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Züricher Novellen
 
 

Züricher Novellen [Kindle Edition]

Gottfried Keller
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Klappentext

Gottfried Keller hat in seinen Züricher Novellen (1878) dem Bürgersinn und der Charakterfestigkeit seiner Landsleute eine liebevolle, mitunter auch ironische Huldigung erwiesen. Die drei ersten, durch eine Rahmenerzählung verbundenen Stücke der Sammlung haben wahre und falsche menschliche Originalität zum Thema: Hadlaub gibt die Lebensgeschichte des spätmittelalterlichen Minnesängers und Liedersammlers Johannes Hadlaub, der eine auf Selbstbescheidung gründende Persönlichkeit verkörpert, Der Narr auf Manegg die Buz Falätschers, der an der Krankheit zugrunde geht, »sein zu wollen, was man nicht ist«, Der Landvogt von Greifensee die Schicksale Salomon Landolts, der nach fünf mißglückten Liebesbeziehungen dennoch zu heiterer Gelassenheit und erfolgreichem Wirken für das Gemeinwesen findet. Die zweite Novellengruppe bringt selbständige Stücke: Das Fähnlein der sieben Aufrechten, eine Galerie prächtiger Charakterköpfe im Zürich des Jahres 1849, von »Vaterlandsfreunden, Erzpolitikern und strengen Haustyrannen«, und Ursula, eine Erzählung aus der Zeit der Reformationskämpfe, die vor allem religiösen Fanatismus satirisch aufs Korn nimmt. Dr. phil. Gert Sautermeister

der das Nachwort zu dieser Ausgabe der Züricher Novellen verfaßt hat, ist Professor für neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Bremen. Buchveröffentlichungen: Idyllik und Dramatik im Werk Friedrich Schillers (1971), Thomas Mann: Mario und der Zauberer (1981). Zahlreiche Aufsätze zur Literatur des 18.-20. Jahrhunderts, insbesondere zu Schiller, Keller und Thomas Mann.


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ingmar
Format:Taschenbuch
Die Sammlung bietet einige Novellen, (um 1878 verlegt), in denen der Autor den Leser mit einigen Figuren und Begebenheiten seiner Züricher Heimat konfrontiert, und nichtzuletzt auch mit dem Autoren und seiner Mentalität selber.
Der Autor setzt sich dabei kritisch mit Tatsachen, Charakteren und Idealen dieser seiner damaligen Heimat auseinander, nicht aber, ohne seinen Humor dabei zu verlieren. Seine Helden sind entweder vergangene Gestalten (z.B. Hadlaub), vor allem aber Menschen des Kleinbürgertums, allen voran Handwerker (-Meister) haben es ihm angetan.

Keller hat in einer Zelt gelebt (und geschrieben), die den Übergang zur Moderne drastisch verkörperte: die Industrialisierung schreitete stark voran, mit der sich der Autor schwer tut, und dabei die "Idylle" der damit endenden, gemütlicheren Zeit mit ihren Charakteren und ihrer Wirtschaftsordnung beschreibt. Eine Spur Romantik spielt dabei sicherlich so manches Mal mit; insgesamt aber bleibt er durchaus dem Realismus verbunden, was - neben einer guten Landschaftsbeschreibung - vor allem in der guten Beschreibung seiner "Helden" (meist Handwerker) zur Geltung kommt.

Keller gilt nicht umsonst als einer der wichtigsten und beliebtesten Autoren deutscher Sprache.

Für mich war es das erste Werk Keller's, das ich gelesen habe. Seitdem bin ich großer Fan von diesem Autor.

Wer Keller mag, wird ohnehin auch dieses Buch des sympathischen Autors mögen, das ein Klassiker der deutschen Sprache geblieben ist, und bis heute immer wieder verlegt wird.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
nette Historie 25. Oktober 2009
Format:Taschenbuch
der biedermeierliche Inhalt ist Geschmacksache, gibt aber gerade deswegen ein gutes Bild der Zeit. Das Fähnlein der sieben (selbst-)gerechten muss man gelesen haben, um -auch die heutige- Schweiz zu verstehen.
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