Die Sammlung bietet einige Novellen, (um 1878 verlegt), in denen der Autor den Leser mit einigen Figuren und Begebenheiten seiner Züricher Heimat konfrontiert, und nichtzuletzt auch mit dem Autoren und seiner Mentalität selber.
Der Autor setzt sich dabei kritisch mit Tatsachen, Charakteren und Idealen dieser seiner damaligen Heimat auseinander, nicht aber, ohne seinen Humor dabei zu verlieren. Seine Helden sind entweder vergangene Gestalten (z.B. Hadlaub), vor allem aber Menschen des Kleinbürgertums, allen voran Handwerker (-Meister) haben es ihm angetan.
Keller hat in einer Zelt gelebt (und geschrieben), die den Übergang zur Moderne drastisch verkörperte: die Industrialisierung schreitete stark voran, mit der sich der Autor schwer tut, und dabei die "Idylle" der damit endenden, gemütlicheren Zeit mit ihren Charakteren und ihrer Wirtschaftsordnung beschreibt. Eine Spur Romantik spielt dabei sicherlich so manches Mal mit; insgesamt aber bleibt er durchaus dem Realismus verbunden, was - neben einer guten Landschaftsbeschreibung - vor allem in der guten Beschreibung seiner "Helden" (meist Handwerker) zur Geltung kommt.
Keller gilt nicht umsonst als einer der wichtigsten und beliebtesten Autoren deutscher Sprache.
Für mich war es das erste Werk Keller's, das ich gelesen habe. Seitdem bin ich großer Fan von diesem Autor.
Wer Keller mag, wird ohnehin auch dieses Buch des sympathischen Autors mögen, das ein Klassiker der deutschen Sprache geblieben ist, und bis heute immer wieder verlegt wird.