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Zündschnüre. Roman.
 
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Zündschnüre. Roman. [Broschiert]

Franz J. Degenhardt
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 216 Seiten
  • Verlag: Aufbau Tb (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746613183
  • ISBN-13: 978-3746613185
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 97.901 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sie sitzen auf Meurichs Mauer, und ihnen entgeht nichts, was in der Siedlung, im Werk oder im Russenlager passiert. Während die Väter im Krieg sind oder im KZ, beginnen Fänä und seine Kumpane unbekümmert um jede Gefahr und lustvoll fortzusetzen, was ihnen ihre Leute vorgelebt haben: die Dreizehn-, Vierzehnjährigen greifen in den scheinbar so unaufhaltsamen Gang der Dinge ein; sabotieren, plündern, versuchen eine Partisanenarmee zu gründen und verstecken Leute.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Zündschnüre hat einen so festen Bezugrahmen, daß frau/mann kaum glauben kann, daß es sich um einen (frei erfundenen) Roman handelt.
Das Geschilderte besteht(fast)nur aus Versatzstücken aus der Realität der damaligen Zeit. Der Roman "spielt" in einem fiktiven 'roten' Arbeiterviertel einer Ruhrgebietsstadt in den Jahren 43 bis 45. Er füllt eine schmerzliche Lücke in den landläufig kaum vermittelten Geschichte der unteren Klassen in Deutschland. Zündschnüre erzaehlt in nichtverquastenden Form von kaum zu glaubenden Mut und Einfallsreichtum überwiegend kommunistisch eingestellter Arbeiter und vor allen Dingen ihrer halbwüchsigen Kindern im Kampf gegen die Nazis.
Fast alle der einzelnen 'unglaublichen Geschichten' habe ich schon einmal in Tatsachenberichten andernorts gelesen. Diese Zusammenfassung ist zwar so an einem Ort nicht vorstellbar, aber darum geht es wohl nicht in erster Linie.
Die Attraktivität von "Zündschnüre" besteht also darin, daß in einer unterhaltsamen Form dieses verstreute Wissen weiter gegeben wird. Und zwar auch in einer Form, die Jugendlichen (die Hauptpersonen des Romans)verstehen zu begeistern.
Nicht zuletzt durch die teilweise stark umgangssprachlich vermittelten Tabu-Themen dieser Altersgruppen.
In diesem Sinne halte ich das Buch für sehr gelungen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht ganz so 13. März 2012
Von Charlotte Hölling VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch habe ich anlässlich des Todes von F-J. Degenhardt gekauft und gelesen. Degenhardt war aufgrund seiner Lieder lange Zeit mein politisches Idol.
Insofern war die Lektüre sehr aufschlussreich.
Das Buch ist stilistisch gut geschrieben.
Aber inhaltlich bin ich doch sehr desillusioniert. Wer behauptet, Zündschnüre wäre eine Art "Tom Sawer", irrt gewaltig. Während Tom Sawer ein liebenswerter, mit üblichen Fehlern behafteter Junge ist, sind die männlichen jugendlichen Helden F.J-Degenhardts allesamt ohne Furcht und Tadel - Gefühle wie übliche Menschen haben sie nicht. Sie weinen nicht, sie haben keine Angst, keine Zweifel, sie sind nie schwach - vor allem der Held der Geschichte - Fänä nicht. Dementsprechend sind sie auch oft ganz schön brutal. Dass sie links bzw. kommunistisch sind, scheint mir danach eher zufällig, sie hätten genausogut ganz rechts sein können.

Bezüglich Emotionen wird das besonders deutlich an einem amerikanischen geflohenen Kriegsgefangenen. Ich zitiere: "Einmal sang der Amerikaner nachts und weinte anschließend, und als er am nächsten Tag wieder abgeholt wurde, war Fänä nicht traurig drum." (S.161)

Gut, sie konnten nichts dafür, dass sie so waren, das lag an der rigiden Erziehung damals. Es wundert aber nicht, dass die 68-iger zwar eine Befreiung von Konventionen, aber keine wirkliche bessere Gesellschaft erreicht haben - sie hatten wohl schlichtweg keine Vorstellung davon.
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