: Es führen viele Wege nach Rom bzw. in ein rauchfreies Leben - dieses schmale Buch zeigt in zehn leicht verständlichen Lektionen samt einfachen, aber hilfreichen Übungen einen davon auf. Und zwar ohne Zwang, Angstmacherei oder durch Einreden eines schlechten Gewissens - ob man am Ende nun Erfolg hat oder (noch) nicht.