Klappentext
Zölibat als Verpflichtung katholischer Priester, ehelos zu leben: unverzichtbares Proprium der Kirche für die einen, Skandalon für die anderen - ein brisantes Thema bis heute. Wie steht es mit seiner biblischen Rechtfertigung? Was sagt die Kirchengeschichte? Daß es einen Zölibat nicht von Anfanf an gab, ist offensichtlich, denn anfangs waren viele Kleriker verheiretet. So gesehen ist die Diskussion abgeschlossen.Neueste internationale Forschungen weisen indes in eine andere Richtung, wonach es womöglich doch in den ersten sieben Jahrhunderten eine Art "Zölibat" gab, freilich umfangreicher, als heute üblich.Demnach mußten höhere Kleriker (Diakone, Priester und Bischöfe) vom Tag ihrer Weihe an in völliger geschlechtlicher Enthaltsamkeit leben.Diese generelle Enthaltsamkeitspflicht betraf dann unverheiretete wie verheiretete Kleriker und deren Frauen.Stefan Heid, Dr. theol., geb. 1961, Studium der Kath. Theolohgie, Christl. Archäologie und Klass. Philologie in Bonn, Promotion 1991 bei Dassmann (Dölger-Institut der Universität), Priesterweihe 1994, Kaplan in Siegburg, z.Z. Forschungsaufenthalt in Rom (Collegio Teutonico).