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Produktinformation
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Waren es zunächst nur Einzelanfertigungen für Sport- und Versuchszwecke gewesen, mit denen die Vorzüge des angetriebenen Seitenwagenrades bei einem Gespann nachgewiesen und zur Diskussion gestellt werden sollten, waren es schließlich im Ausland nur relativ kleine Stückzahlen von schweren, mit Seitenwagen ausgerüsteten Military-Krädern, die bereits ein angetriebenes Seitenwagenrad aufwiesen, so wurden im Auftrag der damaligen deutschen Wehrmacht in Nürnberg und München Nägel mit Köpfen gemacht: die vereinheitlichte und damit weitgehend perfekte Konstruktion des deutschen überschweren Gespanns wurde mit 18 630 Stück der ZÜNDAPP KS 750, mit 16 510 Stück der BMW R 75 zur Auslieferung gebracht.
Unbestreitbar war diese Konstruktion überwiegend unter den Gesichtspunkten des militärischen Einsatzes entstanden und in mehreren Stufen, wie im Buch gezeigt, durchentwickelt worden - sie stellte zu ihrer Zeit das Optimum dar, das mit einem unsymmetrischen Dreiradfahrzeug auf Motorrad-Basis zu erreichen war. Und trotz aller so gewonnenen spezifischen Vorteile tauchten doch noch in der Einsatzzeit andere Konstruktionen auf, vor allem der amerikanische Jeep, der sich dem Gespann nicht nur in Einsatzmöglichkeiten, sondern auch in Herstellungs-Aufwand und damit -Kosten überlegen zeigte.
Ob das eine endgültige Feststellung sein muß, konnte bisher nicht bewiesen werden - und inwieweit schwere Gespanne für zivile Verwendungszwecke in Zukunft Berechtigung haben werden, hat bisher ebenfalls noch keine Diskussion klären können.
Solche Klärungen sollten auch nicht der Zweck dieses Buches sein. Als seine Aufgabe sahen die Autoren vielmehr eine möglichst detaillierte Information über die Technik einer zweifellos interessanten Sonderkonstruktion und ihrer Vorläufer sowie die Sammlung des dafür zusammengetragenen Materials.
Dieses Ziel wäre nicht zu erreichen gewesen, wenn die Arbeit nicht von zahlreichen Kennern und Freunden der "Elefanten", unterstützt worden wäre, die Unterlagen und vor allem Bildmaterial zur Verfügung stellten. Sie können hier nicht alle genannt werden; stellvertretend für den ganzen Kreis dieser Enthusiasten sei gedankt Herrn Pfarrer Gnoth/Remscheid, Herrn Oberstleutnant Erb/ Meckenheim und Herrn Dipl. Ing. Tesch/Kornelimünster bei Aachen, der als Inhaber seiner "Globetrott-Zentrale" und Herausgeber eines "Afrika-Führers" den noch immer zahlreichen "Elefanten-Treibern" bei ihren Langstrecken-Vorhaben tatkräftige Hilfe leistet.
Wie immer sich auch die Zukunft des Gespanns, des Motorrades mit Seitenwagen, als Alltags- und Sportgefährt, aber auch als militärisches Gerät, gestalten möge - die ZÜNDAPP KS 750 hat es verdient, als Exponent einer Epoche in der Entwicklungsgeschichte der Motorrad-Technik in Erinnerung zu bleiben.
Siegfried Rauch
Günter Sengfelder
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