In aktuellen Heft gibt es ein Dossier über Sekten.
Würde man dies kennzeichnen als Elaborat von Sektenbeauftragten, könnte man dies einordnen, lesen oder weglegen.
So wird der Eindruck erweckt, es sei qualitativ hochwertiger Journalismus un ärgert sich, festzustellen, dass es das nicht ist.
In der Art der Sektenbeauftragten wird mit dem Thema umgegangen,teilweise geschrieben von einer Frau, die damit ihr Geld verdient hat.
Unbestreitbar entsteht durch Umgang mit Sekten Schaden an Seele, Gesundheit und Vermögen. Aber das hat dieser Umgang mit anderen Weltanschauungsgemeinschaften gemeinsam, bis hin natürlich zu den grossen Religionsgemeinschaften.Gemeinschaften lieben es häufig, ihre Mitglieder in Anbhängigkeit zu halten und an ihnen zu verdienen. Wer könnte darüber genauer berichten als die katholische Kirche, die eine sehr lange Erfahrung damit hat. Die Vergiftung der Seele findet sich eindrucksvoll beschrieben bei Tilman Moser, Gottesvergiftung, Sohn eines evangelischen Pfarrers.
Wer nur den Blick auf die Nachteile richtet,wird immer und überall viele finden und sich daran weiden.
Die ein oder anderen finden in solche Gemeinschaften, weil ihnen die mainstream-Gemeinschaft nichts oder zu wenig bietet. Ob dies nun spirituell oder körperlich ist. Eine Schulmedizin, die zwar wissenschaftlich fundiert ist, aber täglich die Grenzen ihrer Wissenschaftlichkeit demonstriert oder eine Religionspraxis, die oft nicht einmal Trost bietet, warum wohl sind die Kirchen so leer?
Sektenbeauftragte sind in einer demokratischen Gesellschaft durchaus notwendig(wobei sie häufig ihren Blick nur auf Gemeinschaften richten, bei denen sie sich trauen dürfen, dann sind die Scientologen dran,nicht aber die Evangelikalen). Wenn sie von Kirchen bestückt werden, ist die Kritik aus der Sicht von Mitbewerbern ( der Vertreter von Opel berichtet über die Nachteile von VW). In ihrem Auftrag ist enthalten, die kritischen Stellen zu suchen, die es durchaus gibt.
In einer seriösen journalistischen Arbeit möchte man mehr von dem Phänomen "Sekten" hören.
Dies fand in diesen Dossier nicht statt und deswegen ist dies unprofessionell.