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Zündels Abgang: Roman
 
 
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Zündels Abgang: Roman [Taschenbuch]

Markus Werner
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: Ungekürzte Ausgabe (1. Juli 1988)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423109173
  • ISBN-13: 978-3423109178
  • Größe und/oder Gewicht: 19,5 x 11,9 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 211.879 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Markus Werner
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»›Zündels Abgang‹ ist schwere Kost durch die komprimierte Form (knackige 120 Seiten!) und durch die Kompromisslosigkeit der Geschichte, aber gerade die unbestechliche Härte macht den Reiz dieses Romans aus – Werners Witz ist immer zweischneidig, und eben dadurch so brillant.«
literaturcafe.de 10.05.2007



»Markus Werners fulminantes, tragikomisches Debüt, in dem der Lehrer Konrad Zündel an den Zumutungen der Welt – und der Liebe – verzweifelt und schließlich spurlos abgeht. «
Profil

Kurzbeschreibung

Als Konrad Zündel heimkehrt, bereitet ihm Magda einen für seinen Geschmack allzu reservierten Empfang.

Kann ein Autor erwarten, dass sein Held Ernst genommen wird, wenn er diesem bereits auf den ersten Seiten mir nichts dir nichts einen Zahn aus dem Mund fallen und ihn wenig später in einer Eisenbahntoilette einen abgeschnittenen Finger finden lässt?

Er kann, wenn es ihm wie Markus Werner gelingt, das Komische und das Absurde mit der Betrübnis und dem Bitterernsten so zu verbinden, dass sie spiegelbildlich werden.

Zündel, der Held, Mitte dreißig, verheiratet, spürt in sich wie eine schleichende Infektion das Existenzzernagende des Lebensalltags. Gegen Katastrophen könnte man sich noch aufbäumen, was aber hilft noch gegen die kleinen und umso dreisteren Alltagsattacken, gegen die abgeklärte Robustheit des Normalen. Als die großen Ferien da sind und ihn nichts mehr hält, entfernt sich Zündel. Der Versuch einer Reise nach Griechenland scheitert, ein erneuter Anlauf bringt ihn nach Genua. Was ihm dort zustößt, ist nur noch für den Leser zum Lachen. Zündel will nicht mehr und geht ab.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist ein köstliches Stück Literatur, obwohl es wenig Erbauliches enthält: Zündel, Mitte dreißig, Lehrer, pessimistisch, panisch, glücklos, hat sein Verschwinden schon hinter sich: ein Freund dokumentiert seinen Abgang, sichtet Zündels Notizen, vermutet. Die großen Ferien stehen an. Nur weg! Zündel flieht nach Italien, findet um sich und in sich nur Enttäuschung. Wieder im Beruf funktioniert er nicht mehr: Seine Wahrheit wird ihm zum Verhängnis, er entrückt, weil er sagt, was er denkt. Markus Werners messerscharfe Prosa entwirft herrliche Sprachbilder und köstliche Weisheiten: "Rücksichtnahme heißt Selbstverlust", "Unzuverlässigkeit heißt Selbstbestimmung", "Vertrauen ist eine subtile Form der Unterdrückung" jammert der Held anklagend in seinem 'neuen Wörterbuch', den Zank mit der Ehefrau kommentierend. Und: "Ich bin ein Bett-Rebell. Und schon das ist mir zuviel." Hier wird der Abgesang auf die Welt zu einem Abgesang des Privaten. Markus Werner zeigt seinen Helden entwaffnend ehrlich, feige, labil und zerrüttet. Hermann Hesse blendet uns, Markus Werner spiegelt uns. Vielleicht geht es darum, seiner eigenen Entfremdung vorzubeugen, anstatt vor ihr zu fliehen. Zündel geht ab, einen Gipsklumpen hinterlassend: "Dies blieb die einzige Spur." Die Zündschnur ist abgebrannt. Es gab keinen Knall. Ein Buch wie ein Gefäß der Offenbarung: eine wunderbare, stille Tragödie.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Konrad Zündel, vorbildlicher schweizer Lehrer, mustergültiger Ehemann, Steuerzahler und regelrechter Verkehrsteilnehmer, will in den Urlaub fahren, als ihm ein Schneidezahn verloren geht. So entstellt, entscheidet er, kann man keinen Urlaub antreten und kehrt nach Hause zurück. Doch irgendwie ist von da ab nichts mehr wie bisher; seine Frau, alles andere als begeistert über die Rückkehr, verlässt nach einer unerquicklichen Beziehungsdiskussion das Haus. Der entgeisterte Zündel reist erneut alleine los, nur, einen Urlaub kann man das Folgende nicht nennen. Er irrt von Hotel zu Hotel, denkt über sein bisheriges Leben nach, das angepasste, langweilige, allen Erwartungen anderer immer gerecht werdende Leben des Konrad Zündel, ein Leben, so scheint es ihm, als immerwährender Verlierer, als Gedemütigter und ewiges Opfer. Das soll sich ändern. Eine Waffe muss her!

Auch wenn die Beschreibung es nicht vermuten lässt: Markus Werner gelingt es, diesem keinesfalls neuen Thema ein spannungsreiches, hoch interessantes und humorvolles (!) Buch abzugewinnen. Man liest es gerne, schnell und in der stärkerwerdenden Hoffnung, es möge sich alles "zum Guten wenden". Man spürt jedoch: Es kann hier kein Happy-End geben (und der Titel lässt hier auch keinen Raum für diesbezügliche Wünsche).

So ist der lange Abgang des Konrad Zündel eine turbulente, fast surreale Reise mit skurrilen Begegnungen, mit aphorismenhaften Erkenntnissen (die besonders dem männlichen Leser aus der Seele sprechen?) und herrlichen Dialogen.

Mein ewiges Dilemma: Kann man diesem kurzen Roman genauso fünf Sterne geben, wie z.B. den "Buddenbrooks"? Ich zögere lange und gebe dann doch "nur" die stärksten vier Sterne meiner bisherigen Rezensionen.

Eine klare Leseempfehlung!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Komisch und tragisch 12. März 2006
Von xyz-gjw
Format:Taschenbuch
Der Schweizer Gymnasiallehrer Konrad (Koni) Zuendel und seine Frau Magda entschliessen sich, dieses Mal den Sommerurlaub getrennt zu verbringen. Zuendel faehrt Richtung Italien, verliert einen Schneidezahn, trinkt sich durch Bars, zieht von Hotel zu Hotel, und entfernt sich immer weiter von seiner alten Realitaet. (Das klingt langweilig...) Zuendel stossen in seinem Urlaub jede Menge kleine Katastrophen zu. Am Ende geht Zuendel ab. (Das klingt tragisch...)
Das Buch ist aber lustig, komisch, unterhaltsam. Und voll Lebensweisheit. Grossartig!

"Jeder ist ein mehr oder weniger findiger Bemaentelungsexperte, Entlastungstechniker und Rechtfertigungsspezialist, der noch seine schuftigsten Schritte zu adeln versteht. Jedes Wort ein ausgehusteter Schleimpropf! Jeder Satz ein oeliger Vorwand! Unredlichkeit als Grundform des menschlichen Daseins! Unwahrhaftigkeit als Gestaltungsprinzip und zweite Natur! So schwindeln sich alle von Unterschlagung zu Unterschlagung, von Selbstbetrug zu Selbstbetrug, und am Ende schlottert auf jedem Totenbett nichts weiter als ein stinkiger, schmieriger und monstroeser Klumpen Verlogenheit. In Ewigkeit. Amen." Bald drauf schlief Zuendel ein.

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.
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Am 15. Juni 2000 veröffentlicht
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Am 13. Juni 2000 veröffentlicht
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