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Rezension zu: "Generalfeldmarschall Ferdinand Schörner" - Biographie in 2 Bänden von Roland Kaltenegger

Diese Biographie erschien in 2 Teilen:

Teil 01: Vom Pour-le-Mérite zum Ritterkreuz: 1892-1943
Teil 02: Vom Kommandierenden General zu Hitlers letztem Oberbefehlshaber: 1943-1973

Zum historischen Hintergrund:

Ferdinand Schörner, 1892 in München geboren, diente nach dem Abitur zunächst als Einjährig-Freiwilliger
im bayerischen Infanterie-Leib-Regiment und studierte im Anschluß daran Philosophie und neue Sprachen
mit dem Ziel, Lehrer zu werden.

Bei Kriegsausbruch, im August 1914, wurde Schörner als Reserveoffiziersanwärter zum bayerischen Infanterie-
Leib-Regiment einberufen und bereits im November 1914 zum Leutnant der Reserve befördert. 1917 erhielt er
den höchsten preußischen Offiziersorden, den "Pour-le-Mérite", wurde in die aktive Offizierslaufbahn über-
nommen und beendete den Krieg als Oberleutnant.

Nach dem Krieg wurde Schörner als aktiver Offizier in die kleine Reichswehr übernommen, durchlief eine General-
stabsausbildung und machte nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten -als überzeugter Nationalsozialist-
schnell Karriere. Am 30. Januar 1933 noch Hauptmann, stieg Schörner in den folgenden 12 Jahren der nationalso-
zialistischen Herrschaft bis zum Generalfeldmarschall auf.

Hitler ernannte Schörner mit Wirkung zum 30. April 1945 zum Oberbefehlshaber der Heeres. Am 08. Mai 1945 kapitu-
lierte Schörner in seinem Hauptquartier in Tschechien vor der amerikanischen Armee und setzte sich am folgenden
Tag -in Zivilkleidung- mit einen "Fieseler Storch" nach Tirol ab. In Österreich wurde er von der amerikanischen
Armee verhaftet und wenig später an die Sowjetunion ausgeliefert....

Zur Bewertung:

Roland Kaltenegger hat eine Reihe interessanter Bücher über Offiziere der Gebirgsjäger-Truppe der ehemaligen
deutschen Wehrmacht geschrieben. Auch der spätere Generalfeldmarschall Ferdinand Schörner war ursprünglich
einmal Gebirgsjäger-Offizier.

Bereits im ersten Weltkrieg bewies der junge Leutnant Schörner persönliche Tapferkeit und wurde 1917 mit dem
höchsten preußischen Tapferkeitsorden, dem Pour-le-Mérite ausgezeichnet. Dass er sich dabei selbst nicht schonte,
beweisen drei schwere Verwundungen, für die Schörner das Verwundetenabzeichen in Silber erhielt.

Während des Zweiten Weltkrieges erwies sich Schörner als fähiger General und Truppenführer, der auch in diesem
Krieg wieder höchste Kriegsauszeichnungen erhielt. Im Januar 1945 erhielt Schörner das Ritterkreuz mit Eichenlaub,
Schwertern und Brillanten.

Schörner war beim Gegner, aber auch in der eigenen Truppe gefürchtet. Man nannte ihn den "eisernen", aber auch den
"blutigen Ferdinand". Schörner griff an der Front hart durch und verfügte Standgerichte und Hinrichtungen. Wo sich
Schörner aufhielt galt: "Mehr Angst im Rücken, als von vorne". Schörners rücksichtsloses Durchgreifen stabilisierte
die Front, ruinierte aber seinen Ruf nachhaltig.

Als Schörner nach zehnjähriger sowjetischer Kriegsgefangenschaft in die Heimat zurückkehrte, wurde ihm die Pension
verweigert und er musste sich in jahrelangen Prozessen wegen zahlreicher verhängter Todesurteile rechtfertigen.
So ließ Schörner in seinem Kommandobereich die rückwärtigen Bereiche nach "Drückebergern" durchkämmen. Wer sich dort
ohne triftigen Grund aufhielt, der verlor als "Fahnenflüchtiger" sein Leben. Im Jahre 1957 wurde dann Schörner selbst
wegen Fahnenflucht angeklagt, da er -wie oben erwähnt- sich im Mai 1945 in Zivilkleidung von seiner Truppe "abgesetzt" hatte.

Ferdinand Schörner war NSDAP-Mitglied und galt als überzeugter Nationalsozialist. Adolf Hitler verlieh ihm am 30. Januar
1943 das "Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP". Schörner galt als Einzelgänger und hatte selbst bei seinen Offizierskamera-
den in der Wehrmacht kaum Freunde und keinerlei Rückhalt, so dass er nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft bei
den anstehenden Prozessen völlig alleine dastand.

FAZIT:

Es gab in der Vergangenheit schon Biographien über Ferdinand Schörner, die vereinzelt in eine bestimmte politische Richtung
tendierten und daher mit Vorsicht zu betrachten sind.

Roland Kaltenegger veröffentlichte in den letzten Jahren einzelne interessante Biographien über Offiziere der Gebirgsjäger-
Truppe der ehemaligen Deutschen Wehrmacht.

Seine 2-bändige Biographie über den -aus der Gebirgsjägertruppe hervorgegangenen- späteren Generalfeldmarschall Ferdinand
Schörner ist sehr interessant und darüberhinaus sehr gut geschrieben.

Diese 2-bändige Biographie [ Format: 17x24 cm; ca. 320 Seiten; ca. 120 s/w-Bilder ] ist lesens- und empfehlenswert.
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am 6. Juli 2015
Für uns als Nachkriegsgeneration ist es sehr schwer zu verstehen das der Soldat so handelt wie er muß.
Wir können uns darüber absolut kein Urteil erlauben weil wir nicht in dieser Zeit gelebt haben.
22 Kommentare|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 4. August 2014
Schon im ersten Band derSchörner-Biographie verfälscht Kalenegger die Geschichte. Noch gefährlicher ist der zweite Band. Zwar betont der Autor die ‚Wissenschaftlichkeit‘, nennt Zeugen, so dass dem Leser, der die Zeit nicht erlebt hat und wenig Geschichtskenntnisse hat, ein falsches Bild vermittelt wird. Wir kranken an zwei Entstellungen der NS-Zeit: die 68er hielten die NS-Generation fast insgesamt für Hitler zujubelnde Nazis. Dem Fehler der linken Ecke folgt nun eine Heroisierung des Krieges aus der rechten Ecke. Alte Soldaten verklären gern die eigene Vergangenheit und vergessen die Leiden. Viele der zitierten Zeugen neigten zu dieses Haltung.
Speziell Offiziere gerieten in ein Dilemma. Man liebte sein Vaterland, war vom Wert soldatischer Tugenden wie Pflichterfüllung, Gehorsam, Mut überzeugt.. Aber immer stärker wurde erkennbar, dass der Staat in die Hände von Verbrechern gefallen war, dass Hitler das Volk in seinen Untergang mitreißen wollte. Man erlebte, wie von Deutschen im eigenen Land und hinter der Front entsetzliche Verbrechen begangen wurden, wie von der Einhaltung völkerrechtlicher Regeln keine Rede mehr war, wie man Tausende Ausländer als Sklavenarbeiter ins Reich verschleppte, wie man hunderttausende russische Soldaten buchstäblich verhungern ließ.
Im letzten Kriegsjahr forderten Frauen immer wieder Soldaten auf, endlich aufzuhören, unterzutauchen, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Angesichts eines unmittelbar bevorstehenden Endes kann man nicht mehr von Desertion reden. Hier ging es nur noch darum, das eigene Leben zu retten. Soldaten klauten sich gegenseitig Benzin aus den Tanks, um weiterfahren zu können, Panzer wurden gesprengt, weil sie keinen Treibstoff mehr hatten, es gab praktisch keine Luftwaffe mehr, am 13.2. wurde Dreden grausam bombardiert. Nichts schützte mehr vor den pausenlosen Luftangriffen.
In dieser Situation bekam Schörner am 17.4.44 das Eichenlaub zum Ritterkreuz, am 26.8. 44 dazu die Schwerter zum Eichenlaub, am 1.1. 1945 erhielt er schließlich den –bis auf eine Ausnahme- höchsten Orden: das Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern und Brillanten, nur 27 Soldaten trugen diese Auszeichnung. Am 5. April 1945 wurde Schörner Generalfeldmarschall. Hitler ging offenbar von der alten Tradition aus, Feldmarschälle gehen nicht in Gefangenschaft, sie erschießen sich. Den Gefallen tat ihm nur Model, aber nicht Paulus und schon gar nicht Schörner. Im Gegentail, der zog am Ende Zivil an und versuchte unterzutauchen, was erstaunlicherweise nicht gelang.
Kann, darf Ehrgeiz so weit gehen, dass man aus Ruhmsucht alles andere übersieht, nicht erkennen will, dass dieses Regime verantwortlich ist für Verbrechen, dass der Krieg unterkeinen Umständen mehr zu gewinnen ist, dass es nur mehr darum geht, dem weitern Sterben endlich ein Ende zu bereiten?
Alle negativen Seiten des Krieges verschweigt Kaltenegger. Auf der ersten Seite zitiert er mit offensichtlicher Billigung einen Autor über den russischen Gegener „…ihre Taktik, was sie schon immer gewesen war-, langsames Vor-und Rückwärtsschieben von Massen nichtdenkender Männer als verlockende Beute für die deutschen gepanzerten Tiger.“ Immer wieder braucht er das Wort vom ‚asiatischen Krieg‘, erweckt so die Erinnerung an den Einfall der Mongolen im Mittelalter. Bewundernd beschreibt er, wie Schörner mit gezogener Pistole die Soldaten nach vorwärts trieb, was sehr stark an das grausame Handeln russischer Kommissare erinnert. Er erwähnte Goebbels, der Schörner rühmte, weil der ‚Feiglinge‘ aufhängen ließ. Ganz schlimm sind die historischen Verfälschungen, z.B. dass Hitler sich von den Briten und anderen Kriegstreibern in den Krieg hineinziehen ließ.. Und völlig idiotisch wird es, wenn gegen Kriegsende bedauert wird, dass die westlichen Alliierten Deutschland nicht vor Russland rettete.
Nicht die Deutschen haben unsägliche Schuld auf sich geladen, sondern Deutsche. Verbrecher gibt es in jedem Land. Dass auch die ehemaligen Gegner nicht unschuldig sind, ist klar. Auch da gibt es verbrecherische Elemente. Wer aber Hass sät, wird Sturm ernten. Gräfin Dönhoff warf in einem ihrer Bücher Generälen Feigheit vor. Schörner zählt gewiss zu denen, denen sie jeglichen Respekt versagte.
Menschen sollten aus der Geschichte lernen,. Das ist nur möglich, wenn die Geschichte objektiv dargestellt wird. Kaltenegger verfälscht, weil er alle Negativa der NS- Zeit verschweigt. Sein Buch ist eine Gefahr für Leser mit geringen Geschichtskenntnissen.
44 Kommentare| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Mai 2014
Wie auch für den ersten Band so vergebe ich auch für den zweiten Band der Biographie aus der Hand von Roland Kaltenegger fünf Sterne. Akribie, Sachverstand und Wissen zeichnen auch dieses Werk aus.
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